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Deutsche Kartoffelsuppe mit Würstchen ist ein unkompliziertes Essen für Tage, an denen ein großer Topf auf dem Herd willkommen ist. Möhren bringen etwas Süße mit. Lauch und Sellerie sorgen dafür, dass die Suppe auch ohne Speck kräftig schmeckt.
Hier bleibt sie leicht stückig. Du zerdrückst nur einen Teil der weich gekochten Kartoffeln und gibst die Würstchenscheiben zum Schluss dazu. So entsteht eine sämige Suppe ohne Sahne, in der noch etwas zu beißen ist.
Kartoffeln, Suppengemüse und milde Würstchen
Nimm vorwiegend festkochende Kartoffeln und wiege das Gemüse nach dem Schälen beziehungsweise Putzen ab. Wähle eine mild gesalzene Brühe, damit du die fertige Suppe gezielt abschmecken kannst.
- Kartoffeln. Sie bilden die sättigende Grundlage und geben der Suppe beim Zerdrücken ihre Bindung.
- Zwiebel und Rapsöl. Die Zwiebel wird darin glasig gedünstet und liefert eine milde Würze.
- Möhren und Knollensellerie. Kleine Würfel bringen Süße und einen kräftigen Gemüsegeschmack mit.
- Lauch. Er ergänzt die Zwiebel und bleibt in feinen Ringen angenehm weich.
- Gemüsebrühe. Sie verbindet die Zutaten, ohne den Kartoffelgeschmack zu überdecken.
- Lorbeer und Majoran. Lorbeer zieht beim Kochen mit. Majoran gibt der Suppe ihre herzhafte Kräuternote.
- Wiener Würstchen. Bereits gegarte Würstchen kommen erst nach dem Stampfen in den Topf.
- Petersilie, Pfeffer und Muskat. Sie runden die fertige Suppe ab.
Deutsche Kartoffelsuppe im Topf zubereiten
- Gemüse schneiden. Kartoffeln in etwa 1,5 cm große Würfel schneiden. Möhren und Sellerie kleiner würfeln, die Zwiebel fein hacken und den gründlich gewaschenen Lauch in dünne Ringe schneiden.
- Zwiebel dünsten. Rapsöl im großen Topf bei mittlerer Hitze erwärmen. Die Zwiebel darin 3 Minuten glasig dünsten, ohne sie dunkel werden zu lassen.
- Suppengemüse zugeben. Möhren, Sellerie und Lauch unterrühren und weitere 3 Minuten dünsten. Dabei gelegentlich vom Topfboden lösen.
- Kartoffeln weich kochen. Kartoffeln, Brühe, Lorbeer und Majoran zugeben. Aufkochen und bei kleiner Hitze mit leicht geöffnetem Deckel 18-22 Minuten köcheln lassen, bis die Kartoffeln beim Einstechen leicht nachgeben.
- Suppe sämig stampfen. Lorbeer entfernen und den Topf kurz vom Herd nehmen. Mit wenigen Stampfbewegungen ungefähr ein Drittel der Kartoffeln zerdrücken. Bei Bedarf bis zu 150 ml Wasser einrühren.
- Würstchen erwärmen und abschmecken. Würstchen in 1 cm dicke Scheiben schneiden und 5-7 Minuten in der heißen Suppe erwärmen. Dabei müssen Suppe und Würstchen überall mindestens 70 °C für 2 Minuten erreichen. Pfeffer, Muskat und bei Bedarf Salz zugeben. Mit gewaschener, gehackter Petersilie servieren.
Sämigkeit mit erkennbaren Kartoffelstücken
Für diese Suppe sind vorwiegend festkochende Kartoffeln ein guter Ausgangspunkt. Du kannst einen Teil zerdrücken und trotzdem erkennbare Stücke behalten. Die Fachinformationen der University of Minnesota erläutern den Unterschied zwischen den Kochtypen. Mehligkochende Kartoffeln zerfallen leichter, während festkochende beim Garen eher zusammenhalten.
Entscheidend ist außerdem die Garprobe. Lässt sich ein Würfel noch schwer zerdrücken, braucht die Suppe einige Minuten länger. Stampfe erst, wenn die Kartoffeln wirklich weich sind. Beginne mit wenigen Bewegungen und rühre danach um. Die Suppe soll einen Löffel leicht überziehen, aber noch gut fließen. Ein Pürierstab ist hier unnötig. Er würde auch Möhren und Lauch zerkleinern und damit die gewünschte stückige Struktur verändern. Hebe lieber einige Kartoffelwürfel mit der Kelle an und zerdrücke sie gezielt am Topfrand.
Würzen, ohne die Brühe zu überladen
Brühe und Würstchen bringen bereits Salz mit. Deshalb kommt zusätzliches Salz erst ganz zum Schluss in den Topf. Koste einen Löffel mit etwas Kartoffel und einer Würstchenscheibe. Ein Schluck Brühe allein zeigt nicht zuverlässig, wie die gesamte Portion schmeckt. Lass die Probe kurz abkühlen, bevor du nachwürzt.
Majoran darf mit den Kartoffeln kochen. Reibe ihn vorher zwischen den Fingern und gib ihn direkt in die Brühe. Muskat kommt dagegen erst beim Abschmecken dazu. Eine kleine Prise reicht für den ganzen Topf. Wenn dir die Suppe zu kräftig geworden ist, verdünne sie mit etwas heißem Wasser statt weiterer Brühe. Das ist auch hilfreich, wenn beim Kochen viel Flüssigkeit verdampft ist. Rühre anschließend gründlich um und prüfe die Konsistenz erneut. Die Petersilie bleibt für den Schluss, damit ihre grünen Blättchen beim Servieren sichtbar sind.
Ohne Würstchen und mit anderen Gemüsen
Die Gemüsegrundlage funktioniert auch ohne Fleisch. Für eine vegane Variante lässt du die Wiener weg und verwendest eine ausdrücklich vegane Brühe. Als Einlage passen 240 g gegarte weiße Bohnen, die du abspülst und zum Schluss gründlich erhitzt. Der Geschmack wird milder als mit Würstchen. Etwas mehr Pfeffer oder Majoran kannst du nach dem Probieren ergänzen.
Fehlt Lauch, ersetze seine Menge durch zusätzliche Möhren. Ohne Sellerie kannst du 150 g Pastinake nehmen. Dadurch wird die Suppe süßer und weniger herb. Das Grundverhältnis von 800 g Kartoffeln zu einem Liter Brühe bleibt bestehen. Für die glutenfreie Fassung dieses Rezepts müssen sowohl Brühe als auch Würstchen ausdrücklich glutenfrei sein. Die Wiener sollen außerdem keine Milchbestandteile enthalten. Prüfe die Verpackungen auch bei vertrauten Produkten. Wer Würstchen separat serviert, kann den Gemüsetopf leichter an unterschiedliche Vorlieben am Tisch anpassen.
Reste kühlen und gleichmäßig aufwärmen
Teile übrig gebliebene Suppe zügig in kleine, flache Lebensmittelbehälter auf, damit sie schneller abkühlt. Lagere sie anschließend abgedeckt im Kühlschrank. Das Bundesinstitut für Risikobewertung empfiehlt für vorgekochte Mahlzeiten einen Verbrauch innerhalb von 2-3 Tagen und eine Kühlschranktemperatur von höchstens 7 °C, besser 5 °C.
Erwärme nur die Portion, die du essen möchtest. Gib bei Bedarf etwas Wasser dazu und rühre regelmäßig bis zum Topfboden. Beim Aufwärmen muss die Suppe an allen Stellen mindestens 70 °C für 2 Minuten erreichen. Prüfe das mit einem Küchenthermometer, auch in den Würstchenstücken. Zum Einfrieren die abgekühlte Suppe portionsweise verpacken und datieren. Taue sie später im Kühlschrank auf. Kartoffelstücke können danach etwas weicher wirken. Durch vorsichtiges Umrühren lässt sich die Suppe wieder gleichmäßig verbinden.
Häufige Fragen
- Welche Kartoffeln eignen sich für deutsche Kartoffelsuppe?
Vorwiegend festkochende Kartoffeln passen zu dieser leicht stückigen Version. Mehligkochende Kartoffeln ergeben eine stärker zerfallende Suppe. Verwende dieselbe Menge und beginne beim Stampfen besonders vorsichtig.
- Wie wird Kartoffelsuppe ohne Sahne cremig?
Koche die Kartoffeln vollständig weich und zerdrücke ungefähr ein Drittel davon direkt in der Suppe. Rühre anschließend um und prüfe die Bindung. Falls sie noch zu dünn ist, zerdrücke etwas mehr Kartoffel.
- Kann ich die Kartoffelsuppe am Vortag kochen?
Ja. Kühle sie nach dem Kochen zügig in kleinen Behältern ab und bewahre sie abgedeckt im Kühlschrank auf. Erwärme sie am nächsten Tag unter regelmäßigem Rühren auf mindestens 70 °C für 2 Minuten an allen Stellen.
- Wann kommen die Würstchen in die Suppe?
Bereits gegarte Wiener kommen nach dem Stampfen hinein. Schneide sie in etwa 1 cm dicke Scheiben und erwärme sie 5-7 Minuten. Prüfe, dass auch die Würstchenstücke mindestens 70 °C für 2 Minuten erreichen.
- Ist dieses Rezept glutenfrei und milchfrei?
Ja, wenn du wie angegeben ausdrücklich glutenfreie Brühe und glutenfreie Wiener ohne Milchbestandteile verwendest. Die Suppe enthält weder Butter noch Sahne. Prüfe die Zutatenlisten und wähle eine passende Beilage.
- Was hilft, wenn die Kartoffelsuppe zu dick ist?
Rühre heißes Wasser in kleinen Mengen ein, bis die Suppe wieder gut vom Löffel fließt. Für den frisch gekochten Topf sind bis zu 150 ml vorgesehen. Schmecke danach erneut ab, da das Wasser auch die Würze verdünnt.