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Engelsaugen mit Marmeladenfüllung verbinden einen zarten Butterrand mit einer fruchtigen Mitte. Eine dünne Schicht Puderzucker macht die hellen Plätzchen besonders hübsch. Für dieses Rezept brauchst du weder Ausstecher noch Nudelholz.
Du formst den Teig zu kleinen Kugeln und drückst breite Mulden hinein. Glatte Himbeermarmelade lässt sich sauber einfüllen und bringt etwas Säure zur süßen Hülle. Entscheidend sind ein kühler Teig und genügend Platz für die Füllung.
Butterteig und rote Fruchtmitte
Verwende kalte Butter und gewöhnliches Weizenmehl Type 405 für den Teig. Für die Füllung eignet sich eine glatte Himbeermarmelade ohne große Fruchtstücke.
- Weizenmehl. Gibt den kleinen Plätzchen Halt und lässt sich mit der Butter zu einem formbaren Teig verbinden.
- Kalte Butter. Sorgt für den typischen Buttergeschmack und die mürbe Hülle.
- Puderzucker. Süßt den Teig fein und kommt nach dem Abkühlen als dünne Schicht auf die Plätzchen.
- Vanillezucker. Ergänzt die fruchtige Füllung mit einem milden Vanillearoma.
- Eigelb. Verbindet die Zutaten und macht den Teig geschmeidiger.
- Himbeermarmelade. Bildet die rote Mitte und bringt einen fruchtigen Gegenpol zum Butterteig.
Kugeln formen, Mulden füllen
- Teig zusammenfügen. Vermische Mehl, 70 g Puderzucker, Vanillezucker und Salz. Arbeite die kalte Butter in Würfeln ein und knete die Eigelbe nur so lange unter, bis der Teig zusammenhält.
- Kühl ruhen lassen. Drücke den Teig flach und kühle ihn abgedeckt 30 Minuten. Heize den Ofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze oder 160 °C Umluft vor.
- Kugeln und Mulden formen. Teile den Teig in etwa 40 Stücke von jeweils rund 13 g. Rolle Kugeln und drücke mit einem runden Kochlöffelstiel breite Mulden hinein, ohne den Boden zu durchstoßen.
- Marmelade verteilen. Rühre die Marmelade glatt und gib etwa einen halben Teelöffel in jede Mulde. Die Füllung soll knapp unter dem Rand bleiben.
- Blechweise backen. Backe die Plätzchen auf der mittleren Schiene jeweils 12-15 Minuten. Die Ränder sollen leicht goldgelb sein. Stelle das zweite Blech währenddessen kühl.
- Abkühlen und bestäuben. Lass die Plätzchen zunächst 5 Minuten auf dem Blech liegen. Setze sie dann auf ein Gitter und bestäube sie erst vollständig abgekühlt dünn mit den übrigen 10 g Puderzucker.
Engelsaugen mit Marmeladenfüllung richtig formen
Der Teig soll zusammenhalten, aber beim Kneten nicht warm und schmierig werden. Drücke die Zutaten zunächst mit den Fingerspitzen zusammen. Sobald keine trockenen Mehlnester mehr zu sehen sind, genügt ein kurzes Zusammenkneten. Langes Bearbeiten macht das Formen unnötig mühsam.
Die Kühlpause hilft dir, gleichmäßige Kugeln zu rollen. Den Zusammenhang zwischen festem Fett und langsamerem Breitlaufen beschreibt auch die Backkunde der Iowa State University. Die dort besprochenen Grundlagen erklären das Verhalten der Zutaten, nicht die Erprobung dieses Rezepts.
Bricht ein kaltes Teigstück beim Rollen auseinander, drücke es kurz in der Hand zusammen. Lass sehr festen Teig einige Minuten stehen. Rolle jede Kugel glatt und drücke die Mulde langsam ein. Kleine Randrisse kannst du vor dem Füllen mit den Fingern schließen. Bei klebrigem Teig hilft erneutes Kühlen besser als eine zusätzliche Handvoll Mehl.
Die Marmelade bleibt in der Mulde
Eine glatte Marmelade lässt sich mit einem kleinen Löffel gut portionieren. Rühre sie vorher in einer Schüssel durch. Große Fruchtstücke kannst du mit einer Gabel zerdrücken oder durch ein Sieb streichen. Verdünne die Füllung nicht mit Wasser. Sie soll weich genug zum Einfüllen sein und trotzdem im Löffel liegen bleiben.
Für jedes Plätzchen sind ungefähr 3 g vorgesehen. Das entspricht etwa einem halben Teelöffel. Orientiere dich zusätzlich an der Mulde und fülle sie knapp unter den Rand. Ein hoher Marmeladenberg kann beim Backen überlaufen und am Blech festkleben.
Kontrolliere das erste Blech ab Minute zwölf. Die Plätzchen bleiben oben überwiegend hell und bekommen nur einen leicht goldenen Rand. Direkt nach dem Backen sind sie noch empfindlich. Lass sie deshalb zunächst auf dem Blech liegen. Die heiße Füllung nicht berühren oder probieren. Beim Abkühlen wird sie fester und lässt sich später sauberer anfassen.
Andere Früchte und kleine Teigänderungen
Du kannst die Himbeermarmelade in gleicher Menge durch Erdbeer- oder Aprikosenkonfitüre ersetzen. Rotes Johannisbeergelee ergibt eine glatte und etwas herbere Mitte. Wähle die Sorte nach deinem Geschmack und achte auf eine dickflüssige Konsistenz. Sehr weiche Fruchtaufstriche können sich beim Backen anders verhalten. Backe bei einer unbekannten Sorte zunächst einige Probeplätzchen.
Für eine zitronige Variante passt ein halber Teelöffel fein abgeriebene Schale einer gewaschenen, unbehandelten Zitrone in den Teig. Besonders Aprikose harmoniert damit. Der Vanillezucker bleibt dabei im Rezept. Zusätzlichen Zitronensaft solltest du nicht einfach unterkneten, weil er die Feuchtigkeit verändert.
Die Grundversion enthält weder Mandeln noch andere Nüsse. Mehl durch gemahlene Nüsse zu ersetzen verändert jedoch die Formbarkeit. Auch ein ganzes Ei statt der beiden Eigelbe ist kein gleichwertiger Austausch. Eine vegane oder glutenfreie Variante braucht angepasste Mengen und eine eigene Rezeptentwicklung. Die hier angegebenen Zeiten und Nährwerte gelten für die unveränderte Butterversion.
Abkühlen, verpacken und portionsweise einfrieren
Packe die Engelsaugen erst ein, wenn sowohl Teig als auch Füllung vollständig abgekühlt sind. Lege zwischen die Lagen Backpapier, damit die Fruchtmitten nicht an den Plätzchen darüber haften. Bewahre die Dose kühl und trocken auf. Für den besten Geschmack plane eine Menge, die du innerhalb weniger Tage servierst. Die genaue Haltbarkeit hängt auch vom verwendeten Fruchtaufstrich und den Lagerbedingungen ab.
Wenn du länger vorausbacken möchtest, friere die ausgekühlten Plätzchen ohne Puderzuckerschicht portionsweise ein. Verwende eine dicht schließende, gefriergeeignete Dose. Die Universität Minnesota empfiehlt luftdichte Verpackungen beim Einfrieren, um Qualitätsverluste durch Luftkontakt zu begrenzen.
Lass die Plätzchen in der Verpackung auftauen und bestäube sie anschließend frisch. Zum Verschenken eignen sich flache Schachteln besser als hohe Stapel. Rechne für die Zubereitung mit etwa 25 Minuten Handarbeit und 30 Minuten Kühlzeit. Zwei Bleche benötigen zusammen bis zu 30 Minuten Backzeit. Danach kommen etwa 20 Minuten zum Abkühlen hinzu.
Häufige Fragen
- Welche Marmelade eignet sich für Engelsaugen?
Gut geeignet ist eine glatte, dickflüssige Himbeer-, Erdbeer- oder Aprikosenkonfitüre. Auch Johannisbeergelee funktioniert als Füllung. Große Fruchtstücke vorher zerkleinern und die Mulden nicht bis über den Rand füllen.
- Kommt die Marmelade vor oder nach dem Backen hinein?
Bei diesem Rezept füllst du die Marmelade vor dem Backen ein. Sie wird zusammen mit dem Teig gebacken und bekommt beim Abkühlen eine festere Oberfläche. Gib ungefähr einen halben Teelöffel in jede Mulde.
- Warum bekommen meine Engelsaugen Risse?
Sehr kalter oder noch nicht zusammenhängender Teig kann beim Eindrücken reißen. Drücke das Teigstück kurz zusammen und rolle es glatt. Forme die Mulde langsam und schließe kleine Risse vor dem Füllen mit den Fingern.
- Kann ich den Teig am Vortag vorbereiten?
Du kannst den Teig am Vortag zubereiten und gut abgedeckt im Kühlschrank aufbewahren. Lass ihn vor dem Formen nur so weit weicher werden, dass sich Kugeln rollen lassen. Die Marmelade kommt erst in die geformten Mulden.
- Wie lange müssen Engelsaugen backen?
Bei 180 °C Ober-/Unterhitze oder 160 °C Umluft brauchen die etwa 13 g schweren Teigkugeln 12-15 Minuten pro Blech. Prüfe ab Minute zwölf die Ränder. Sie sollen leicht goldgelb werden, während die Oberseite noch hell bleibt.
- Sind diese Engelsaugen vegan oder glutenfrei?
Die Grundversion ist vegetarisch, enthält aber Butter, Eigelb und Weizenmehl. Sie ist deshalb weder vegan noch glutenfrei. Ein einfacher Austausch dieser Zutaten kann die Teigkonsistenz deutlich verändern.
- Kann ich fertige Engelsaugen einfrieren?
Ja, friere sie vollständig ausgekühlt und möglichst ohne Puderzuckerschicht ein. Verpacke sie portionsweise in einer gefriergeeigneten, dicht schließenden Dose. Nach dem Auftauen kannst du sie frisch bestäuben.