Rinderroulade mit Speck, Zwiebel und Gewürzgurke in dunkler Schmorsoße Pin it
Rinderroulade mit Speck, Zwiebel und Gewürzgurke in dunkler Schmorsoße

Beef Rouladen sind hier klassische Rinderrouladen mit einer herzhaften Füllung aus Speck, Zwiebeln und Gewürzgurke. Senf gibt Würze. Dazu kommt eine dunkle Soße, die ihren Geschmack aus dem Bratensatz und geröstetem Gemüse bekommt.

Plane für dieses Essen gut drei Stunden ein. Ein großer Teil davon ist ruhige Schmorzeit. Die Soße kommt ohne Rotwein aus und passt zu Kartoffelklößen ebenso wie zu Salzkartoffeln.

Was die Rouladenfüllung würzig macht

Kaufe vier gleichmäßig dünne Rouladenscheiben und möglichst durchwachsenen Speck in feinen Scheiben. Eine salzarme Brühe lässt dir beim Abschmecken mehr Spielraum.

Rindfleisch, Speck, Senf, Gurken und Gemüse für vier Rinderrouladen
Rindfleisch, Speck, Senf, Gurken und Gemüse für vier Rinderrouladen
  • Rindfleisch. Große Scheiben aus der Oberschale lassen sich gut füllen und aufrollen.
  • Mittelscharfer Senf. Er würzt die Innenseite und verbindet sich beim Schmoren mit der Füllung.
  • Durchwachsener Speck. Dünne Scheiben bringen Rauchgeschmack und eine saftige Füllung.
  • Zwiebeln. Feine Streifen kommen in die Rouladen. Grobe Würfel bilden die Grundlage der Soße.
  • Gewürzgurken. Ihre Säure setzt einen deutlichen Gegenpunkt zum kräftigen Fleisch.
  • Möhre und Knollensellerie. Das Gemüse gibt der Soße einen runden Geschmack.
  • Tomatenmark. Kurz angeröstet vertieft es Farbe und Würze.
  • Rinderbrühe und Lorbeer. Sie bilden die Schmorflüssigkeit.
  • Maisstärke. Eine kleine Menge bindet die passierte Soße, ohne sie schwer zu machen.

Beef Rouladen wickeln und schmoren

  1. Alles vorbereiten. Schneide eine Zwiebel in feine Streifen und die übrigen beiden in grobe Würfel. Viertele die Gurken längs und würfle Möhre sowie Sellerie.
  2. Füllen und schließen. Tupfe die Fleischscheiben trocken und bestreiche sie mit Senf. Würze sparsam, belege jede mit zwei Speckscheiben, Zwiebelstreifen und einer geviertelten Gurke. Schlage die Längsseiten etwas ein, rolle das Fleisch auf und sichere es mit Küchengarn.
  3. Rundum anbraten. Erhitze das Öl im Bräter. Brate die Rouladen in zwei Durchgängen jeweils 5-6 Minuten rundum braun und lege sie auf einen separaten Teller.
  4. Soßenansatz rösten. Bräune die Zwiebelwürfel und das Wurzelgemüse etwa 8 Minuten. Röste das Tomatenmark 1 Minute mit. Lösche mit 100 ml Brühe ab und löse den braunen Bratensatz.
  5. Sanft schmoren. Gib weitere 500 ml Brühe und Lorbeer dazu. Lege die Rouladen hinein und lasse sie zugedeckt bei kleiner Hitze 105-135 Minuten leise köcheln. Wende sie nach etwa einer Stunde. Ergänze bei Bedarf Brühe und prüfe gegen Ende mit einer Gabel, ob das Fleisch weich ist.
  6. Soße fertigstellen. Nimm die Rouladen heraus und entferne Garn und Lorbeer. Passiere die Soße durch ein Sieb. Koche sie kurz ein und binde sie mit kalt angerührter Maisstärke. Erwärme die Rouladen darin und schmecke erst jetzt endgültig ab.
Rinderrouladen beim Füllen, Anbraten und Schmoren sowie fertig mit dunkler Soße
Rinderrouladen beim Füllen, Anbraten und Schmoren sowie fertig mit dunkler Soße

Dünne Scheiben brauchen eine maßvolle Füllung

Für vier ordentliche Portionen reichen vier Fleischscheiben mit jeweils etwa 200 g. Lass sie beim Einkauf möglichst quer zur Faser schneiden. Eine Dicke von ungefähr 4-5 mm ist handlich. Sehr dicke Stellen kannst du zwischen zwei Lagen geeigneter Küchenfolie vorsichtig mit der glatten Seite eines Fleischklopfers angleichen. Das Fleisch soll dabei nicht reißen.

Verteile die Füllung flach und lasse am hinteren Ende etwa zwei Zentimeter frei. Dort schließt sich die Rolle. Grobe Zwiebelstücke machen das Wickeln unnötig schwierig. Schneide die Füllzwiebel deshalb in feine Streifen und lege die Gurkenstücke quer zur Rollrichtung auf.

Schlage die langen Seiten nur ein wenig ein. Rolle anschließend vom kurzen Ende her gleichmäßig auf. Mit Küchengarn lässt sich auch eine unregelmäßige Fleischscheibe sicher schließen. Zwei bis drei Bindungen pro Roulade genügen meist. Ziehe sie so fest, dass die Rolle hält, ohne das Fleisch einzuschnüren. Entferne das Garn vor dem Servieren vollständig.

Leises Köcheln statt sprudelnder Hitze

Nach dem Anbraten braucht das Fleisch Zeit. Die Schmoranleitung der Purdue Extension beschreibt dafür langsames Garen mit wenig Flüssigkeit im geschlossenen Topf. Feuchte Wärme macht geeignete festere Fleischstücke nach und nach weich. Beim Schmoren liegt das Fleisch nur teilweise in der Flüssigkeit.

Wähle einen Bräter, in dem die vier Rouladen nebeneinander Platz haben. Die Brühe sollte ungefähr bis zur halben Höhe reichen. Wie viel du dafür brauchst, hängt von der Topfform ab. Die angegebenen 800 ml enthalten deshalb eine Reserve zum Nachgießen.

Stelle die Hitze so ein, dass nur vereinzelte kleine Bläschen aufsteigen. Prüfe nach 105 Minuten die erste Roulade. Lässt sich eine Gabel noch schwer hineinstechen, schmore weitere 15 Minuten und prüfe erneut. Die Zeit ist ein Richtwert. Für das sichere Durchgaren sollen auch im Inneren mindestens 70 °C für zwei Minuten erreicht werden. Prüfe die Temperatur im Zweifel mit einem Fleischthermometer.

Dunkle Soße ohne Wein herstellen

Die Farbe beginnt beim Anbraten. Tupfe die Rouladen außen trocken und lege nur zwei gleichzeitig in den heißen Bräter. Gib ihnen Zeit, bevor du sie wendest. Der Boden darf braune Ansätze bekommen. Schwarze Stellen schmecken dagegen bitter und gehören nicht in die Soße.

Röste anschließend die groben Zwiebelwürfel mit Möhre und Sellerie. Rühre regelmäßig um, damit die Schnittflächen Farbe bekommen. Das Tomatenmark kommt erst danach dazu. Sobald es etwas dunkler wird, gießt du die ersten 100 ml Brühe an. Löse den Bratensatz mit einem Holzlöffel.

Für eine glatte Soße gießt du den fertigen Schmoransatz durch ein feines Sieb. Drücke das Gemüse leicht aus. Koche die Flüssigkeit zunächst einige Minuten ein und rühre dann die Maisstärke mit kaltem Wasser glatt. Gib sie unter Rühren dazu und lasse die Soße 1-2 Minuten köcheln. Sie soll einen Löffel dünn überziehen. Ist sie zu dick, hilft ein kleiner Schluck Wasser.

Vorkochen, aufbewahren und passend servieren

Du kannst die Rouladen am Vortag vollständig zubereiten. Verteile sie mit der Soße zum Abkühlen auf mehrere flache Behälter. Lass den großen Bräter nicht über Nacht auf dem Herd stehen. Das Bundesinstitut für Risikobewertung empfiehlt, warme Speisen innerhalb weniger Stunden auf unter 7 °C abzukühlen und gegarte Reste im Kühlschrank innerhalb von zwei bis drei Tagen zu verbrauchen.

Zum Aufwärmen gibst du die Rouladen mit ihrer Soße in einen Topf. Ergänze etwas Wasser, falls die Soße stark gebunden ist. Erwärme alles zugedeckt und wende die Rouladen gelegentlich. Nach der BfR-Empfehlung müssen beim Aufwärmen alle Stellen mindestens 70 °C für zwei Minuten erreichen.

Für später kannst du vollständig abgekühlte Portionen mit Soße einfrieren. Taue sie im Kühlschrank auf. Als Beilage passen Kartoffelklöße oder Salzkartoffeln, die reichlich Soße aufnehmen. Rotkohl ergänzt die säuerliche Gurkenfüllung. Plane Beilagen separat ein, denn Mengen und Nährwerte dieses Rezepts beziehen sich ausschließlich auf Rouladen und Soße.

Aufgeschnittene Rinderroulade mit Gurkenfüllung und dunkler Soße
Aufgeschnittene Rinderroulade mit Gurkenfüllung und dunkler Soße

Häufige Fragen

Welches Fleisch eignet sich für Rinderrouladen?

Große, dünne Scheiben aus der Rinderoberschale sind eine praktische Wahl. Lass sie möglichst quer zur Faser schneiden und achte auf eine gleichmäßige Dicke von etwa 4-5 mm. Sehr dicke Stellen kannst du vorsichtig flach klopfen.

Kann ich Rouladen ohne Speck machen?

Ja. Lass den Speck weg und behalte Senf, Zwiebel und Gewürzgurke als Füllung bei. Der Geschmack wird weniger rauchig und die Füllung etwas weniger reichhaltig. Würze die fertige Soße nach deinem Geschmack.

Warum sind meine Rouladen noch zäh?

Häufig brauchen sie noch Schmorzeit. Prüfe den Flüssigkeitsstand und lasse sie zugedeckt weitere 15 Minuten leise köcheln. Wiederhole die Gabelprobe, statt die Hitze stark zu erhöhen.

Kann ich die Rouladen am Vortag zubereiten?

Ja, gare sie vollständig und kühle sie mit der Soße zügig in flachen Behältern herunter. Bewahre sie im Kühlschrank auf und verbrauche sie innerhalb von zwei bis drei Tagen. Erhitze beim Aufwärmen auch das Innere mindestens zwei Minuten auf 70 °C.

Sind diese Rouladen glutenfrei und milchfrei?

Das Rezept enthält keine Milchprodukte und verwendet Maisstärke statt Weizenmehl. Verwende ausdrücklich glutenfreie Rinderbrühe und glutenfreien Senf und prüfe auch die übrigen verarbeiteten Zutaten. Senf und Sellerie bleiben enthaltene Allergene.

Welche Beilagen passen zu Beef Rouladen?

Kartoffelklöße, Salzkartoffeln oder Kartoffelpüree passen zur kräftigen Soße. Rotkohl oder gedünsteter Wirsing ergänzen das Essen. Die Beilagen sind nicht in den angegebenen Nährwerten enthalten.

Quellen

Für die Erstellung und Qualitätssicherung der Inhalte wurden verlässliche Quellen verwendet.

Beef Rouladen mit Speck und Gewürzgurke

Vorbereitungszeit:
30 Minuten
Aktive Zeit:
155 Minuten
Gesamtzeit:
185 Minuten
Portionen:
4
Rinderroulade mit Speck, Zwiebel und Gewürzgurke in dunkler Schmorsoße

Klassische Rinderrouladen mit Senf, Speck, Zwiebeln und Gewürzgurke. Sie schmoren langsam im Bräter und werden mit einer dunklen Gemüse-Bratensoße serviert.

Das brauchst du

  • Für die Rouladen

  • Für die Schmorsoße

So geht’s

1.

1. Zutaten vorbereiten: Zwiebeln schälen. Eine Zwiebel in feine Streifen und zwei in grobe Würfel schneiden. Gurken längs vierteln. Möhre und Sellerie putzen und in etwa 1 cm große Würfel schneiden. Fleisch mit Einmal-Küchenpapier trocken tupfen. Sehr dicke Stellen bei Bedarf vorsichtig zwischen geeigneter Küchenfolie flach klopfen.

2.

2. Rouladen füllen und binden: Jede Fleischscheibe mit 1 EL Senf bestreichen. Salz und Pfeffer auf die vier Scheiben verteilen. Je zwei Speckscheiben, ein Viertel der Zwiebelstreifen und eine geviertelte Gurke darauflegen. Am hinteren Ende etwa 2 cm frei lassen. Längsseiten leicht einschlagen, vom kurzen Ende aufrollen und mit Küchengarn sichern. Hände und Arbeitsgeräte nach dem Kontakt mit rohem Fleisch gründlich reinigen.

3.

3. Rouladen anbraten: Rapsöl in einem schweren Bräter bei mittlerer bis hoher Hitze erhitzen. Rouladen in zwei Durchgängen jeweils 5-6 Minuten rundum braun anbraten, dabei zuerst die Nahtseite nach unten legen. Auf einen separaten Teller geben. Der Bratensatz soll braun bleiben und nicht schwarz werden.

4.

4. Schmoransatz aufbauen: Zwiebelwürfel, Möhre und Sellerie im Bräter bei mittlerer Hitze etwa 8 Minuten unter gelegentlichem Rühren bräunen. Tomatenmark zugeben und 1 Minute mitrösten. Mit 100 ml Rinderbrühe ablöschen und den Bratensatz lösen. Weitere 500 ml Brühe und das Lorbeerblatt zugeben. Kurz aufkochen lassen.

5.

5. Zugedeckt weich schmoren: Rouladen samt ausgetretenem Saft zurück in den Bräter legen. Die Flüssigkeit soll ungefähr bis zur halben Höhe der Rouladen reichen. Bei Bedarf etwas von der übrigen Brühe ergänzen. Zugedeckt bei kleiner Hitze 105-135 Minuten leise köcheln lassen. Nach etwa 60 Minuten wenden und den Flüssigkeitsstand prüfen. Ab 105 Minuten mit einer Gabel prüfen. Falls das Fleisch noch fest ist, in Abschnitten von 15 Minuten weiterschmoren. Alle Stellen einschließlich der Füllung müssen mindestens 70 °C für zwei Minuten erreichen, im Zweifel mit einem Fleischthermometer prüfen.

6.

6. Soße binden und servieren: Weiche Rouladen herausheben und zugedeckt kurz beiseitestellen. Lorbeer entfernen. Soße durch ein feines Sieb in einen Topf gießen und das Gemüse leicht ausdrücken. Etwa 5 Minuten offen einkochen lassen. Maisstärke mit 2 EL kaltem Wasser glatt rühren, unter Rühren zur köchelnden Soße geben und 1-2 Minuten köcheln lassen. Bei Bedarf mit etwas Wasser verdünnen. Küchengarn vollständig entfernen. Rouladen 2-3 Minuten in der heißen Soße erwärmen. Soße abschmecken und mit den Rouladen servieren.

Gut zu wissen

  1. Ergibt vier Portionen mit jeweils einer Roulade und Soße. Beilagen sind nicht enthalten.
  2. Die Garzeit von 155 Minuten ist mit etwa 120 Minuten Schmorzeit kalkuliert. Je nach Fleisch kann die Zubereitung kürzer oder länger dauern.
  3. Nährwerte sind grobe Schätzungen je Portion inklusive Soße und ohne Beilagen. Fleisch, Speck und Brühe können die Werte verändern.
  4. Reste zügig in flachen Behältern abkühlen, gekühlt innerhalb von zwei bis drei Tagen verbrauchen und beim Aufwärmen überall mindestens 70 °C für zwei Minuten erreichen lassen.

Benötigte Werkzeuge

  • Schwerer Bräter mit gut schließendem Deckel, etwa 24-26 cm Durchmesser
  • Küchengarn und Küchenschere
  • Schneidbrett und scharfes Messer
  • Küchenzange und Holzlöffel
  • Feines Sieb, Topf und Schneebesen
  • Fleischthermometer zur Kontrolle der Kerntemperatur

Informationen zu Allergenen

Prüfe die Zutaten auf mögliche Allergene und frage medizinisches Fachpersonal, wenn du unsicher bist.
  • Senf
  • Sellerie
  • Weitere mögliche Allergene in Brühe, Speck und Gewürzgurken anhand der Zutatenlisten prüfen.

Nährwerte (pro Portion)

Bitte beachte, dass die Angaben ungefähre Werte sind und nicht als medizinischer Rat verwendet werden sollten.
  • Kalorien: 550
  • Fett gesamt: 29 g
  • Kohlenhydrate gesamt: 20 g
  • Protein: 48 g