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Kartoffelsalat mit warmer Brühe, Essig und Zwiebeln lebt von zarten Scheiben und einem würzigen Sud. Die Kartoffeln sollen saftig glänzen und auf der Gabel zusammenhalten. Mayonnaise brauchst du dafür nicht.
Die Zwiebeln köcheln kurz in Gemüsebrühe und werden dadurch angenehm mild. Etwas Senf rundet die Säure ab. Das Rezept ergibt vier großzügige Beilagenportionen und schmeckt frisch zubereitet besonders gut lauwarm.
Kartoffeln und ein kräftiger Zwiebelsud
Nimm möglichst gleich große, festkochende Kartoffeln für gleichmäßiges Garen. Eine nicht zu salzige Gemüsebrühe lässt dir beim Abschmecken mehr Spielraum.
- Festkochende Kartoffeln. Sie bilden die Grundlage und lassen sich nach dem Garen in zusammenhängende Scheiben schneiden.
- Zwiebel. Fein gewürfelt und in Brühe gegart bringt sie Würze ohne grobe, scharfe Stücke.
- Gemüsebrühe. Sie macht den Salat saftig und verteilt die Würze zwischen den Kartoffelscheiben.
- Weißweinessig. Er liefert die klare Säure. Verwende normalen Speiseessig mit 5 % Säure.
- Mittelscharfer Senf. Eine kleine Menge gibt dem Sud zusätzliche Würze.
- Zucker. Er rundet den Essig ab, ohne den Salat süß zu machen.
- Rapsöl. Es kommt zuletzt dazu und hinterlässt einen feinen Glanz.
- Salz und schwarzer Pfeffer. Sie werden vorsichtig dosiert, weil die Brühe bereits gewürzt ist.
Warm schneiden, behutsam vermengen
- Kartoffeln garen. Wasche die Kartoffeln und bedecke sie im Topf mit kaltem Wasser. Koche sie auf und gare sie bei sanftem Köcheln je nach Größe 25-30 Minuten, bis ein kleines Messer ohne harten Widerstand hineingleitet.
- Zwiebelbrühe kochen. Würfle währenddessen die geschälte Zwiebel sehr fein. Koche sie mit 250 ml Gemüsebrühe auf und lass sie 5 Minuten sanft köcheln. Halte weitere 50 ml Brühe zum Nachjustieren bereit.
- Kartoffeln schneiden. Gieße die Kartoffeln ab und lass sie etwa 5 Minuten ausdampfen. Pelle sie, sobald du sie mit einer Gabel sicher halten kannst. Schneide sie noch warm in etwa 4 mm dicke Scheiben und gib sie in eine breite Schüssel.
- Den Sud abschmecken. Nimm die Zwiebelbrühe vom Herd. Rühre 3 EL Essig, 2 TL Senf, 1 TL Zucker, zunächst 1/2 TL Salz und 1/4 TL Pfeffer ein. Verteile den heißen Sud über den Kartoffeln und hebe ihn vorsichtig unter.
- Kurz ziehen lassen. Lass den Salat 20 Minuten ziehen und wende ihn nach etwa 10 Minuten einmal behutsam. Die Flüssigkeit soll sich mit den Kartoffeln verbinden.
- Öl unterheben und servieren. Hebe 3 EL Rapsöl unter. Falls der Salat trocken wirkt, ergänze die übrige Brühe esslöffelweise. Schmecke mit dem restlichen Salz nach Bedarf ab und serviere ihn lauwarm. Für später vorgesehene Portionen zügig in flache Behälter füllen und kühlen.
Kartoffelsalat mit Brühe braucht feste Scheiben
Festkochend bedeutet hier nicht, dass die Kartoffeln einen harten Kern behalten sollen. Sie müssen vollständig gar sein. Prüfe deshalb gegen Ende der Kochzeit eine der größeren Kartoffeln mit einem kleinen Messer. Bleibt es in der Mitte hängen, brauchen sie noch etwas Zeit. Stark sprudelndes Wasser ist unnötig. Ein ruhiges Köcheln reicht.
Auch die Universität von Arkansas empfiehlt schnittfeste Kartoffeln für Kartoffelsalat und das Würzen der noch heißen Kartoffeln. Für dieses Rezept schneidest du sie nach kurzem Ausdampfen. Arbeite mit einem scharfen Messer und drücke nicht auf die Knollen. Etwa 4 mm dicke Scheiben sind ein guter Ausgangspunkt. Sehr dünne Scheiben zerbrechen leichter. Einige kleine Bruchstücke sind trotzdem erwünscht. Sie geben dem Sud etwas Körper. Fällt dagegen fast jede Scheibe auseinander, rühre nicht weiter und serviere den Salat etwas rustikaler.
Saftig statt Brühe am Schüsselboden
Die ersten Minuten nach dem Angießen sehen manchmal zu flüssig aus. Warte trotzdem ab, bevor du etwas abgießt. Nach der vorgesehenen Ziehzeit lässt sich die Konsistenz besser beurteilen. Beim Neigen der Schüssel darf etwas Sud zusammenlaufen. Die Scheiben sollen aber nicht in einer großen Pfütze schwimmen.
Deshalb kommen zunächst nur 250 ml Brühe an ein Kilogramm Kartoffeln. Die übrigen 50 ml sind eine Reserve. Hebe erst das Öl unter und entscheide dann, ob der Salat noch Flüssigkeit braucht. Gib die zusätzliche Brühe esslöffelweise dazu. Nicht jede Kartoffelcharge verhält sich gleich.
Zum Vermengen reicht ein breiter Löffel. Fahre am Schüsselrand nach unten und hebe die unteren Scheiben nach oben. Kräftiges Rühren zerdrückt sie. Ist der Salat bereits zu weich, helfen weder mehr Öl noch längeres Mischen. Lass ihn kurz ruhen und richte ihn vorsichtig an.
Essig und Zwiebeln ausgewogen dosieren
Für dieses Rezept passen 45 ml Weißweinessig mit 5 % Säure. Essigessenz lässt sich nicht in derselben Menge verwenden. Ein milder Apfelessig mit gleichem Säuregehalt ist eine brauchbare Alternative. Sein Geschmack ist etwas fruchtiger. Dunkler Balsamico verändert dagegen Farbe und Charakter des Salats deutlich.
Die Zwiebel wird fein gewürfelt und fünf Minuten in der Brühe gegart. So verteilt sie sich gut zwischen den Scheiben und bleibt weniger bissig als roh hinzugegebene Stücke. Bräune sie nicht an, wenn du beim hellen Zwiebelsud bleiben möchtest.
Schmecke erst nach der Ziehzeit endgültig ab. Probiere dabei eine Kartoffelscheibe zusammen mit etwas Sud. Fehlt Würze, beginne mit wenig Salz. Fehlt Säure, ergänze Essig teelöffelweise. Bei zu viel Säure können ein bis zwei Esslöffel zusätzliche Brühe den Geschmack etwas mildern. Mehr Zucker macht einen deutlich übersäuerten Salat hingegen schnell süßsauer.
Vorbereiten, kühlen und passend servieren
Du kannst den Salat morgens für den Abend vorbereiten. Fülle ihn nach der kurzen Ziehzeit in flache Behälter und stelle ihn zügig in den Kühlschrank. Lass ihn nicht bis zum Abend auf der Arbeitsplatte stehen. Das Bundesinstitut für Risikobewertung empfiehlt für vorbereitete Speisen gekühlte Lagerung bei höchstens 7 °C, besser 5 °C. Erhitzte Mahlzeiten sollen innerhalb von 2-3 Tagen verbraucht werden. Für diesen Salat plane vorsichtshalber höchstens zwei Tage ein.
Nimm zum Essen nur die benötigte Portion heraus. Kalt schmeckt der Salat ebenfalls. Nach der Kühlschranklagerung kann er fester wirken. Lockere ihn bei Bedarf mit wenig Brühe und hebe diese behutsam unter.
Als Beilage passt er zu Bratwürstchen oder gebratenem Fisch. Für ein veganes Essen serviere ihn mit gebratenen Pilzen oder knusprigem Tofu. Am Buffet sind mehrere kleine Schüsseln praktischer als eine große. Halte den Vorrat bis zum Nachfüllen gekühlt.
Häufige Fragen
- Welche Kartoffeln eignen sich für Kartoffelsalat mit Brühe?
Nimm festkochende Kartoffeln von möglichst ähnlicher Größe. Gare sie vollständig, damit kein harter Kern bleibt. Mehligkochende Kartoffeln zerfallen beim Schneiden und Vermengen leichter.
- Kann ich Weißweinessig durch Apfelessig ersetzen?
Ja, verwende dieselbe Menge Apfelessig mit 5 % Säure. Er bringt eine etwas fruchtigere Note mit. Essigessenz ist kein Ersatz in gleicher Menge.
- Wie lange muss der Kartoffelsalat ziehen?
Für dieses Rezept sind 20 Minuten vorgesehen. Wende den Salat nach etwa 10 Minuten vorsichtig und gib das Öl am Ende dazu. Wenn du ihn erst später essen möchtest, lass ihn anschließend im Kühlschrank weiterziehen.
- Kann ich den Kartoffelsalat am Vortag zubereiten?
Ja. Fülle ihn nach der kurzen Ziehzeit in flache Behälter und kühle ihn zügig. Bewahre ihn abgedeckt bei möglichst 5 °C auf und verbrauche ihn innerhalb von zwei Tagen.
- Ist dieser Kartoffelsalat vegan und glutenfrei?
Ja, mit der angegebenen veganen, glutenfreien Gemüsebrühe und entsprechendem Senf. Verwende auch vegan gekennzeichneten Weißweinessig. Senf ist enthalten, und die Brühe kann zusätzlich Sellerie enthalten.
- Was hilft, wenn der Kartoffelsalat zu trocken ist?
Hebe nach der Ziehzeit zunächst das Öl unter. Ergänze dann die zurückbehaltene Brühe esslöffelweise. Warte nach jeder Zugabe kurz, bevor du mehr Flüssigkeit hinzufügst.
- Wozu passt Kartoffelsalat ohne Mayonnaise?
Er passt zu Bratwürstchen, Frikadellen oder gebratenem Fisch. Gebratene Pilze und knuspriger Tofu eignen sich als vegane Begleitung. Die vier Portionen sind als großzügige Beilage berechnet.