Russischer Zupfkuchen mit dunklen Kakaozupfen

Von: Leckerkniff-Crew Aktualisiert am 7. Oktober 2026 Kuchen & Backen

Tags: #zupfkuchen #quark #kakao #springform #vegetarisch

Russischer Zupfkuchen mit dunklem Kakaoboden, heller Quarkfüllung und Teigzupfen Pin it
Russischer Zupfkuchen mit dunklem Kakaoboden, heller Quarkfüllung und Teigzupfen

Russischer Zupfkuchen bringt herben Kakao und milden Vanillequark auf eine Gabel. Der dunkle Teig bildet Boden und Rand. Oben liegen unregelmäßige Zupfen, zwischen denen die helle Füllung sichtbar bleibt.

Für diese Variante brauchst du weder Puddingpulver noch einen ausgerollten Teigboden. Du drückst den Mürbeteig direkt in die Springform und bindest die Quarkmasse mit Eiern und Speisestärke. Backe den Kuchen am besten am Vortag, damit er vor dem Anschneiden gründlich durchkühlen kann.

Kakao, Quark und wenige Backzutaten

Verwende ungesüßten Backkakao und naturbelassenen Magerquark aus pasteurisierter Milch. Die Zutatenmengen sind auf eine Springform mit 26 cm Durchmesser abgestimmt.

Mehl, Kakao, Butter, Zucker, Eier und Quark für Russischen Zupfkuchen
Mehl, Kakao, Butter, Zucker, Eier und Quark für Russischen Zupfkuchen
  • Weizenmehl Type 405. Es bildet das Gerüst für den mürben Boden und die Teigzupfen.
  • Backkakao. Er färbt den Teig dunkel und setzt einen herben Gegenpunkt zur süßen Füllung.
  • Butter. Kalt verarbeitet macht sie den Teig mürbe. Geschmolzen kommt sie in die Quarkmasse.
  • Zucker. Er süßt beide Bestandteile und mildert den Kakao.
  • Backpulver. Die kleine Menge lockert den Kakaoteig etwas auf.
  • Eier. Ein Ei hält den Teig zusammen. Drei weitere geben der Füllung beim Backen Halt.
  • Magerquark. Er sorgt für die helle, leicht säuerliche Mitte.
  • Speisestärke. Sie bindet die Quarkfüllung ohne fertige Puddingmischung.
  • Vanilleextrakt. Er gibt der Füllung ihr warmes Vanillearoma.

Russischer Zupfkuchen Schritt für Schritt

  1. Kakaoteig kneten. Vermische 300 g Mehl mit 30 g Kakao, 1 TL Backpulver, 120 g Zucker und 1 Prise Salz. Arbeite 150 g kalte Butter und 1 Ei kurz ein, bis ein zusammenhängender Teig entsteht.
  2. Teig kühlen und Form vorbereiten. Stelle den abgedeckten Teig 30 Minuten kalt. Belege den Boden einer 26-cm-Springform mit Backpapier und heize den Ofen auf 170 °C Ober-/Unterhitze vor.
  3. Boden und Rand formen. Lege ein Drittel des Teigs für die Zupfen zurück. Drücke den Rest gleichmäßig auf den Formboden und etwa 4 cm am Rand hoch.
  4. Quarkfüllung verrühren. Schmelze 100 g Butter und lasse sie lauwarm werden. Verrühre 750 g Magerquark mit 150 g Zucker, 40 g Speisestärke und 2 TL Vanilleextrakt. Arbeite 3 Eier einzeln auf niedriger Stufe ein und rühre zuletzt die Butter unter.
  5. Füllen und zupfen. Verteile die Quarkmasse auf dem Boden. Zupfe vom restlichen Teig flache Stücke ab und lege sie mit sichtbaren Zwischenräumen auf die Füllung.
  6. Behutsam backen. Backe den Kuchen auf der zweiten Schiene von unten etwa 60-70 Minuten. Der Rand der Füllung soll fest sein. Die Mitte darf beim vorsichtigen Bewegen der Form noch leicht als Ganzes zittern, aber nicht flüssig schwappen.
  7. Abkühlen lassen. Lass den Kuchen 15 Minuten im ausgeschalteten Ofen bei leicht geöffneter Tür stehen. Stelle ihn anschließend in der Form auf ein Gitter und löse den Rand vorsichtig mit einem dünnen Messer. Stelle ihn nach weiteren 60-75 Minuten in den Kühlschrank.
  8. Durchkühlen und schneiden. Kühle den Kuchen mindestens 6 Stunden, besser über Nacht. Decke ihn ab, sobald er vollständig kalt ist. Entferne erst dann den Springformrand und schneide zwölf Stücke.
Zupfkuchen vom Formen des Kakaobodens über das Füllen bis zum fertigen Kuchenstück
Zupfkuchen vom Formen des Kakaobodens über das Füllen bis zum fertigen Kuchenstück

Mürber Boden ohne dicke Teigecken

Der Kakaoteig soll zusammenhalten, aber nicht lange durchgeknetet werden. Sobald keine trockenen Mehlstellen mehr sichtbar sind, formst du ihn zu einer flachen Scheibe. So lässt er sich nach der Kühlzeit leichter teilen als eine dicke Kugel. Falls er zunächst bröselt, drücke eine kleine Portion in der Hand zusammen. Hält sie ihre Form, braucht der Teig keine zusätzliche Flüssigkeit.

Verteile kleine Teigstücke zuerst auf dem Boden. Drücke sie zu einer gleichmäßigen Fläche zusammen und forme danach den Rand. Achte besonders auf den Übergang zwischen Boden und Seitenwand. Dort sammelt sich schnell zu viel Teig. Ein dicker Wulst schmeckt später trocken und lässt weniger Platz für die Füllung.

Roher Teig gehört nicht auf den Probierlöffel. Die FDA weist darauf hin, dass auch Mehl ein rohes Lebensmittel ist. Wasche Hände und Arbeitsgeräte nach dem Umgang mit Mehl und rohem Ei gründlich.

Quarkmasse glatt statt luftig rühren

Für die Füllung reicht ein Handrührgerät auf niedriger Stufe. Verrühre zunächst Quark, Zucker, Stärke und Vanille. Gib die Eier einzeln dazu und höre jeweils auf, sobald sie eingearbeitet sind. Die Masse soll glatt vom Teigschaber fallen. Ein dickes Schaumpolster auf der Oberfläche ist kein Ziel.

Die Backhinweise der Iowa State University empfehlen für Käsekuchen, möglichst wenig Luft einzuarbeiten und die Füllung nicht völlig fest zu backen. Diese allgemeinen Hinweise helfen auch bei der Quarkfüllung. Sie sind keine Prüfung der hier entwickelten Rezeptur.

Kontrolliere den Kuchen erstmals nach 60 Minuten. Ein leichtes Zittern in der Mitte ist etwas anderes als eine flüssige Bewegung. Beim Abkühlen wird die Füllung fester. Kleine Risse können trotzdem entstehen und ändern nichts am Geschmack. Die dunklen Zupfen dürfen unregelmäßig liegen. Drücke sie vor dem Backen nur flach, damit keine dicken Teigklumpen auf der Oberfläche bleiben.

Vanille variieren, Quark bewusst wählen

Die angegebenen Mengen passen zu Magerquark. Quark mit 20 % Fett i. Tr. lässt sich in gleicher Menge verwenden und ergibt eine reichhaltigere Füllung. Gieße lediglich deutlich abgesetzte Flüssigkeit aus der Packung ab. Den Quark musst du für dieses Rezept nicht stundenlang abtropfen lassen.

Frischkäse ist kein direkter Ersatz für die gesamte Quarkmenge. Er bringt eine andere Konsistenz und je nach Produkt mehr Fett oder Salz mit. Wenn du den typischen Quarkgeschmack behalten möchtest, bleib bei Quark. Für eine laktosefreie Variante kannst du entsprechend gekennzeichneten Quark und Butter verwenden. Milchbestandteile bleiben dennoch enthalten.

Magst du Zitrusaromen, ergänze die Füllung um 1 TL fein abgeriebene Schale einer gewaschenen, unbehandelten Zitrone. Mehr Flüssigkeit braucht sie dafür nicht. Vanilleextrakt kannst du durch das Mark einer Vanilleschote ersetzen. Gesüßtes Kakaogetränkepulver eignet sich dagegen nicht als Austausch für Backkakao. Es würde sowohl die Süße als auch die Zusammensetzung des Teigs verändern.

Am Vortag backen und kühl lagern

Plane den Zupfkuchen rückwärts vom Servieren aus. Neben Teigruhe und Backzeit braucht er etwa 75-90 Minuten zum ersten Abkühlen und anschließend mindestens 6 Stunden im Kühlschrank. Am entspanntesten backst du ihn am Nachmittag vor dem geplanten Kaffeetrinken. Die Zeitangaben der Rezeptkarte enthalten die Teigruhe, aber nicht die anschließende Abkühl- und Kühlzeit.

Lass den fertigen Kuchen nicht über Nacht auf der Arbeitsplatte stehen. Das BfR empfiehlt für leicht verderbliche Speisen eine gekühlte Lagerung und eine Kühlschranktemperatur unter 5 °C. Für diesen Kuchen ist ein Verbrauch innerhalb von 2-3 Tagen eine vorsichtige Orientierung. Lagere ihn abgedeckt und nimm jeweils nur die benötigten Stücke heraus.

Zum Anschneiden tauchst du ein langes Messer in heißes Wasser und wischst es trocken. Säubere die Klinge zwischen den Schnitten. Das hält die helle Quarkfläche sauber. Kaffee oder schwarzer Tee passen gut dazu. Eine zusätzliche Sahnehaube ist für die cremige Füllung nicht nötig.

Kuchenstück mit cremiger Quarkfüllung zwischen Kakaoboden und dunklen Teigzupfen
Kuchenstück mit cremiger Quarkfüllung zwischen Kakaoboden und dunklen Teigzupfen

Häufige Fragen

Was ist Russischer Zupfkuchen?

Bei diesem Kuchen umschließt ein dunkler Kakaomürbeteig eine helle Quarkfüllung. Auf der Oberfläche liegen gezupfte Stücke desselben Teigs. Die Füllung bleibt hell und wird nicht mit Schokolade marmoriert.

Kann ich Russischer Zupfkuchen ohne Puddingpulver backen?

Ja. Dieses Rezept verwendet 40 g Speisestärke und Vanilleextrakt für 750 g Quark. Rühre die Stärke direkt in die Füllung und gib keine Milch hinzu.

Warum ist mein Zupfkuchen in der Mitte noch weich?

Eine leicht zitternde Mitte ist am Ende der Backzeit normal. Sie wird beim Abkühlen und Durchkühlen fester. Wenn die Füllung deutlich flüssig schwappt, backe den Kuchen zunächst weitere 5 Minuten und kontrolliere erneut.

Kann ich den Zupfkuchen einen Tag vorher backen?

Ja, das passt besonders gut zu diesem Rezept. Stelle ihn nach dem ersten Abkühlen in den Kühlschrank und lass ihn über Nacht durchkühlen. Entferne den Springformrand erst vom kalten Kuchen.

Wie lange hält sich Russischer Zupfkuchen?

Bewahre ihn abgedeckt im Kühlschrank bei möglichst unter 5 °C auf. Verbrauche ihn innerhalb von 2-3 Tagen. Stelle übrig gebliebene Stücke nach dem Servieren wieder kalt.

Ist der Kuchen vegetarisch oder glutenfrei?

Das Grundrezept ist vegetarisch und enthält Eier sowie Milchprodukte. Durch das Weizenmehl ist es nicht glutenfrei. Eine glutenfreie Mehlmischung kann sich beim Formen anders verhalten und ist hier nicht als geprüfter Austausch angegeben.

Kann ich eine kleinere Springform verwenden?

Für eine 20-cm-Springform brauchst du rechnerisch etwa 60 % der Zutaten. Verquirle die Eier und wiege die benötigte Teilmenge ab. Die Backzeit lässt sich nicht im selben Verhältnis verkürzen, deshalb sind die Konsistenz der Mitte und der feste Rand entscheidend.

Quellen

Für die Erstellung und Qualitätssicherung der Inhalte wurden verlässliche Quellen verwendet.

Russischer Zupfkuchen mit cremiger Quarkfüllung

Vorbereitungszeit:
65 Minuten
Aktive Zeit:
65 Minuten
Gesamtzeit:
130 Minuten
Portionen:
12
Russischer Zupfkuchen mit dunklem Kakaoboden, heller Quarkfüllung und Teigzupfen

Dunkler Kakaomürbeteig trifft auf eine helle Quarkfüllung mit Vanille. Ein Zupfkuchen für zwölf Stücke, der sich gut am Vortag vorbereiten lässt.

Das brauchst du

  • Für den Kakaomürbeteig

  • Für die Quarkfüllung

So geht’s

1.

1. Kakaoteig kneten: Mehl, Backkakao, Backpulver, Zucker und Salz für den Teig vermischen. Die kalte Butter und 1 Ei dazugeben. Mit Knethaken oder den Händen kurz zu einem zusammenhängenden Teig verarbeiten. Nicht länger als nötig kneten und den rohen Teig nicht probieren.

2.

2. Teig kühlen und Form vorbereiten: Den Teig zu einer flachen Scheibe formen und abgedeckt 30 Minuten in den Kühlschrank stellen. Den Boden einer Springform mit 26 cm Durchmesser mit Backpapier bespannen. Den Backofen auf 170 °C Ober-/Unterhitze vorheizen.

3.

3. Boden und Rand formen: Ein Drittel des Teigs für die Zupfen zurücklegen und kühl halten. Den übrigen Teig gleichmäßig auf den Formboden drücken und einen etwa 4 cm hohen Rand formen. Den Übergang zwischen Boden und Rand nicht zu dick lassen.

4.

4. Quarkfüllung verrühren: Die 100 g Butter für die Füllung bei kleiner Hitze schmelzen und lauwarm abkühlen lassen. Quark, 150 g Zucker, Speisestärke und Vanilleextrakt glatt verrühren. Die 3 Eier einzeln auf niedriger Stufe kurz einarbeiten. Zuletzt die lauwarme Butter unterrühren, ohne die Masse schaumig zu schlagen.

5.

5. Füllen und Teigzupfen verteilen: Die Quarkmasse auf den Kakaoboden geben und glatt streichen. Den zurückgelegten Teig in unregelmäßige Stücke zupfen. Die Stücke etwa 5 mm flach drücken und auf die Füllung legen. Zwischen den Zupfen helle Flächen frei lassen.

6.

6. Zupfkuchen backen: Auf der zweiten Schiene von unten etwa 60-70 Minuten backen. Nach 60 Minuten erstmals kontrollieren. Die Füllung soll am Rand fest sein und in der Mitte beim vorsichtigen Bewegen der Form nur noch leicht als Ganzes zittern. Schwappt sie flüssig, weitere 5 Minuten backen und erneut prüfen.

7.

7. In der Form abkühlen lassen: Den Ofen ausschalten und die Tür leicht öffnen. Den Kuchen 15 Minuten darin stehen lassen. Anschließend die Form auf ein Kuchengitter stellen und den Kuchenrand vorsichtig mit einem dünnen Messer von der Form lösen. Nach weiteren 60-75 Minuten in den Kühlschrank stellen, auch wenn der Kuchen noch etwas warm ist. Den Springformrand geschlossen lassen.

8.

8. Durchkühlen und portionieren: Mindestens 6 Stunden, besser über Nacht, im Kühlschrank durchkühlen lassen. Sobald der Kuchen vollständig kalt ist, abdecken. Den Springformrand entfernen und den Kuchen in zwölf Stücke schneiden. Dafür die Messerklinge zwischen den Schnitten in heißes Wasser tauchen und trocken wischen.

Gut zu wissen

  1. Für eine Springform mit 26 cm Durchmesser. Ergibt zwölf Stücke.
  2. Die Vorbereitungszeit von 65 Minuten umfasst etwa 35 Minuten Arbeitszeit und 30 Minuten Teigruhe.
  3. Zusätzlich etwa 75-90 Minuten zum ersten Abkühlen und mindestens 6 Stunden Kühlzeit einplanen.
  4. Die Backzeit beträgt etwa 60-70 Minuten. Die Rezeptkarte rechnet mit 65 Minuten.
  5. Nährwerte sind grobe Schätzungen pro Stück bei zwölf gleich großen Stücken.

Benötigte Werkzeuge

  • Springform mit 26 cm Durchmesser
  • Backpapier
  • Zwei Rührschüsseln
  • Handrührgerät mit Knethaken und Rührbesen
  • Kleiner Topf
  • Teigschaber
  • Kuchengitter und langes Messer
  • Küchenwaage

Informationen zu Allergenen

Prüfe die Zutaten auf mögliche Allergene und frage medizinisches Fachpersonal, wenn du unsicher bist.
  • Weizen und Gluten
  • Milch und Milchprodukte
  • Eier

Nährwerte (pro Portion)

Bitte beachte, dass die Angaben ungefähre Werte sind und nicht als medizinischer Rat verwendet werden sollten.
  • Kalorien: 430
  • Fett gesamt: 20 g
  • Kohlenhydrate gesamt: 49 g
  • Protein: 13 g