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Dieser Honigkuchen hat eine weiche, feinporige Krume und einen warmen Duft nach Zimt und Nelken. Ein dünner Zitronenguss bringt etwas Säure zur Honigsüße. Mehr braucht der Kuchen zum Nachmittagskaffee nicht.
Du backst ihn als unkomplizierten Kastenkuchen mit Backpulver. Der Teig braucht keine mehrtägige Ruhezeit. Plane aber genügend Zeit zum Auskühlen ein, damit sich die Scheiben sauber schneiden lassen und der Guss auf der Oberfläche bleibt.
Honigkuchen beginnt mit mildem Honig
Nimm einen Honig, dessen Geschmack du auch pur magst, etwa einen milden Blütenhonig. Gemahlene Nelken sollten frisch duften und sparsam dosiert werden, damit sie den Honig nicht überdecken.
- Honig. Gibt dem Kuchen seine charakteristische Süße und sein Aroma.
- Butter. Macht die Krume weich und bringt einen runden Geschmack.
- Milch und Eier. Verbinden die Zutaten zu einem geschmeidigen Teig.
- Brauner Zucker. Ergänzt die Honigsüße mit einer leicht karamelligen Note.
- Weizenmehl Type 405. Bildet die Grundlage für die feinporige Krume.
- Backpulver. Lockert den Teig ohne längere Ruhezeit.
- Zimt und Nelken. Geben dem Honigkuchen sein würziges Profil.
- Puderzucker und Zitronensaft. Werden zu einem dünnen, leicht säuerlichen Guss.
Vom Honigtopf in die Kastenform
- Form vorbereiten. Heize den Backofen auf 170 °C Ober-/Unterhitze oder 150 °C Umluft vor. Lege eine 25 cm lange Kastenform mit Backpapier aus.
- Honigmischung erwärmen. Erwärme Honig, Butter, braunen Zucker und Milch bei kleiner Hitze etwa 3-5 Minuten. Rühre, bis die Butter geschmolzen ist, und lasse die Mischung anschließend lauwarm werden.
- Teig verrühren. Vermische Mehl, Backpulver, Zimt, Nelken und Salz. Verquirle die Eier mit der lauwarmen Honigmischung und rühre die Mehlmischung kurz ein, bis keine trockenen Stellen mehr sichtbar sind.
- Kuchen backen. Fülle den Teig in die Form und backe ihn auf der unteren mittleren Schiene 50-60 Minuten. Prüfe ab Minute 50 mit einem Holzstäbchen die Mitte. Es darf kein flüssiger Teig daran haften.
- Auskühlen lassen. Lasse den Kuchen 15 Minuten in der Form stehen. Hebe ihn mit dem Backpapier heraus und lasse ihn auf einem Gitter vollständig auskühlen, ungefähr weitere 75 Minuten.
- Dünn glasieren. Verrühre den Puderzucker zunächst mit 15 ml Zitronensaft. Ergänze bei Bedarf bis zu 5 ml und verteile den fließfähigen Guss dünn auf dem kalten Kuchen. Lasse ihn etwa 20 Minuten trocknen.
Lauwarm mischen statt lange schlagen
Die Honigmischung muss beim Verrühren mit den Eiern lauwarm sein. Nimm den Topf nach dem Schmelzen vom Herd und rühre gelegentlich um. Du kannst ihn zum schnelleren Abkühlen in ein flaches Bad mit kaltem Wasser stellen. Es soll dabei kein Wasser in den Topf gelangen.
Honig lässt sich gleichmäßiger verteilen, wenn du ihn zuerst mit Fett oder Flüssigkeit vermischst. Diesen Grundsatz beschreibt auch die auf der Purdue-Website veröffentlichte Übersicht zu Backzutaten. Sie weist außerdem darauf hin, dass beim Austausch von Zucker gegen Honig Flüssigkeit und Backtemperatur angepasst werden müssen. Die Mengen dieses Rezepts sind bereits für Honig ausgelegt.
Rühre das Mehl anschließend nur so lange ein, bis der Teig gleichmäßig aussieht. Streiche dabei auch über den Schüsselboden. Kleine Luftbläschen sind in Ordnung. Trockene Mehlnester sollten nicht zurückbleiben.
Die Mitte entscheidet über die Backzeit
Eine dunkle Oberfläche sagt bei diesem Kuchen wenig über die Mitte aus. Beginne deshalb nach 50 Minuten mit der Stäbchenprobe. Stecke ein Holzstäbchen bis in die Mitte der höchsten Stelle. Flüssiger Teig bedeutet, dass der Kuchen weiterbacken muss. Einzelne feste Krümel sind dagegen kein Grund, ihn unnötig lange im Ofen zu lassen.
Falls die Oberfläche schon vorher kräftig gebräunt ist, decke sie ab etwa Minute 35 locker mit Alufolie ab. Die Folie darf keine Heizstäbe berühren. Öffne den Ofen dafür nur kurz und schließe ihn anschließend wieder.
Verwende möglichst die angegebene 25-cm-Form. In einer kürzeren Form steht der Teig höher und braucht länger. Eine größere Form ergibt einen flacheren Kuchen. Prüfe bei abweichenden Formen früher und verlasse dich auf die Mitte statt allein auf die Uhr.
Zitronenguss als dünne Hülle
Der Guss soll die Gewürze begleiten und keine dicke Zuckerschicht bilden. Beginne mit der kleineren Menge Zitronensaft. Rühre gründlich, bevor du mehr zugibst. Die Glasur sollte langsam vom Löffel fließen und sich mit dessen Rückseite dünn verstreichen lassen.
Auf einem warmen Kuchen zieht ein flüssiger Guss leichter ein oder läuft weit an den Seiten herunter. Warte deshalb bis zum vollständigen Auskühlen. Stelle das Kuchengitter über einen Teller, damit einzelne Tropfen aufgefangen werden. Ein paar schmale Laufspuren an den Seiten gehören dazu.
Wenn du Nelken nicht magst, lasse sie weg und behalte die Zimtmenge bei. Für einen milchfreien Kuchen kannst du die Butter durch eine pflanzliche Backalternative und die Milch durch einen ungesüßten Pflanzendrink ersetzen. Geschmack und Konsistenz können etwas abweichen. Die Grundversion bleibt ein Kuchen mit Milchprodukten und Eiern.
Gut verpackt für den nächsten Kaffee
Bewahre den vollständig ausgekühlten Kuchen nach dem Trocknen des Gusses in einer gut schließenden Dose auf. Für einfache Kuchen nennt die Iowa State University Hinweise zur Lagerung von 2-3 Tagen bei Raumtemperatur. Orientiere dich hier an diesem kurzen Zeitraum und stelle die Dose an einen kühlen Ort ohne direkte Sonne.
Für einen längeren Vorrat frierst du den Kuchen portionsweise ein. Verpacke die Scheiben eng in geeignete Gefrierfolie und zusätzlich in einen Gefrierbeutel. Verbrauche sie für gute Qualität innerhalb von zwei Monaten. Lasse sie verpackt im Kühlschrank auftauen. Wenn du das Einfrieren schon vor dem Backen planst, kannst du den Zitronenguss erst nach dem Auftauen auftragen.
Zum Servieren reicht Kaffee oder schwarzer Tee. Wer etwas dazu möchte, stellt ungesüßten Naturjoghurt separat auf den Tisch. Kuchen mit nachträglich aufgetragenen Milchprodukten gehört in den Kühlschrank.
Häufige Fragen
- Welcher Honig eignet sich für Honigkuchen?
Milder Blütenhonig lässt Zimt und Nelken gut zur Geltung kommen. Kräftiger Waldhonig gibt dem Kuchen einen deutlich herberen Geschmack. Auch cremiger Honig eignet sich, da er beim sanften Erwärmen flüssiger wird.
- Kann ich den braunen Zucker durch weißen Zucker ersetzen?
Ja, ersetze die 60 g braunen Zucker durch 60 g weißen Zucker. Die leicht karamellige Note fällt dann schwächer aus. Ersetze den Zucker nicht einfach durch zusätzlichen Honig, weil sich dadurch auch die Flüssigkeitsmenge verändert.
- Warum ist mein Honigkuchen innen noch feucht?
Wenn am Holzstäbchen flüssiger Teig haftet, braucht der Kuchen weitere Backzeit. Decke eine bereits dunkle Oberfläche locker ab und prüfe nach etwa fünf Minuten erneut. Beurteile die Krume erst nach dem vollständigen Auskühlen, da warmer Kuchen weicher wirkt.
- Kann ich Honigkuchen am Vortag backen?
Ja, backe ihn am Vortag und lasse ihn vollständig auskühlen. Nach dem Glasieren muss der Guss trocknen, bevor du den Kuchen verpackst. Bewahre ihn gut verschlossen auf und verbrauche ihn innerhalb von 2-3 Tagen nach dem Backen.
- Ist dieser Honigkuchen vegan oder glutenfrei?
Nein, die Grundversion enthält Eier, Milch, Butter und Weizenmehl. Eine milchfreie Abwandlung mit Pflanzendrink und pflanzlicher Backalternative ist möglich, enthält aber weiterhin Eier und Honig. Für eine vegane oder glutenfreie Variante braucht es eine eigens angepasste Rezeptur.
- Kann ich den Honigkuchen ohne Guss servieren?
Ja, der Kuchen schmeckt auch ohne Zitronenguss. Die Süße fällt dann geringer aus und das Honigaroma steht stärker im Vordergrund. Serviere ihn pur zu Kaffee oder Tee und verpacke Reste nach dem Auskühlen.