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Lasagne mit Bolognese und Béchamel braucht etwas Zeit, aber keine komplizierten Zutaten. Unter der goldbraunen Parmesankruste liegen zarte Nudelplatten, kräftige Fleischsoße und helle Béchamel. Die Soßen sollen die Nudeln vollständig umhüllen, ohne dass sich unten eine wässrige Pfütze bildet.
Diese Version reicht für sechs hungrige Esser. Das Ragù köchelt langsam, während du die weiße Soße vorbereitest. Am Ende übernimmt der Ofen. Mit der passenden Formgröße und einer kurzen Ruhezeit lassen sich anschließend ordentliche Stücke herausheben.
Zwei Soßen und eine Parmesankruste
Verwende Lasagneplatten, die laut Packung ohne Vorkochen in den Ofen dürfen. Schneide das Gemüse fein, damit es sich in der Fleischsoße verteilt und die Schichten gleichmäßig bleiben.
- Rinderhackfleisch. Es gibt der Bolognese ihre kräftige Basis und eine feinkrümelige Struktur.
- Zwiebel, Möhre und Staudensellerie. Fein gewürfelt bilden sie die Gemüsegrundlage der Soße.
- Olivenöl und Knoblauch. Das Öl dient zum Anbraten. Der Knoblauch würzt zurückhaltend.
- Tomatenmark und passierte Tomaten. Das Mark wird kurz mitgeröstet. Die passierten Tomaten verbinden Fleisch und Gemüse zu einer streichfähigen Soße.
- Lorbeerblatt. Es zieht beim Köcheln mit und wird vor dem Schichten entfernt.
- Butter, Weizenmehl und Vollmilch. Daraus entsteht eine glatte Béchamel, die sich zwischen den Nudelplatten verteilen lässt.
- Muskatnuss. Eine kleine Menge würzt die Milchsoße, ohne sie zu überdecken.
- Lasagneplatten. Sie bilden vier Nudelschichten und müssen überall von Soße bedeckt sein.
- Parmesan. Fein gerieben bildet er zusammen mit der oberen Béchamelschicht die goldbraune Kruste.
Lasagne mit Bolognese und Béchamel schichten
- Gemüse anschwitzen. Schneide Zwiebel, Möhre und Sellerie sehr fein. Erhitze das Öl in einem breiten Topf und dünste das Gemüse sechs Minuten bei mittlerer Hitze.
- Fleisch anbraten. Gib das Hackfleisch dazu und brate es etwa acht Minuten bei mittlerer bis hoher Hitze. Zerteile größere Klumpen. Rühre Knoblauch und Tomatenmark ein und röste beides eine Minute mit.
- Bolognese köcheln. Ergänze Tomaten, Wasser, Lorbeer, Salz und Pfeffer. Lass die Soße 90 Minuten mit schräg aufgelegtem Deckel sanft köcheln. Rühre gelegentlich um und ergänze bei Bedarf etwas Wasser. Entferne anschließend das Lorbeerblatt.
- Béchamel rühren. Schmelze während der letzten 15 Minuten der Schmorzeit die Butter in einem zweiten Topf. Rühre das Mehl ein und erhitze es ein bis zwei Minuten ohne Bräunung. Gib die Milch portionsweise unter kräftigem Rühren dazu. Lass die Soße fünf bis sieben Minuten sanft köcheln und würze sie mit Salz und Muskat.
- Vier Nudelschichten aufbauen. Heize den Ofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze vor. Verteile etwas Bolognese auf dem Boden einer etwa 30 x 20 cm großen Form. Schichte viermal Nudelplatten und Bolognese. Auf die ersten drei Fleischschichten kommt jeweils etwas Béchamel. Die restliche Béchamel bedeckt die vierte Fleischschicht. Streue den Parmesan darüber.
- Backen und ruhen lassen. Backe die Lasagne zunächst 30 Minuten locker abgedeckt und anschließend etwa 15 Minuten offen. Die Platten sollen weich und die Oberfläche goldbraun sein. Prüfe bei Bedarf die Temperatur im Inneren. Lass die Form vor dem Anschneiden 15 Minuten stehen.
Das Ragù soll langsam blubbern
Für diese Lasagne brauchst du eine Fleischsoße, die sich gut verstreichen lässt. Sie darf nach dem Köcheln nicht wie Suppe vom Löffel laufen. Ganz trocken sollte sie aber ebenfalls nicht werden. Ziehe mit dem Kochlöffel eine Spur über den Topfboden. Sie sollte sich langsam wieder schließen. Bleibt ein fester Graben stehen, rühre etwas Wasser ein.
Ein breiter Topf erleichtert das Anbraten. Zerteile das Fleisch und lass es zwischendurch kurz liegen, statt ununterbrochen zu rühren. Sobald die Tomaten im Topf sind, reduzierst du die Hitze. Einzelne kleine Blasen reichen. Starkes Kochen lässt die Soße schnell am Boden ansetzen.
Die 90 Minuten sind für das sanfte Köcheln vorgesehen. Wird das Ragù früher zu dick, ergänze Wasser esslöffelweise. Bleibt es am Ende dünn, nimm den Deckel für die letzten Minuten ganz ab. Schmecke erst danach endgültig ab, weil die Soße beim Einkochen kräftiger wird.
Béchamel glatt und fließfähig halten
Die Béchamel soll vom Löffel in einem breiten Band fließen. Eine sehr feste weiße Soße lässt sich schlecht verteilen und macht das Schichten unnötig mühsam. Mit 50 g Butter und 50 g Mehl auf 750 ml Milch bleibt sie für diese Lasagne ausreichend weich. Rühre besonders am Topfboden und in den Ecken.
Gib zunächst nur einen kleinen Teil der Milch zur Mehlschwitze. Rühre die entstehende Paste glatt und ergänze dann nach und nach den Rest. Dieses Vorgehen mit portionsweise zugegebener Milch beschreibt auch die Utah State University zur Zubereitung einer weißen Soße. Die Quelle erläutert die Technik, nicht diese Lasagneformel.
Falls trotzdem Klümpchen bleiben, kannst du die Soße durch ein feines Sieb streichen. Wird sie beim Warten zu fest, rühre schluckweise Milch ein. Muskat kommt sparsam dazu. Beginne mit einer kleinen Prise und schmecke anschließend ab.
Die Form bestimmt die Schichthöhe
Eine Form mit ungefähr 30 x 20 cm Innenmaß und mindestens 6 cm Höhe bietet Platz für die angegebenen Mengen. In einer deutlich größeren Form werden die Schichten flacher. Eine kleine Form kann überlaufen. Stelle sie deshalb nicht randvoll in den Ofen. Unter dem oberen Rand sollte noch etwas Platz bleiben.
Lege die Nudelplatten möglichst nebeneinander. Kleine Überschneidungen sind in Ordnung. Dicke Stapel aus mehreren trockenen Platten werden dagegen schwerer weich. Brich die Platten so zurecht, dass jede Lage den Boden gleichmäßig bedeckt. Für die oberste Schicht hältst du etwa 250 ml Béchamel zurück.
Die lockere Abdeckung während der ersten 30 Minuten schützt die Oberfläche vor zu früher Bräunung. Nutze einen geeigneten Deckel oder Alufolie mit Abstand zur Soße. Nach dem Abdecken bekommt der Parmesan Farbe. Prüfe zum Schluss mit einem Messer, ob es ohne harten Widerstand durch die Nudelschichten gleitet. Bei Bedarf verlängerst du die Backzeit in kleinen Schritten.
Vorbereiten, kühlen und wieder erwärmen
Du kannst beide Soßen am Vortag kochen und getrennt aufbewahren. Verteile sie zum Abkühlen in flache Behälter und stelle sie zügig kalt. Zum Schichten am nächsten Tag lockerst du die Béchamel bei Bedarf mit etwas Milch. Eine Lasagne aus kalten Zutaten braucht im Ofen länger als die hier beschriebene Form mit frisch gekochten Soßen.
Bewahre gegarte Reste abgedeckt im Kühlschrank auf und verbrauche sie innerhalb von zwei bis drei Tagen. Das Bundesinstitut für Risikobewertung empfiehlt rasches Abkühlen und gründliches Wiedererhitzen. Der Kühlschrank sollte möglichst unter 5 °C bleiben. Beim Erhitzen müssen alle Stellen mindestens zwei Minuten lang 70 °C erreichen.
Erwärme einzelne Stücke abgedeckt in einer kleinen Ofenform. Ein wenig Wasser am Boden schützt die Ränder vor dem Austrocknen. Kontrolliere die Temperatur in der Mitte mit einem Küchenthermometer. Zum Einfrieren eignen sich abgekühlte Einzelportionen. Taue sie im Kühlschrank auf und erhitze sie anschließend vollständig.
Häufige Fragen
- Muss ich die Lasagneplatten vorkochen?
Für dieses Rezept verwendest du ausdrücklich Platten, die ohne Vorkochen geeignet sind. Beachte die Packungsangabe und bedecke sie vollständig mit Soße. Andere Platten bereitest du nach Herstellerangabe vor, bevor du sie schichtest.
- Kann ich gemischtes Hackfleisch statt Rinderhack nehmen?
Ja, du kannst die 600 g Rinderhack durch dieselbe Menge gemischtes Hackfleisch ersetzen. Die Soße kann dadurch etwas fettreicher ausfallen. Brate das Fleisch ebenso gründlich an und behalte die Schmorzeit bei.
- Warum wird meine Lasagne zu flüssig?
Oft ist die Bolognese vor dem Schichten noch zu dünn. Lass sie ohne Deckel weiterköcheln, bis sie streichfähig ist. Schneide die fertige Lasagne außerdem erst nach 15 Minuten Ruhezeit an.
- Kann ich die Lasagne am Vortag vorbereiten?
Am einfachsten bereitest du die beiden Soßen getrennt vor und lagerst sie nach raschem Abkühlen im Kühlschrank. Schichte die Lasagne am nächsten Tag. Plane bei kalten Soßen zusätzliche Backzeit ein und prüfe die Temperatur im Inneren.
- Wie lange halten sich die Reste?
Gegarte Lasagne hält sich bei zügigem Abkühlen und durchgehender Kühlschranklagerung zwei bis drei Tage. Bewahre sie in geschlossenen Behältern auf. Erhitze sie vor dem Essen vollständig, auch in der Mitte.
- Lässt sich die Lasagne glutenfrei zubereiten?
Verwende glutenfreie Lasagneplatten und eine für helle Soßen geeignete glutenfreie Mehlmischung. Halte dich bei der Mehlmenge und der Backzeit an die jeweiligen Packungsangaben. Das Grundrezept mit Weizenmehl und Weizennudeln ist nicht glutenfrei.
- Was passt zu Lasagne mit Bolognese und Béchamel?
Ein grüner Salat mit einem schlichten Essig-Öl-Dressing ergänzt die reichhaltige Lasagne gut. Auch ein Tomaten-Gurken-Salat passt dazu. Die sechs Portionen sind als Hauptgericht gerechnet, eine weitere sättigende Beilage ist nicht nötig.