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Hähnchen-Curry mit Ananas schmeckt mild, herzhaft und angenehm fruchtig. Zwischen den Fleischstücken sitzen saftige Ananaswürfel. Kleine Apfelstücke werden beim Köcheln weich und ergänzen die goldgelbe Sahnesoße.
Das Rezept passt zu einem Familienessen ohne aufwendige Vorbereitung. Während der Reis kocht, entsteht das Curry in einer großen Pfanne. Ein wenig Zitronensaft am Schluss hält die Süße im Gleichgewicht.
Frucht und Würze für die Pfanne
Nimm Ananas aus der Dose in eigenem Saft und lass sie gut abtropfen. Ein säuerlicher Apfel und mildes Currypulver passen zur cremigen Soße.
- Hähnchenbrust. Gleichmäßig geschnittene Würfel lassen sich gut anbraten und anschließend in der Soße fertig garen.
- Zwiebel und Apfel. Die Zwiebel liefert eine herzhafte Grundlage. Kleine Apfelwürfel geben milde Süße und werden beim Garen weich.
- Ananas. Gut abgetropfte Stücke bringen Fruchtigkeit, ohne die Soße unnötig zu verdünnen.
- Rapsöl und Currypulver. Das Öl dient zum Anbraten. Das Gewürz wird kurz mitgedünstet und verteilt sich anschließend in der Soße.
- Hühnerbrühe und Sahne. Zusammen ergeben sie eine cremige Soße mit genug Flüssigkeit zum Fertiggaren.
- Sojasoße und Zitronensaft. Sie setzen herzhafte und säuerliche Akzente gegen die Süße der Früchte.
- Speisestärke. Eine kleine Menge bindet die Soße, ohne sie schwer zu machen.
- Basmatireis und Petersilie. Der Reis nimmt die Soße auf. Petersilie gibt einen frischen Abschluss.
Hähnchen-Curry mit Ananas Schritt für Schritt
- Alles vorbereiten. Zwiebel fein würfeln. Den Apfel schälen und entkernen, dann in etwa 1 cm große Würfel schneiden. Ananas abtropfen lassen und in etwa 2 cm große Stücke schneiden. Hähnchen auf einem separaten Brett in etwa 2 cm große Würfel schneiden und nicht abwaschen.
- Reis aufsetzen. Den Reis nach Packungsangabe mit Wasser und einem Teil des Salzes garen. Er kocht parallel zum Curry.
- Fleisch portionsweise anbraten. In einer großen Pfanne jeweils 1 EL Öl erhitzen. Das Hähnchen in zwei Portionen bei mittlerer bis hoher Hitze jeweils etwa 3 Minuten rundherum anbraten. Auf einem Teller zwischenlagern. Es wird später vollständig durchgegart.
- Zwiebel und Apfel dünsten. Die Hitze auf mittlere Stufe reduzieren. Zwiebel und Apfel im verbliebenen Fett etwa 4 Minuten unter Rühren dünsten. Currypulver zugeben und 30 Sekunden mitrühren.
- Soße aufgießen. Brühe und Sahne einrühren. Den Bratensatz vom Pfannenboden lösen und die Soße kurz aufkochen.
- Curry fertig garen. Hähnchen samt ausgetretenem Saft und Ananas zugeben. Unter gelegentlichem Rühren etwa 6-8 Minuten sanft köcheln lassen. Mit einem Küchenthermometer prüfen, dass auch die größten Fleischstücke im Kern mindestens 70 °C erreichen und diese Temperatur mindestens 2 Minuten halten. Bei Bedarf länger garen.
- Binden und abschmecken. Stärke mit 1 EL kaltem Wasser glatt rühren. In die köchelnde Soße geben und etwa 1 Minute rühren. Sojasoße und Zitronensaft zufügen. Mit dem übrigen Salz und Pfeffer abschmecken. Mit Reis anrichten und mit Petersilie bestreuen.
Gleichmäßige Würfel statt trockener Fleischstücke
Schneide das Hähnchen möglichst gleichmäßig. Bei sehr unterschiedlichen Größen sind die kleinen Stücke schon fertig, während die großen noch Zeit brauchen. Etwa 2 cm große Würfel passen gut zu diesem kurzen Pfannengericht. Lass beim Anbraten etwas Platz zwischen ihnen. Für 600 g Fleisch sind zwei Portionen in einer Pfanne mit etwa 28 cm Durchmesser sinnvoll.
Das Anbraten gibt den Oberflächen etwas Farbe. Vollständig gegart wird das Fleisch anschließend in der Soße. Halte diese dabei sanft am Köcheln und rühre gelegentlich um. Starkes Sprudeln ist unnötig.
Verlasse dich bei der Garzeit nicht allein auf die Uhr. Das BfR empfiehlt für Geflügel mindestens 70 °C im Kern für zwei Minuten. Prüfe mehrere der größten Stücke. Bereite Obst und Zwiebel vor dem rohen Fleisch vor. Reinige danach Hände, Brett und Messer gründlich.
Die Süße gezielt ausbalancieren
Für dieses Curry reichen die Süße der Ananas und ein kleiner Apfel. Zusätzlichen Zucker brauchst du nicht. Lass die Dosenananas im Sieb abtropfen, während du die anderen Zutaten schneidest. So gelangt weniger Saft in die Pfanne und die Soße bleibt cremig.
Die angegebenen 300 g beziehen sich auf das abgetropfte Fruchtfleisch. Schau deshalb beim Einkauf auf das Abtropfgewicht. Ananas in Sirup macht das Gericht süßer als Ananas in eigenem Saft. Frische Ananas funktioniert ebenfalls. Entferne Schale und harten Strunk und wiege 300 g Fruchtfleisch ab.
Schmecke erst ab, wenn die Früchte einige Minuten mitgekocht haben. Ein Esslöffel Zitronensaft bringt einen säuerlichen Gegenpol. Ist dir das Curry noch zu süß, ergänze Zitronensaft teelöffelweise. Die Sojasoße gibt Würze, bringt aber auch Salz mit. Verwende deshalb zunächst wenig zusätzliches Salz. Für mehr Schärfe kannst du am Tisch eine Prise Chiliflocken ergänzen.
Cremige Soße ohne schwere Bindung
Die Soße soll die Fleischstücke umhüllen und sich trotzdem gut mit dem Reis vermischen lassen. Sahne mit 30 % Fett gibt ihr eine cremige Grundlage. Ein Teelöffel Speisestärke reicht als leichte zusätzliche Bindung für die angegebene Flüssigkeitsmenge. Rühre die Stärke zuerst mit kaltem Wasser glatt und gib sie dann unter Rühren in die köchelnde Soße.
Ist die Soße zu dick, füge heißes Wasser esslöffelweise hinzu. Bleibt sie zu dünn, verrühre einen weiteren halben Teelöffel Stärke mit etwas kaltem Wasser. Lass sie danach erneut kurz köcheln. Langes Einkochen mit dem Hähnchen ist weniger günstig, weil das Fleisch dabei weitergart.
Du kannst die Sahne durch 200 ml ungesüßte Kokosmilch ersetzen. Dann schmeckt das Curry deutlich nach Kokos. Für eine glutenfreie Variante brauchst du ausdrücklich glutenfreie Sojasoße und entsprechend gekennzeichnete Brühe sowie Gewürze. Prüfe bei Unverträglichkeiten immer die Zutatenlisten der verwendeten Produkte.
Reste kühlen und Reis getrennt aufbewahren
Verteile übrig gebliebenes Curry zügig auf flache Behälter und stelle es nach kurzem Abdampfen in den Kühlschrank. Bewahre es abgedeckt bei möglichst unter 5 °C auf. Verbrauche es innerhalb von zwei Tagen. Das liegt innerhalb der BfR-Empfehlung von zwei bis drei Tagen für gekühlte gegarte Speisen.
Reis braucht einen eigenen Zeitplan. Kühle ihn in kleinen Portionen möglichst innerhalb einer Stunde und verbrauche ihn gekühlt innerhalb von 24 Stunden. Erhitze ihn nur einmal erneut und vollständig. Diese Hinweise stammen aus den Aufbewahrungsempfehlungen der britischen Lebensmittelbehörde für Reis. Lass ihn nicht im warmen Kochtopf stehen.
Erwärme das Curry mit einem kleinen Schluck Wasser unter regelmäßigem Rühren. Auch beim Aufwärmen sollen alle Stellen mindestens 70 °C für zwei Minuten erreichen. Wenn du vorkochst, lagere Curry und Reis getrennt. Für später aufbewahrtes Curry kannst du den Reis auch frisch zubereiten.
Häufige Fragen
- Kann ich frische Ananas statt Dosenananas verwenden?
Ja. Wiege nach dem Schälen und Entfernen des harten Strunks 300 g Fruchtfleisch ab. Schneide es in etwa 2 cm große Stücke und gib es wie die Dosenananas zum Hähnchen in die Soße.
- Kann ich das Hähnchen-Curry ohne Sahne kochen?
Ersetze die 200 ml Sahne durch dieselbe Menge ungesüßte Kokosmilch. Die übrigen Mengen bleiben gleich. Für eine vollständig milchfreie Variante prüfst du zusätzlich die Zutatenlisten von Brühe und Gewürzmischung.
- Wie lange hält sich das Curry im Kühlschrank?
Kühle es zügig in flachen Behältern und verbrauche es bei möglichst unter 5 °C innerhalb von zwei Tagen. Reis bewahrst du getrennt auf und verbrauchst ihn innerhalb von 24 Stunden. Erwärme nur die Portion, die du essen möchtest, und erhitze sie vollständig.
- Wie verhindere ich trockenes Hähnchen?
Schneide gleichmäßige Würfel und brate sie zunächst nur kurz portionsweise an. Gare sie danach bei sanftem Köcheln in der Soße fertig. Prüfe mindestens 70 °C im Kern für zwei Minuten und vermeide anschließend unnötig langes Weiterkochen.
- Ist dieses Hähnchen-Curry glutenfrei?
Die Grundversion enthält herkömmliche Sojasoße, die häufig Weizen enthält. Verwende für eine glutenfreie Variante ausdrücklich glutenfreie Sojasoße. Auch Brühe, Currypulver und Speisestärke müssen für deinen Bedarf geeignet sein.
- Was passt außer Reis zum Curry?
Fladenbrot eignet sich gut zum Aufnehmen der Soße. Auch gekochte Kartoffeln passen zur milden Würzung. Dazu schmeckt ein Gurkensalat mit einem schlichten Zitronendressing.
Quellen
Für die Erstellung und Qualitätssicherung der Inhalte wurden verlässliche Quellen verwendet.
- https://www.bfr.bund.de/fragen-und-antworten/thema/ausgewaehlte-fragen-und-antworten-zu-gefluegelfleisch
- https://www.bfr.bund.de/fragen-und-antworten/thema/lebensmittelinfektionen-im-privathaushalt-quellen-erkennen-risiken-vermeiden
- https://www.gov.uk/government/publications/home-food-fact-checker/home-food-fact-checker