Pin it
Flädlesuppe braucht keine lange Zutatenliste. Goldgelbe Pfannkuchenstreifen liegen in klarer Rinderbrühe und bekommen mit Schnittlauch eine frische, leicht zwiebelige Note. Die Einlage bleibt zart und lässt sich gut mit dem Löffel aufnehmen.
Mit bereits fertiger Brühe steht die Suppe in etwa 45 Minuten auf dem Tisch. Du kannst die Pfannkuchen auch vorher backen. Entscheidend sind ein dünner Teig und der richtige Zeitpunkt zum Anrichten, damit die Flädle nicht lange in der Brühe liegen.
Wenig Zutaten, kräftige Brühe
Nimm eine klare Rinderbrühe, die dir auch ohne Einlage schmeckt. Für die Flädle reichen gewöhnliches Weizenmehl, Milch und Eier.
- Weizenmehl Type 405. Bildet die Grundlage für dünne Pfannkuchen, die sich rollen und schneiden lassen.
- Milch. Macht den Teig flüssig und gibt der Einlage einen milden Geschmack.
- Eier. Halten die gebackenen Pfannkuchen zusammen und geben ihnen ihre gelbliche Farbe.
- Rapsöl. Ein dünner Film in der Pfanne erleichtert das Wenden.
- Rinderbrühe. Liefert den herzhaften Geschmack der Suppe. Verwende sie fertig gekocht und bereits nach Packungsangabe verdünnt, falls du ein Konzentrat nutzt.
- Schnittlauch. Kommt frisch geschnitten auf die fertige Suppe.
- Muskat und schwarzer Pfeffer. Würzen die Brühe zurückhaltend, ohne den Geschmack der Flädle zu überdecken.
Flädlesuppe rollen, schneiden und anrichten
- Teig glatt rühren. Verrühre 125 g Mehl mit zunächst 125 ml Milch. Arbeite zwei Eier und anschließend die übrigen 125 ml Milch sowie 1/4 TL Salz ein. Lass den flüssigen Teig 10 Minuten ruhen.
- Brühe erhitzen. Erwärme währenddessen 1 Liter Rinderbrühe im Topf bis zum leichten Köcheln. Würze mit Pfeffer und Muskat. Schneide den gewaschenen, trocken geschüttelten Schnittlauch in feine Röllchen.
- Dünne Pfannkuchen backen. Erhitze eine beschichtete Pfanne mit etwa 24 cm Durchmesser bei mittlerer Hitze. Verteile etwas vom Rapsöl darin. Gib ungefähr ein Sechstel des Teigs hinein und schwenke die Pfanne sofort. Backe die erste Seite 1-2 Minuten und die zweite 45-60 Sekunden, bis der Pfannkuchen vollständig durchgebacken und leicht gebräunt ist. Verarbeite den restlichen Teig ebenso.
- Flädle schneiden. Lass die sechs Pfannkuchen etwa 5 Minuten auf einem Teller abkühlen. Rolle jeden einzeln auf und schneide ihn quer in etwa 4 mm breite Streifen. Lockere die Streifen vorsichtig auf.
- Suppe fertigstellen. Verteile die frisch gebackenen Flädle auf vier Suppenschalen. Gieße jeweils ein Viertel der heißen Brühe darüber und streue Schnittlauch darauf. Serviere sofort.
Dünn backen ohne trockene Ränder
Der Teig soll beim Schwenken zügig über den Pfannenboden laufen. Bleibt er als dicke Insel liegen, rühre nach der Ruhezeit einen Esslöffel Wasser unter. Prüfe die Konsistenz erneut, bevor du mehr zugibst. Kleine Mehlklümpchen kannst du durch ein feines Sieb entfernen. Backpulver gehört hier nicht hinein.
Gib den Teig in die erhitzte Pfanne und verteile ihn sofort. Dieses Vorgehen empfiehlt auch die University of Maine für dünne Crêpes. Die Anleitung unterstützt die Backtechnik, nicht die gesamte Suppenrezeptur.
Wende erst, wenn die Oberfläche nicht mehr flüssig aussieht und sich der Rand lösen lässt. Ein breiter Pfannenwender hilft. Wird der Pfannkuchen dunkel, bevor er durchgebacken ist, reduziere die Hitze. Die Flädle sollen biegsam bleiben. Stark geröstete, spröde Ränder brechen beim Rollen leicht ab.
Saubere Streifen statt weicher Klumpen
Frisch aus der Pfanne sind die Pfannkuchen noch sehr weich. Gib ihnen ein paar Minuten, damit du sie anfassen und sauber schneiden kannst. Für diese kleine Menge reicht ein lockerer Stapel auf einem Teller. Lass sie dabei nicht unnötig lange offen liegen, sonst trocknen die Ränder aus.
Rolle jeden Pfannkuchen einzeln auf. Eine dicke Rolle aus mehreren übereinandergelegten Pfannkuchen lässt sich schlechter schneiden und wird beim Drücken leicht zusammengedrückt. Verwende ein scharfes Messer und schneide quer zur Rolle. Etwa 4 mm breite Streifen ergeben eine feine Einlage, die sich noch gut auflockern lässt.
Die Flädle kommen direkt in die Schalen. Sie müssen nicht im Suppentopf mitkochen. Durch längeres Liegen in heißer Brühe werden sie zunehmend weich. Wenn mehrere Personen zeitversetzt essen, halte deshalb Brühe und Pfannkuchen getrennt. Richte jede Portion erst dann an, wenn sie gebraucht wird.
Brühe und Einlage gemeinsam abstimmen
Pro Portion sind 250 ml Brühe vorgesehen. Zusammen mit anderthalb dünnen Pfannkuchen ergibt das eine großzügige Vorspeise. Als leichtes Mittagessen kannst du die Suppe mit Brot und einem kleinen Salat servieren. Für eine große Hauptmahlzeit ist die Menge eher knapp.
Probiere gekaufte Brühe vor dem Nachsalzen. Die Pfannkuchen enthalten bereits etwas Salz. Falls die Brühe sehr kräftig oder salzig schmeckt, ersetze einen Teil durch Wasser und behalte insgesamt einen Liter Flüssigkeit bei. Eine kleine Prise Muskat reicht. Der Schnittlauch wird erst beim Anrichten zugegeben, damit sein frischer Geschmack deutlich bleibt.
Für eine vegetarische Variante ersetzt du die Rinderbrühe vollständig durch klare Gemüsebrühe. Die Pfannkuchen bleiben unverändert. Möchtest du etwas mehr Einlage, kannst du separat gegarte Möhrenwürfel hinzufügen. Plane dafür zusätzliche Zeit ein und rechne damit, dass sich Menge und Nährwerte verändern. Die Grundversion bleibt bewusst eine klare Suppe mit Pfannkuchenstreifen.
Getrennt lagern und gründlich aufwärmen
Bewahre übrige Brühe und Pfannkuchen getrennt auf. Fülle die Brühe zum raschen Abkühlen in kleine, flache Behälter. Die Pfannkuchen kommen ebenfalls zügig in den Kühlschrank und werden dort abgedeckt aufbewahrt. Stelle den Kühlschrank auf höchstens 7 °C, besser darunter. Lass größere Mengen nicht stundenlang im warmen Topf stehen.
Verbrauche die gekühlten Reste innerhalb von zwei bis drei Tagen. Beim Aufwärmen sollen alle Bestandteile mindestens zwei Minuten lang 70 °C erreichen. Diese Angaben entsprechen den Hinweisen des Bundesinstituts für Risikobewertung zum Kühlen und Aufwärmen.
Bei gekühlten Flädle reicht bloßes Übergießen nicht zuverlässig aus. Erwärme sie deshalb zusammen mit der benötigten Brühe und prüfe bei Unsicherheit die Temperatur. Bereits zusammen gelagerte Suppe kannst du ebenso aufwärmen. Die Streifen werden dabei allerdings weicher als bei frisch angerichteten Portionen.
Häufige Fragen
- Was sind Flädle in der Flädlesuppe?
Flädle sind hier dünne, ungesüßte Pfannkuchen, die aufgerollt und quer in schmale Streifen geschnitten werden. Sie bilden die Einlage einer klaren Brühe. In diesem Rezept werden sie mit Rinderbrühe und Schnittlauch serviert.
- Kann ich übrig gebliebene Pfannkuchen verwenden?
Ja, wenn sie ungesüßt, ungefüllt und sachgerecht gekühlt wurden. Schneide sie in feine Streifen. Gekühlte Pfannkuchen müssen beim Aufwärmen auch im Inneren mindestens zwei Minuten lang 70 °C erreichen.
- Wie bereite ich Flädlesuppe am Vortag vor?
Backe die Pfannkuchen und bewahre sie nach zügigem Abkühlen abgedeckt im Kühlschrank auf. Lagere die Brühe getrennt davon. Schneide die Pfannkuchen vor dem Essen und erhitze sie mit der Brühe gründlich, bevor du die Suppe servierst.
- Warum reißen meine Pfannkuchen beim Wenden?
Oft wird zu früh gewendet oder die Pfanne ist nicht gleichmäßig mit einem dünnen Ölfilm benetzt. Warte, bis die Oberfläche nicht mehr flüssig ist und sich der Rand lösen lässt. Schiebe dann einen breiten Pfannenwender unter den Pfannkuchen.
- Kann ich die Flädlesuppe vegetarisch oder milchfrei kochen?
Mit klarer Gemüsebrühe statt Rinderbrühe wird das Rezept vegetarisch. Für eine milchfreie Variante kannst du die Milch durch einen ungesüßten Pflanzendrink ersetzen. Geschmack und Teigkonsistenz können sich dabei verändern. Mit den enthaltenen Eiern ist diese Variante weiterhin nicht vegan.
- Wie verhindere ich, dass die Flädle aufweichen?
Lagere und halte Brühe und Flädle möglichst getrennt. Bei frisch gebackenen Pfannkuchen gießt du die heiße Brühe erst unmittelbar vor dem Essen darüber. Gekühlte Reste musst du dagegen gründlich durcherhitzen und anschließend sofort servieren.