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Grießbrei mit Kompott schmeckt besonders gut, wenn der Brei weich vom Löffel fällt und die Kirschen noch als ganze Früchte erkennbar sind. Die milde Vanillemilch fängt ihre Säure auf. Ein wenig Zimt rundet das Kompott ab.
Hier brauchst du weder Eigelb noch Eischnee. Weichweizengrieß und ein kleines Stück Butter ergeben einen cremigen Brei mit feiner Körnung. Das Kirschkompott kochst du zuerst, damit du dich anschließend ganz auf die Milch konzentrieren kannst.
Vanillemilch trifft saftige Sauerkirschen
Nimm feinen Weichweizengrieß und pasteurisierte Vollmilch für einen milden Brei mit weicher Körnung. Für das Kompott eignen sich entsteinte Sauerkirschen aus dem Glas samt ihrer Aufgussflüssigkeit.
- Sauerkirschen. Sie bringen Fruchtstücke und eine angenehme Säure zum süßen Brei.
- Kirsch-Aufgussflüssigkeit. Sie bildet die Grundlage der roten Kompottsoße und liefert bereits Süße.
- Maisstärke. Eine kleine Menge bindet die Flüssigkeit, ohne das Kompott schnittfest zu machen.
- Zimt. Er würzt die Kirschen dezent.
- Vollmilch. Sie bildet die cremige Grundlage des Grießbreis.
- Zucker und Vanillezucker. Sie süßen den Brei und geben ihm seinen Vanilleduft.
- Weichweizengrieß. Er sorgt für die feine Körnung und die löffelbare Konsistenz.
- Butter. Zum Schluss eingerührt macht sie den Brei etwas geschmeidiger.
Erst die Kirschen, dann den Brei
- Kirschen abtropfen lassen. Fange die Aufgussflüssigkeit auf. Wiege 350 g Kirschen ab und miss 150 ml Flüssigkeit ab.
- Kompott binden. Verrühre 8 g Maisstärke mit 2 EL der kalten Aufgussflüssigkeit. Bringe die übrige abgemessene Flüssigkeit mit ¼ TL Zimt zum Kochen. Rühre die Stärkemischung hinein und lasse sie etwa 1 Minute unter Rühren köcheln.
- Kirschen erwärmen. Gib die Früchte dazu und erhitze sie bei kleiner Hitze etwa 2 Minuten. Stelle den Topf anschließend beiseite.
- Vanillemilch aufkochen. Erhitze 800 ml Vollmilch mit 40 g Zucker, 8 g Vanillezucker und einer Prise Salz bei mittlerer Hitze. Rühre dabei am Topfboden entlang.
- Grieß einrieseln lassen. Sobald die Milch aufkocht, rühre 80 g Weichweizengrieß in einem dünnen Strahl hinein. Lasse den Brei bei kleiner Hitze etwa 5 Minuten unter häufigem Rühren sanft köcheln. Beachte auch die Garzeit auf der Packung.
- Geschmeidig abschließen. Nimm den Topf vom Herd und rühre 10 g Butter ein. Lasse den Brei 2 Minuten nachquellen. Verteile ihn auf vier Schalen und gib das Kirschkompott darauf.
Grießbrei mit Kompott cremig halten
Halte den Schneebesen bereit, bevor die Milch kocht. Sobald sie hochsteigt, reduzierst du die Hitze und lässt den Grieß langsam hineinrieseln. Ein ganzer Schwung auf einmal lässt sich deutlich schlechter gleichmäßig verteilen. Rühre auch in den Ecken des Topfes, denn dort bleibt leicht eine dickere Schicht liegen.
Der Brei soll nur sanft blubbern. Starkes Kochen macht das Rühren unnötig schwierig und die Milch kann am Boden ansetzen. Nach etwa 5 Minuten probierst du einen kleinen, etwas abgekühlten Löffel. Die Körnchen sollen weich sein. Falls deine Packung eine längere Garzeit nennt, richte dich danach.
Beurteile die Dicke erst nach den 2 Minuten Ruhezeit. Für die warme Konsistenz sind 80 g Grieß auf 800 ml Milch vorgesehen. Ist der Brei trotzdem zu fest, rühre esslöffelweise zusätzliche warme Milch ein. Ein angebrannter Boden lässt sich dagegen nicht wegrühren. Fülle den unversehrten oberen Brei vorsichtig in einen sauberen Topf um.
Kirschsoße statt festem Fruchtgel
Das Kompott soll den Brei umfließen und die Kirschen locker zusammenhalten. Deshalb reichen hier 8 g Maisstärke für 150 ml Aufgussflüssigkeit. Die Früchte kommen erst nach dem Binden dazu. So kannst du die Soße gründlich rühren, ohne die Kirschen dabei zu zerdrücken.
Rühre die Stärke zuerst mit kalter Flüssigkeit glatt. Nach dem Eingießen in den heißen Saft lässt du die Mischung kurz köcheln. Dass Maisstärkekörner beim Erhitzen aufquellen und sich dabei verändern, beschreibt eine Untersuchung zur Verkleisterung von Maisstärke. Die Mengen dieses Rezepts sind eine eigene Zusammenstellung.
Die Süße der Aufgussflüssigkeit unterscheidet sich je nach Glas. Deshalb enthält das Kompott zunächst keinen zusätzlichen Zucker. Probiere es nach dem Erwärmen. Bei Bedarf kannst du etwas nachsüßen. Ist die Soße zu dick, hilft ein kleiner Schluck der übrigen Aufgussflüssigkeit. Rühre behutsam mit einem Löffel um.
Milch und Früchte passend austauschen
Mit Milch mit 1,5 % Fett gelingt der Brei ebenfalls. Er schmeckt etwas weniger vollmundig. Für eine vegane Variante ersetzt du die Milch durch einen ungesüßten Pflanzendrink und die Butter durch eine pflanzliche Alternative. Je nach Getränk verändert sich die Bindung. Halte deshalb etwas zusätzliche Flüssigkeit bereit und prüfe die Konsistenz nach dem Nachquellen.
Weichweizengrieß besteht aus Weizen. Die Grundfassung ist daher nicht glutenfrei. Wenn du Reisgrieß verwenden möchtest, beachte dessen Mengenempfehlung und Garzeit. Ein Austausch nach Gewicht führt nicht automatisch zur gleichen Konsistenz.
Auch Apfel- oder Birnenkompott passt zu der Vanille. Du kannst ein bereits zubereitetes Kompott verwenden und die Kirschzubereitung dann weglassen. Zum Servieren bleiben die Komponenten zunächst getrennt. Löffle das Obst erst auf den fertigen Brei. So bleibt der helle Grießbrei sichtbar und jeder kann die Fruchtmenge selbst wählen.
Reste kühlen und wieder geschmeidig rühren
Wenn du Portionen aufheben möchtest, fülle Brei und Kompott getrennt in saubere, flache Behälter. Lasse sie nicht stundenlang im großen Topf stehen. Das BfR empfiehlt, gegarte Reste innerhalb weniger Stunden auf unter 7 °C abzukühlen und gekühlt innerhalb von zwei bis drei Tagen zu verbrauchen. Der Kühlschrank sollte besser unter 5 °C liegen. Diese Angaben findest du in den BfR-Hinweisen zum richtigen Kühlen.
Kalter Grießbrei ist fester als frisch gekochter. Zum Aufwärmen gibst du pro Portion zunächst 2 EL Milch dazu. Erhitze ihn unter Rühren und ergänze bei Bedarf mehr Milch. Das Kompott erwärmst du separat. Für das Wiedererhitzen nennt das BfR-Merkblatt zur Küchenhygiene mindestens 70 °C für 2 Minuten an allen Stellen. Prüfe das bei Bedarf mit einem Küchenthermometer.
Häufige Fragen
- Welcher Grieß eignet sich für Grießbrei mit Kompott?
Für dieses Rezept verwendest du feinen Weichweizengrieß. Er ergibt einen Brei mit weicher Körnung. Beachte die Garzeit auf der Packung, da sie je nach Produkt etwas abweichen kann.
- Warum wird mein Grießbrei zu fest?
Der Brei dickt während der Ruhezeit und beim Abkühlen weiter nach. Zu viel Grieß oder starkes Einkochen verstärkt das. Rühre nach dem Nachquellen esslöffelweise warme Milch ein, bis die Konsistenz passt.
- Kann ich Grießbrei ohne Ei zubereiten?
Ja, diese Fassung enthält kein Ei. Der Grieß bindet die Milch beim Garen. Die Butter wird zum Schluss eingerührt und ist für die Bindung nicht erforderlich.
- Kann ich Milch durch einen Pflanzendrink ersetzen?
Ja, verwende zunächst die gleiche Flüssigkeitsmenge und ersetze auch die Butter durch eine pflanzliche Alternative. Geschmack und Dicke können je nach Getränk abweichen. Ergänze nach dem Nachquellen bei Bedarf etwas warmen Pflanzendrink.
- Wie lange kann ich Grießbrei und Kompott aufbewahren?
Kühle beide Komponenten zügig in flachen Behältern ab und bewahre sie abgedeckt im Kühlschrank auf. Verbrauche sie innerhalb von zwei bis drei Tagen. Getrennte Lagerung erleichtert das Aufwärmen und hält den Brei hell.
- Was passt außer Kirschkompott dazu?
Apfelkompott, Birnenkompott oder weich gekochte Pflaumen passen gut zur Vanille. Verwende ein fertig zubereitetes Kompott und lasse die Kirschzubereitung weg. Das Rezept ergibt vier großzügige Dessertportionen oder zwei größere Portionen als süße Mahlzeit.