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In Butter gebratene Spätzle haben weiche Biegungen und leicht knusprige Ränder. Die Butter legt sich als dünner Film um die unregelmäßigen Teigstreifen. Etwas Petersilie und Pfeffer reichen zum Abschluss.
Du brauchst dafür weder Käse noch eine schwere Soße. Entscheidend sind ein passender Teig und gut abgetropfte Spätzle. Die Menge ergibt vier Beilagenportionen oder zwei größere Portionen als Hauptgericht.
Mehl, Eier und ein Stück Butter
Weizenmehl Type 405 und Eier der Größe M ergeben einen gut handhabbaren Spätzleteig. Nimm ungesalzene Butter, damit du die fertige Pfanne gezielt abschmecken kannst.
- Weizenmehl. Gibt den Spätzle ihre Form und den leicht elastischen Biss.
- Eier. Verbinden den Teig und sorgen für die gelbliche Farbe.
- Wasser. Macht den Teig so geschmeidig, dass er durch die Spätzlepresse gleitet.
- Muskatnuss. Eine kleine Prise würzt den Teig, ohne den Buttergeschmack zu überdecken.
- Butter. Umhüllt die gegarten Spätzle und begleitet das Bräunen in der Pfanne.
- Petersilie. Kommt frisch gehackt zum Schluss dazu.
- Schwarzer Pfeffer. Setzt einen würzigen Akzent auf die fertigen Spätzle.
Vom Eierteig zur goldenen Pfanne
- Teig schlagen. Verrühre Mehl, Eier, Salz und Muskat mit zunächst 100 ml Wasser. Schlage den Teig kräftig mit dem Kochlöffel, bis er glatt ist und einzelne Blasen zeigt.
- Ruhen lassen. Lass den Teig zehn Minuten stehen. Ergänze bei Bedarf wenig Wasser, bis er langsam in breiten Bändern vom Löffel fällt.
- Kochwasser vorbereiten. Bring während der Ruhezeit drei Liter Wasser mit zwei Teelöffeln Salz zum Kochen. Stell die Spätzlepresse und eine Schaumkelle bereit.
- Spätzle garen. Presse den Teig in drei Portionen ins kochende Wasser. Lass jede Portion bei leichtem Kochen garen, bis die Spätzle aufsteigen, und anschließend noch etwa eine Minute.
- Gründlich abtropfen. Hebe die Spätzle mit der Schaumkelle heraus. Lass sie im Sieb abtropfen und breite sie auf einem großen Teller aus, damit Oberflächenfeuchtigkeit entweicht.
- Portionsweise braten. Schmelze jeweils 25 g Butter in einer großen Pfanne bei mittlerer Hitze. Brate darin die Hälfte der Spätzle sechs bis acht Minuten und wende sie erst, wenn die Unterseite goldene Stellen hat.
- Frisch abschmecken. Gib beide Portionen kurz zusammen in die Pfanne. Vermenge sie mit Petersilie und Pfeffer und serviere sie sofort.
Der Teig soll langsam vom Löffel
Orientiere dich beim Wasser an der Konsistenz. Eier fallen unterschiedlich groß aus und nicht jedes Mehl nimmt gleich viel Flüssigkeit auf. Beginne deshalb mit 100 ml und halte den Rest zurück. Der fertige Teig soll weder knetbar sein noch wie Pfannkuchenteig fließen. Hebe den Kochlöffel an. Ein breites, schweres Band sollte langsam zurück in die Schüssel fallen.
Die Zubereitungsanleitung der North Dakota State University beschreibt ebenfalls einen dicken, glatten Teig, der portionsweise ins kochende Wasser gedrückt wird. Auch das anschließende Braten in Butter wird dort genannt. Die Mengen dieses Rezepts sind eigenständig zusammengestellt.
Prüfe nach der Ruhezeit erneut die Konsistenz. Ist der Teig zu fest, rühre einen Esslöffel Wasser ein. Wiederhole das nur bei Bedarf. Verwende zum Formen eine Spätzlepresse, damit längliche Streifen entstehen.
In Butter gebratene Spätzle brauchen Platz
Eine volle Pfanne ist hier der häufigste Stolperstein. Wenn die Spätzle übereinanderliegen, bekommen nur wenige Kontakt zum Boden. Brate die Menge deshalb in zwei Durchgängen. Eine Pfanne mit etwa 28 cm Durchmesser bietet dafür ausreichend Platz. Die Spätzle sollen möglichst nebeneinanderliegen.
Lass die Butter bei mittlerer Hitze schmelzen und gib die Spätzle hinein, sobald sie schäumt. Warte ungefähr zwei Minuten vor dem ersten Wenden. Danach hebst du sie mit einem breiten Pfannenwender behutsam um. Ständiges Rühren verhindert, dass einzelne Flächen länger auf dem heißen Boden liegen.
Gesucht sind goldbraune Stellen zwischen weichen, hellen Partien. Du musst nicht jeden Teigstreifen rundum knusprig braten. Wird die Butter früh dunkel oder riecht streng, nimm die Pfanne sofort vom Herd und reduziere die Hitze. Für die zweite Portion verwendest du frische Butter.
So bleibt die Butter im Vordergrund
Würze die Spätzle zurückhaltend. Muskat sitzt bereits im Teig und die Petersilie kommt erst nach dem Braten dazu. So bleiben die kleinen Blätter frisch und werden nicht dunkel. Wenn du lieber Schnittlauch magst, ersetze die Petersilie durch dieselbe Menge fein geschnittener Röllchen. Das ergibt eine etwas zwiebeligere Note.
Als Hauptgericht reicht die Menge für zwei Personen. Dazu passen gebratene Champignons und ein grüner Salat mit einer säuerlichen Vinaigrette. Brate die Pilze separat, damit ihre austretende Flüssigkeit die Spätzle nicht wieder aufweicht. Für vier Personen ist die angegebene Menge als Beilage gedacht.
Auch zu einem Schmorgericht kannst du sie reichen. Serviere dessen Soße daneben statt über die ganze Portion. Eine Variante mit Käse ist möglich, verändert aber den Charakter deutlich. Für diese schlichte Butterversion bleibt die Oberfläche frei von einer dicken Käse- oder Sahneschicht.
Vorkochen, kühlen und nochmals heiß machen
Wenn du vorarbeiten möchtest, koche die Spätzle fertig und verschiebe das Braten auf den nächsten Tag. Lass sie gut abtropfen und verteile sie zum zügigen Abkühlen in flachen Behältern. Bewahre sie anschließend abgedeckt im Kühlschrank auf. Die Petersilie hackst du erst vor dem Servieren.
Das Bundesinstitut für Risikobewertung empfiehlt für vorgekochte Speisen einen Kühlschrank mit höchstens 7 °C, besser 5 °C. Verbrauche gegarte Spätzle innerhalb von zwei bis drei Tagen oder friere sie portionsweise ein. Gefrorene Portionen taust du im Kühlschrank auf.
Gekühlte Spätzle brauchen beim Aufwärmen überall mindestens zwei Minuten über 70 °C. Prüfe das bei Bedarf mit einem Küchenthermometer. Bereits gebratene Reste kannst du zunächst mit einem kleinen Schluck Wasser zugedeckt erhitzen. Nimm danach den Deckel ab und lass die Flüssigkeit verdampfen. Die ursprüngliche Kruste wird dabei etwas weicher.
Häufige Fragen
- Kann ich fertige Spätzle statt selbst gemachter verwenden?
Ja. Verwende etwa 750 g gegarte Spätzle und bereite sie nach Packungsangabe vor. Lass sie gut abtropfen und brate sie mit den angegebenen 50 g Butter in zwei Portionen.
- Warum werden meine Spätzle nicht braun?
Meist sind sie noch zu nass oder liegen zu dicht in der Pfanne. Lass sie gründlich abtropfen und verteile jeweils nur die Hälfte in einer breiten Pfanne. Warte vor dem ersten Wenden etwa zwei Minuten.
- Wie fest muss der Spätzleteig sein?
Der Teig soll klebrig und zähflüssig sein. Er fällt langsam in breiten Bändern vom Kochlöffel und lässt sich durch die Presse drücken. Bleibt er als fester Klumpen hängen, arbeite esslöffelweise etwas Wasser ein.
- Kann ich die Spätzle am Vortag kochen?
Ja. Kühle die gekochten Spätzle zügig ab und bewahre sie abgedeckt im Kühlschrank auf. Verbrauche sie innerhalb von zwei bis drei Tagen und erhitze sie beim Aufwärmen überall für mindestens zwei Minuten auf über 70 °C.
- Ist das Rezept vegetarisch oder glutenfrei?
Das Grundrezept ist vegetarisch. Weizenmehl enthält Gluten, deshalb ist es nicht glutenfrei. Eier und Butter machen es außerdem ungeeignet für eine vegane Ernährung.
- Was passt zu Butter-Spätzle?
Gebratene Pilze oder Ofengemüse passen gut dazu. Als Beilage schmecken sie auch zu Schmorgerichten mit Soße. Gib die Soße erst beim Servieren daneben, damit die gebräunten Stellen nicht sofort weich werden.