Pin it
Rheinisch inspirierter Apfelkuchen passt auf die Kaffeetafel, wenn du saftige Äpfel und knusprige Teigränder magst. Die dünnen Scheiben liegen dicht zwischen Boden und Teigdecke. Beim Anschneiden werden die einzelnen Apfelschichten sichtbar.
Diese eigene Variante verwendet einen einfachen Butter-Mürbeteig und eine rechteckige Form. Du schneidest den Kuchen später in lange Streifen statt in Tortenstücke. Plane 60 Minuten für die Vorbereitung einschließlich Teigruhe ein. Dazu kommen etwa 55 Minuten im Ofen und mindestens eine Stunde zum Abkühlen.
Äpfel zwischen zwei Butterteigschichten
Nimm feste Äpfel mit etwas Säure und wiege sie nach dem Schälen und Entkernen ab. Die Butter bleibt bis zur Verarbeitung im Kühlschrank.
- Weizenmehl. Type 405 ergibt einen feinen Mürbeteig, der sich dünn ausrollen lässt.
- Kalte Butter. Sie gibt dem Boden und der Decke ihren buttrigen Geschmack.
- Zucker. Er süßt sowohl den Teig als auch die leicht säuerliche Apfelfüllung.
- Ei. Es hält den Mürbeteig zusammen und erleichtert das Ausrollen.
- Äpfel. Dünne Scheiben bilden eine kompakte, saftige Schicht.
- Zitronensaft. Er bringt eine frische Säurenote in die Füllung.
- Speisestärke. Sie bindet einen Teil des austretenden Apfelsafts.
- Zimt. Eine kleine Menge würzt die Äpfel, ohne ihren Geschmack zu überdecken.
- Milch. Ein dünner Anstrich unterstützt die Bräunung der Teigdecke.
Füllen, verschließen und goldbraun backen
- Teig zusammenfügen. Mehl, Zucker und Salz mischen. Kalte Butter einarbeiten und das Ei zugeben. Nur kurz zu einem Teig zusammendrücken. Falls er trocken auseinanderfällt, wenig kaltes Wasser ergänzen.
- Teig kühlen. In eine etwas größere und eine kleinere Portion teilen. Flach drücken und abgedeckt 30 Minuten kalt stellen.
- Äpfel schneiden. Äpfel waschen, schälen und entkernen. 900 g Fruchtfleisch in etwa 2 mm dünne Scheiben schneiden und mit Zitronensaft mischen.
- Boden auslegen. Den Ofen auf 200 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Die größere Teigportion ausrollen und eine ausgelegte Metallform von 20 × 30 cm damit auskleiden. Einen etwa 2 cm hohen Rand formen.
- Apfelschichten einlegen. Zucker, Stärke und Zimt mischen und unmittelbar vor dem Füllen unter die Äpfel heben. Die Scheiben flach und überlappend auf dem Boden verteilen.
- Decke auflegen. Den übrigen Teig ausrollen und auf die Füllung legen. Mit dem Bodenrand verbinden. Sechs kleine Schlitze einschneiden und die Oberfläche dünn mit Milch bestreichen.
- Backen und abkühlen. Auf der unteren Schiene 15 Minuten backen. Auf 180 °C reduzieren und weitere 35-40 Minuten backen. Die Decke soll goldbraun sein und die Äpfel sollen sich durch einen Schlitz leicht einstechen lassen. Mindestens 60 Minuten abkühlen lassen und in zwölf Streifen schneiden.
Rheinisch inspirierter Apfelkuchen mit dünnen Scheiben
Die Scheibendicke entscheidet darüber, wie gleichmäßig die Füllung gart. Schneide die Apfelviertel möglichst durchgehend etwa 2 mm dünn. Einzelne dicke Stücke bleiben sonst fester als die übrigen Schichten. Ein scharfes Messer reicht dafür aus. Lege die Viertel mit einer flachen Schnittfläche auf das Brett, damit sie beim Schneiden sicher liegen.
Für diese Variante eignen sich feste, leicht säuerliche Äpfel wie Braeburn oder Granny Smith. Auch eine Mischung zweier Sorten schmeckt gut. Die Universität Maine erläutert die Auswahl von Äpfeln zum Backen und empfiehlt, Geschmack und Verwendungszweck zusammen zu betrachten.
Verteile die Scheiben in mehreren flachen Lagen. Drücke sie nur sanft an. So bleibt die Füllung gleichmäßig hoch und die Teigdecke liegt ohne große Hohlräume darauf. Die angegebene Apfelmenge meint ausschließlich geschältes und entkerntes Fruchtfleisch.
Kalter Teig lässt sich besser führen
Bearbeite den Mürbeteig nur so lange, bis er zusammenhält. Er muss nicht minutenlang geknetet werden. Drücke eine kleine Portion zwischen den Fingern zusammen. Bleibt sie verbunden, braucht der Teig kein zusätzliches Wasser. Zerfällt sie trocken, ergänze zunächst einen Esslöffel und prüfe erneut.
Die Hinweise der Iowa State University zur Teigverarbeitung betonen kalte Zutaten, zurückhaltendes Mischen und eine kurze Ruhezeit. Für diesen Mürbeteig sind 30 Minuten im Kühlschrank vorgesehen.
Rolle die Portionen zwischen zwei Bögen Backpapier aus. Ziehe den oberen Bogen ab und übertrage den Teig mithilfe des unteren Bogens. Kleine Risse kannst du mit einem Teigstück verschließen. Wird die Platte weich und klebrig, stelle sie vor dem Übertragen einige Minuten kalt. Ziehe den Teig beim Einlegen nicht straff. Er soll locker in der Form liegen.
Knuspriger Rand und durchgebackener Boden
Verwende eine rechteckige Metallform mit einem Innenmaß von ungefähr 20 × 30 cm. Eine deutlich kleinere Form ergibt eine höhere Füllung und verändert die Backzeit. Lege das Backpapier glatt ein und lass an zwei Seiten etwas überstehen. Daran kannst du den abgekühlten Kuchen später vorsichtig herausheben.
Heize den Ofen vollständig vor. Die erste Backphase bei 200 °C gibt dem Teig einen kräftigen Start. Danach gart die Füllung bei 180 °C weiter. Die untere Schiene hilft dem Boden beim Bräunen. Achte trotzdem auf die Oberfläche. Wird sie früh dunkel, lege ein Stück Alufolie locker darüber.
Die sechs Schlitze in der Decke bleiben offen. Prüfe gegen Ende durch einen davon mit einem kleinen Messer, ob die Äpfel weich sind. Eine goldbraune Oberfläche allein sagt wenig über die Füllung aus. Die Ränder dürfen kräftiger gebräunt sein, aber keine schwarzen Stellen bekommen.
Streifen schneiden und Reste aufbewahren
Schneide die 30 cm lange Seite in drei Abschnitte und die 20 cm breite Seite in vier. So entstehen zwölf Streifen von ungefähr 5 × 10 cm. Benutze ein scharfes Messer und schneide mit wenig Druck durch die Decke. Ein breiter Kuchenheber stützt die Stücke von unten. Zum Servieren reicht der Kuchen pur. Schlagsahne oder Vanilleeis kannst du separat dazustellen.
Reste nach dem Abkühlen abgedeckt im Kühlschrank aufbewahren und innerhalb von drei Tagen essen. Die Lagerungshinweise der Iowa State University für gefülltes Gebäck unterscheiden ausdrücklich zwischen Obstfüllungen und empfindlichen Creme- oder Eierfüllungen.
Zum Auffrischen die Streifen bei 160 °C Ober-/Unterhitze etwa 10-15 Minuten erwärmen. Die Mikrowelle macht den Teig eher weich. Einzelne vollständig ausgekühlte Stücke kannst du gut verpackt bis zu zwei Monate einfrieren. Im Kühlschrank auftauen und anschließend kurz im Ofen erwärmen.
Häufige Fragen
- Ist das ein überliefertes rheinisches Originalrezept?
Die hier beschriebene Fassung ist eine eigene, rheinisch inspirierte Variante. Sie setzt die Idee dünner Apfelscheiben zwischen zwei Teigschichten als rechteckigen Mürbeteigkuchen um.
- Welche Äpfel eignen sich für die Füllung?
Verwende feste, leicht säuerliche Äpfel wie Braeburn oder Granny Smith. Wiege 900 g nach dem Schälen und Entkernen ab. Sehr weiche Früchte ergeben eine weniger deutlich geschichtete Füllung.
- Kann ich den Kuchen mit fertigem Mürbeteig backen?
Ja, du brauchst ungefähr 700 g süßen Mürbeteig für Boden, Rand und Decke. Rolle ihn passend für eine Form von 20 × 30 cm aus. Beachte zusätzlich die Verarbeitungshinweise auf der Packung.
- Warum wird mein Kuchenboden weich?
Eine zu dicke Füllung, lange stehende gezuckerte Äpfel oder eine kurze Backzeit können dazu beitragen. Mische die Füllung erst unmittelbar vor dem Einlegen und backe auf der unteren Schiene. Lass den Kuchen offen abkühlen, bevor du ihn verpackst.
- Wie weit kann ich den Apfelkuchen vorbereiten?
Du kannst den Teig am Vorabend zubereiten und abgedeckt im Kühlschrank lagern. Lass ihn vor dem Ausrollen kurz etwas geschmeidiger werden. Schneide und würze die Äpfel möglichst erst am Backtag.
- Wie lange halten die Apfelkuchenstreifen?
Bewahre die ausgekühlten Stücke abgedeckt im Kühlschrank auf und iss sie innerhalb von drei Tagen. Für längere Lagerung kannst du sie portionsweise bis zu zwei Monate einfrieren. Wärme aufgetaute Stücke kurz im Ofen auf.
- Kann ich Zimt weglassen oder Nüsse ergänzen?
Du kannst den Zimt ohne weitere Anpassung weglassen. Als Variante passen 30 g gehackte Walnüsse in die Apfelfüllung. Damit enthält der Kuchen zusätzlich Schalenfrüchte und die Nährwerte verändern sich.