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Sauerkrautsuppe darf kräftig schmecken, ohne dass die Säure alles überdeckt. Kartoffeln machen diese Variante sättigend. Geräucherte Würstchen bringen Würze mit und etwas Sahne rundet die Brühe ab.
Wie mild die Suppe wird, entscheidest du schon vor dem Kochen. Probiere das Kraut und spüle es bei Bedarf kurz ab. Die Kartoffeln garen zunächst ohne Sauerkraut, damit du ihre Konsistenz gut kontrollieren kannst.
Kraut, Kartoffeln und rauchige Würze
Verwende schlichtes Sauerkraut ohne fertige Soße und festkochende Kartoffeln für erkennbare Würfel. Bereits gegarte Wiener Würstchen und eine salzarme Brühe erleichtern das Abschmecken.
- Sauerkraut. Gibt der Suppe ihre typische Säure und die feinen Kohlstreifen.
- Festkochende Kartoffeln. Machen die Suppe sättigend und bleiben als Würfel erkennbar.
- Zwiebel und Rapsöl. Bilden die mild angeschwitzte Grundlage.
- Paprikapulver. Bringt eine warme Farbe und eine milde Würze.
- Kümmel und Lorbeer. Ergänzen das Kraut mit einem herben Aroma.
- Gemüsebrühe. Verbindet die Einlage zu einer löffelbaren Suppe.
- Geräucherte Wiener Würstchen. Geben Rauchgeschmack und eine herzhafte Einlage.
- Schlagsahne. Rundet den Geschmack ab und macht die Brühe leicht cremig.
- Petersilie. Setzt einen frischen Akzent auf die fertige Suppe.
Sauerkrautsuppe in der richtigen Reihenfolge
- Alles vorbereiten. Sauerkraut abtropfen lassen und bei Bedarf kurz kalt abspülen. Kartoffeln in etwa 1,5 cm große Würfel schneiden, Zwiebel würfeln und Würstchen in Scheiben schneiden.
- Zwiebel anschwitzen. Rapsöl im großen Topf bei mittlerer Hitze erwärmen. Zwiebel darin vier Minuten glasig dünsten und Paprika sowie Kümmel kurz unterrühren.
- Kartoffeln garen. Brühe und Lorbeer hinzufügen. Kartoffeln darin aufkochen und bei kleiner bis mittlerer Hitze 15-18 Minuten zugedeckt köcheln lassen, bis sie weich sind.
- Kraut ergänzen. Sauerkraut bei Bedarf kürzer schneiden und unterrühren. Weitere zehn Minuten sanft köcheln lassen.
- Würstchen erhitzen. Die bereits gegarten Würstchenscheiben hinzufügen und fünf Minuten in der köchelnden Suppe erhitzen.
- Sahne einrühren. Sahne unterrühren und die Suppe unter Rühren noch zwei Minuten sanft köcheln lassen. Nicht sprudelnd kochen.
- Abschmecken und servieren. Lorbeer entfernen und mit Pfeffer sowie bei Bedarf wenig Salz abschmecken. Auf vier Schalen verteilen und mit Petersilie bestreuen.
Abspülen nach Geschmack entscheiden
Probiere das Sauerkraut vor dem Kochen mit einer sauberen Gabel. Schmeckt es angenehm säuerlich, reicht Abtropfen. Bei sehr kräftigem Kraut ist kurzes Abspülen eine Möglichkeit für diese mildere Suppenvariante. Gib es dafür in ein Sieb und halte es kurz unter kaltes Wasser. Anschließend gründlich abtropfen lassen. Langes Wässern ist für dieses Rezept nicht nötig.
Die Oregon State University beschreibt kaltes Abspülen vor dem Servieren als Möglichkeit bei zu salzigem fertigem Sauerkraut. Für die Suppe bleibt zusätzlich das Abschmecken entscheidend. Brühe und Würstchen bringen ebenfalls Salz mit. Deshalb steht das Nachsalzen ganz am Ende. Wenn du kräftige Säure magst, verzichte auf das Spülen. Verwende trotzdem zunächst nur das abgetropfte Kraut und nicht die gesamte Flüssigkeit aus der Packung. So bleibt der Ausgangspunkt beim Kochen übersichtlich.
Kartoffelwürfel mit weichem Kern
Gleichmäßig geschnittene Kartoffeln machen den Ablauf berechenbarer. Etwa 1,5 cm große Würfel passen auf den Löffel und brauchen keine lange Garzeit. Sehr große Stücke bleiben länger fest. Winzige Würfel können dagegen zerfallen, während die übrige Einlage noch köchelt. Festkochende Kartoffeln sind für diese stückige Suppe die erste Wahl.
Prüfe einen Würfel nach 15 Minuten mit einem kleinen Messer. Es soll leicht bis zur Mitte gleiten. Falls der Kern noch fest ist, verlängere diesen Kochabschnitt vor der Zugabe des Krauts. Die Zeitangabe ist ein Richtwert und ersetzt die Garprobe nicht. Für eine etwas sämigere Brühe kannst du später wenige weiche Kartoffelstücke am Topfrand zerdrücken und unterrühren. Ein Pürierstab ist dafür unnötig. Er würde auch die langen Krautfasern und die Wurstscheiben zerkleinern. Bleibt die Suppe nach dem Weiterkochen zu dick, hilft ein kleiner Schluck Wasser.
Sahne und Würstchen behutsam ergänzen
Die Würstchen kommen erst hinein, wenn Kartoffeln und Kraut gegart sind. In diesem Rezept werden vollständig gegarte Wiener verwendet. Sie müssen nicht die gesamte Kochzeit im Topf bleiben. Schneide sie in etwa 1 cm dicke Scheiben. So verteilen sie sich gut zwischen den Kartoffeln und lassen sich bequem mit dem Löffel essen.
Die Sahne wird anschließend in die heiße Suppe gerührt. Halte die Hitze so niedrig, dass nur kleine Bläschen aufsteigen. Die Suppe soll leicht cremig bleiben und keine dicke Sahnesoße werden. Für eine fleischlose Abwandlung passen gewürfelter Räuchertofu und vegetarische Brühe. Brate den Tofu separat an und ergänze ihn gegen Ende. Eine ungesüßte pflanzliche Kochcreme ersetzt die Sahne, wenn du die gesamte Variante pflanzlich zubereiten möchtest. Die Nährwertschätzung der Rezeptkarte gilt allerdings für die Grundversion mit Wiener Würstchen und Schlagsahne.
Reste zügig kühlen und aufwärmen
Verteile übrige Suppe zum Abkühlen auf mehrere flache Behälter. Ein voller großer Topf kühlt deutlich langsamer aus. Das BfR empfiehlt für größere Speisemengen flache Schalen und ein Abkühlen innerhalb weniger Stunden auf unter 7 °C. Bewahre die abgekühlte Suppe anschließend verschlossen im Kühlschrank auf.
Nach den BfR-Hinweisen zum Vorkochen sollten erhitzte Mahlzeiten innerhalb von zwei bis drei Tagen verbraucht oder eingefroren werden. Eine Kühlschranktemperatur von 5 °C ist dabei günstiger als 7 °C. Erwärme nur die benötigte Portion und rühre regelmäßig um. Beim Aufwärmen sollen alle Stellen mindestens 70 °C für zwei Minuten erreichen. Gefrorene Portionen tauen im Kühlschrank auf. Falls die Suppe danach dickflüssiger ist, ergänze beim Erhitzen etwas Wasser. Zum Einfrieren können Sahne und Petersilie auch erst nach dem Auftauen ergänzt werden.
Häufige Fragen
- Muss ich Sauerkraut für die Suppe abspülen?
Nein. Mildes Kraut kannst du einfach abtropfen lassen. Wenn es dir zu kräftig schmeckt, spüle es kurz unter kaltem Wasser und lasse es anschließend gut abtropfen.
- Welche Würstchen passen in Sauerkrautsuppe?
Für dieses Rezept sind geräucherte, bereits vollständig gegarte Wiener Würstchen vorgesehen. Gegarte Fleischwurst funktioniert ebenfalls. Rohe Würste benötigen eine andere Zubereitung und sind kein direkter Ersatz in diesem Ablauf.
- Kann ich die Sauerkrautsuppe vegetarisch kochen?
Ja. Ersetze die Würstchen durch gewürfelten Räuchertofu und verwende vegetarische Gemüsebrühe. Für eine vegane Variante ersetzt du zusätzlich die Sahne durch eine ungesüßte pflanzliche Kochcreme.
- Wie lange hält sich die fertige Suppe?
Kühle sie zügig ab und bewahre sie verschlossen im Kühlschrank auf. Verbrauche sie innerhalb von zwei bis drei Tagen oder friere sie vorher ein. Beim Aufwärmen muss sie an allen Stellen mindestens 70 °C für zwei Minuten erreichen.
- Warum kommen die Kartoffeln vor dem Sauerkraut hinein?
So kannst du prüfen, ob die Würfel weich sind, bevor das Kraut die Suppe füllt. Schneide sie ungefähr 1,5 cm groß und teste nach 15 Minuten mit einem Messer. Es sollte ohne deutlichen Widerstand hineingleiten.
- Was hilft, wenn die Suppe zu sauer schmeckt?
Ergänze etwas Wasser und schmecke danach erneut ab. Auch zusätzliche gegarte Kartoffelwürfel können die kräftige Brühe auf mehr Einlage verteilen. Viel Zucker verändert den Charakter der Suppe deutlich und ist hier nicht vorgesehen.
- Was passt zur Sauerkrautsuppe?
Roggenbrot oder ein kräftiges Mischbrot passen gut zur rauchigen Würze. Die Suppe enthält bereits Kartoffeln und braucht deshalb keine weitere sättigende Beilage. Bei einer glutenfreien Mahlzeit muss auch das Brot entsprechend ausgewählt werden.