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German Frikadellen bekommen hier eine goldbraune Kruste und eine weiche, saftige Mitte. Gedünstete Zwiebeln geben Würze ohne harte Stückchen. Senf und Petersilie halten den Geschmack herzhaft und frisch.
Aus 600 g gemischtem Hackfleisch entstehen acht Frikadellen. Das reicht für vier Portionen mit Beilage. Plane etwa 55 Minuten ein, wenn du alles in einer Pfanne zubereitest.
Brötchen, Hack und kräftige Würze
Nimm gemischtes Hackfleisch aus Rind und Schwein sowie ein schlichtes Weizenbrötchen vom Vortag. Fein gewürfelte Zwiebeln und mittelscharfer Senf passen zur milden Brotmasse.
- Weizenbrötchen. Wird eingeweicht und fein zerzupft, damit keine trockenen Brotstücke zurückbleiben.
- Zwiebel. Gibt nach kurzem Dünsten eine milde, herzhafte Würze.
- Gemischtes Hackfleisch. Bildet die Grundlage aus gleichen Teilen Rind und Schwein.
- Ei. Hilft der Masse beim Garen zusammenzuhalten.
- Mittelscharfer Senf. Bringt eine dezente Schärfe und etwas Säure mit.
- Petersilie und Majoran. Würzen die Frikadellen, ohne den Fleischgeschmack zu überdecken.
- Rapsöl. Wird zum Dünsten der Zwiebel und zum portionsweisen Braten verwendet.
Vom eingeweichten Brötchen zur Kruste
- Brötchen einweichen. Schneide das Brötchen klein und weiche es etwa zehn Minuten in Wasser ein. Drücke es anschließend gründlich aus und zerzupfe es fein.
- Zwiebel dünsten. Würfle die Zwiebel fein. Dünste sie in einem Teelöffel des Öls bei mittlerer Hitze vier bis fünf Minuten glasig und lasse sie auf einem Teller abkühlen.
- Masse vermengen. Vermische Brötchen, Zwiebel, Ei, Senf, Petersilie, Majoran, Salz und Pfeffer. Arbeite das kalte Hackfleisch gleichmäßig ein.
- Frikadellen formen. Teile die Masse in acht Portionen und forme mit leicht angefeuchteten Händen etwa 8 cm breite und 2 cm dicke Frikadellen. Stelle sie während des Aufheizens fünf Minuten kalt.
- Portionsweise braten. Erhitze die Hälfte des übrigen Öls bei mittlerer Hitze. Brate vier Frikadellen etwa sechs bis sieben Minuten je Seite und wiederhole das mit dem restlichen Öl und den übrigen Frikadellen.
- Gargrad prüfen. Prüfe jede Frikadelle mit einem sauberen Fleischthermometer im Kern. Halte mindestens 70 °C für zwei Minuten und verlängere die Garzeit bei Bedarf. Serviere die fertigen Frikadellen auf einem sauberen Teller.
Das Brötchen gründlich ausdrücken
Das eingeweichte Brötchen soll weich sein, aber nicht tropfen. Drücke es portionsweise zwischen den Händen aus. Zerzupfe anschließend auch die Kruste. Große Brotstücke verteilen sich schlecht und bleiben später als helle Inseln in der Frikadelle sichtbar. Besonders feste Brötchen brauchen etwas länger als die angegebenen zehn Minuten.
Vermische zunächst alle Zutaten außer dem Hackfleisch. So verteilen sich Senf und Gewürze leichter. Arbeite das Fleisch danach nur so lange ein, bis die Masse gleichmäßig aussieht und zusammenhält. Sie darf weich sein, sollte sich aber formen lassen. Verwende angefeuchtete Hände statt einer dicken Schicht zusätzlicher Brösel.
Falls die Masse deutlich zu nass wirkt, prüfe zuerst das Brötchen. Bei diesem Mengenverhältnis ist ein zweites Ei nicht nötig. Stelle die fertige Masse kurz kalt und forme gleichmäßige Portionen. Das erleichtert später auch das Wenden.
German Frikadellen gleichmäßig durchbraten
Eine dunkle Kruste sagt wenig über die Mitte aus. Forme deshalb alle Frikadellen ungefähr gleich dick. Zwei Zentimeter sind hier die Zielgröße. Dickere Stücke brauchen länger und können außen bereits stark bräunen, während der Kern noch nicht ausreichend erhitzt ist.
Lass zwischen den Frikadellen Platz. Vier Stück passen in eine große Pfanne, ohne dicht aneinanderzuliegen. Wende sie mit einem breiten Pfannenwender und drücke sie beim Braten nicht flach. Falls die Oberfläche zu schnell dunkel wird, reduziere die Hitze. Ein Deckel kann beim anschließenden Durchgaren helfen. Die Kruste wird dabei etwas weicher.
Das BfR empfiehlt mindestens 70 °C für zwei Minuten an allen Stellen. Miss mit einem sauberen Fleischthermometer seitlich bis in den Kern. Die Zeitangabe von zwölf bis vierzehn Minuten pro Pfannenladung ist eine Orientierung und ersetzt diese Kontrolle nicht.
Andere Brotsorten und passende Beilagen
Ein schlichtes Weizenbrötchen ergibt eine milde Masse. Du kannst dieselbe Menge helles Brot ohne Körner verwenden. Schneide es klein und weiche es ebenfalls ein. Kräftiges Roggenbrot verändert den Geschmack deutlich und passt eher zu einer rustikalen Variante. Für glutenfreie Frikadellen brauchst du geeignetes Brot und einen entsprechend gekennzeichneten Senf. Wie viel Wasser das Brot aufnimmt, kann abweichen.
Reines Rinderhack ist ebenfalls möglich. Wähle dafür keine besonders magere Sorte, wenn du eine saftige Mitte möchtest. Die Garprüfung bleibt unverändert. Petersilie lässt sich durch Schnittlauch ersetzen. Majoran kannst du weglassen, wenn dir seine Würze zu kräftig ist.
Als warme Beilage passen Kartoffelpüree und gedünstete Möhren. Kartoffelsalat oder Gurkensalat bringen Frische dazu. Für ein belegtes Brötchen schneidest du eine vollständig gegarte und gekühlte Frikadelle quer auf. Senf und dünne Gurkenscheiben reichen als Ergänzung.
Kühlen, einfrieren und wieder erwärmen
Bewahre das Hackfleisch bis zur Verarbeitung im Kühlschrank auf und beachte Verbrauchsdatum sowie Lagertemperatur auf der Packung. Die BfR-Hinweise zum korrekten Kühlen erklären auch, wann Hackfleisch schon am Einkaufstag verarbeitet werden muss. Bereite für den nächsten Tag lieber fertig gegarte Frikadellen vor als eine rohe Hackmasse.
Lasse Reste zügig in einem flachen Behälter abkühlen und stelle sie zeitnah in den Kühlschrank. Nach den oben verlinkten BfR-Empfehlungen sollten gegarte Speisen innerhalb weniger Stunden unter 7 °C abgekühlt sein. Verbrauche die Frikadellen innerhalb von zwei bis drei Tagen. Der Kühlschrank sollte möglichst unter 5 °C liegen.
Zum Aufwärmen gibst du die Frikadellen mit etwas Wasser in eine Pfanne und legst einen Deckel auf. Erhitze auch dabei alle Stellen mindestens zwei Minuten auf 70 °C. Zum Einfrieren verpackst du die abgekühlten Stücke portionsweise. Taue sie später abgedeckt im Kühlschrank auf.
Häufige Fragen
- Wie lange müssen Frikadellen in der Pfanne braten?
Bei etwa 2 cm Dicke rechne mit sechs bis sieben Minuten pro Seite bei mittlerer Hitze. Pfanne und Herd können die Zeit verändern. Entscheidend sind mindestens 70 °C im Kern für zwei Minuten, geprüft mit einem Fleischthermometer.
- Kann ich das Brötchen durch Brot ersetzen?
Ja, verwende 80 g helles Brot ohne Körner. Weiche es vollständig ein und drücke es gründlich aus. Eine feste Kruste musst du besonders fein zerzupfen.
- Warum fallen meine Frikadellen auseinander?
Die Masse kann zu nass oder ungleichmäßig vermengt sein. Drücke das Brötchen gut aus und arbeite das Ei gleichmäßig ein. Wende die Frikadellen erst, wenn die Unterseite eine stabile Kruste hat, und benutze einen breiten Pfannenwender.
- Kann ich Frikadellen einen Tag vorher zubereiten?
Ja, gare sie vollständig durch und kühle sie anschließend zügig. Bewahre sie abgedeckt im Kühlschrank auf und verbrauche sie innerhalb von zwei bis drei Tagen. Beim Aufwärmen müssen wieder mindestens 70 °C für zwei Minuten an allen Stellen erreicht werden.
- Sind diese Frikadellen milchfrei oder glutenfrei?
Mit einem milchfreien Weizenbrötchen ist das Rezept milchfrei. Glutenfrei ist die Grundversion wegen des Brötchens nicht. Für eine glutenfreie Variante brauchst du geeignetes Brot und passend gekennzeichneten Senf.
- Welche Beilage passt zu Frikadellen?
Kartoffelpüree passt gut zu frisch gebratenen Frikadellen. Kartoffelsalat und Gurkensalat eignen sich für eine kalte Mahlzeit. Plane bei dieser Rezeptmenge zwei Frikadellen pro Person mit Beilage ein.