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Fleischfondue mit Brühe oder Öl und fünf Soßen lässt sich gut vorbereiten. Die Schälchen stehen bereit, das Baguette ist geschnitten und am Tisch gart jeder seine Fleischstücke portionsweise. Knoblauchsoße und Kräuterquark bringen Frische. Cocktailsoße, Curry-Dip und Honig-Senf-Soße setzen kräftigere Akzente.
Dieses Rezept bietet dir beide Garvarianten mit derselben Fleischmenge. In Brühe bleiben die Stücke außen weich und nehmen etwas Würze auf. Öl sorgt für gebräunte Oberflächen. Entscheide dich vor dem Einkauf für eine Variante und prüfe, ob dein Fonduegerät dafür geeignet ist.
Fleisch, Garflüssigkeit und fünf Soßenschälchen
Wähle zarte Fleischstücke ohne dicke Sehnen und schneide alle Sorten ähnlich groß. Naturjoghurt mit 3,5 % Fett und Magerquark ergeben cremige Soßen, die du mit wenigen weiteren Zutaten unterschiedlich abschmeckst.
- Rinderhüfte, Schweinefilet und Hähnchenbrust. Je 300 g ergeben zusammen 225 g Fleisch pro Person.
- Gemüsebrühe oder raffiniertes Rapsöl. Die Brühe würzt beim Garen. Das Öl ermöglicht gebräunte Oberflächen.
- Naturjoghurt und Mayonnaise. Sie bilden die Basis für vier der fünf Soßen.
- Magerquark und frische Kräuter. Schnittlauch und Petersilie geben dem Kräuterquark einen frischen Geschmack.
- Knoblauch und Zitronensaft. Sie machen die Knoblauchsoße würzig und leicht säuerlich.
- Ketchup und Paprikapulver. Sie geben der Cocktailsoße ihre rosa Farbe und milde Würze.
- Currypulver und Honig. Sie verbinden sich zu einem milden Curry-Dip.
- Mittelscharfer Senf. Er sorgt in der fünften Soße für einen pikanten Gegenpol zum Honig.
- Baguette. Damit kannst du die Soßen aufnehmen und die kleinen Fleischportionen ergänzen.
So kommt das Fondue auf den Tisch
- Helle Soßen anrühren. Vermische die Zutaten für Knoblauchsoße und Kräuterquark jeweils in einem eigenen Schälchen. Stelle beide abgedeckt kalt.
- Drei weitere Soßen mischen. Rühre Cocktailsoße, Curry-Dip und Honig-Senf-Soße nach den Mengen im Rezept an. Schmecke jede einzeln ab.
- Fleisch vorbereiten. Tupfe das Fleisch mit Küchenpapier trocken und schneide es in etwa 2 cm große Würfel. Halte die Sorten getrennt und bis zum Garen gekühlt.
- Tisch einrichten. Stelle das geeignete elektrische Fonduegerät standsicher auf. Lege für jeden Gast eine Fonduegabel und eine separate Essgabel bereit.
- Garflüssigkeit erhitzen. Bringe die Brühe im Gerät zum Kochen und halte sie anschließend leicht siedend. Erhitze alternativ das Öl auf 175-180 °C. Beachte die Füllgrenzen des Herstellers.
- Portionsweise garen. Gib zunächst höchstens vier Fleischwürfel gleichzeitig hinein. Rechne als Orientierung mit etwa 4-6 Minuten in Brühe oder 3-5 Minuten in Öl. Prüfe die Kerntemperatur. Alle Sorten sollen mindestens 70 °C im Kern erreichen und diese Temperatur zwei Minuten halten.
- Mit sauberem Besteck servieren. Lass das gare Fleisch kurz abtropfen und streife es mit einer sauberen Gabel auf den Essteller. Iss mit der Essgabel und gib Soßen mit eigenen Löffeln auf den Teller.
- Brühe zum Abschluss aufkochen. Wenn du Brühe verwendest, entferne nach der letzten Fleischrunde lose Stücke und koche die Flüssigkeit nochmals sprudelnd auf. Serviere sie nach Wunsch in kleinen Tassen.
Brühe oder Öl bestimmt die Oberfläche
Bei Fleischfondue mit Brühe oder Öl und fünf Soßen entscheidet die Garflüssigkeit vor allem über die Oberfläche. Brühe hinterlässt weiche Fleischstücke ohne Kruste. Wähle eine kräftige Gemüsebrühe und salze sie zurückhaltend, weil beim langen Sieden Wasser verdampft. Stelle zusätzliche heiße Brühe bereit, falls der Flüssigkeitsstand sinkt. Fülle nur bis zur zulässigen Markierung nach.
Für die Ölvariante verwendest du raffiniertes Rapsöl und einen dafür freigegebenen Metalltopf. Die hier gewählten 175-180 °C entsprechen dem Temperaturbereich, den das japanische Landwirtschaftsministerium für das Frittieren von Fleisch nennt. Kontrolliere die Temperatur mit einem geeigneten Fettthermometer. Senke die Leistung, sobald das Öl zu heiß wird. Gib nur wenige trockene Fleischstücke hinein und warte zwischen den Runden, bis die Temperatur wieder erreicht ist.
Kleine Würfel und getrenntes Besteck
Etwa 2 cm große Würfel lassen sich gut aufspießen und gleichmäßiger garen als unterschiedlich dicke Stücke. Die Minutenangaben sind Orientierungshilfen. Topfleistung und Fleischtemperatur verändern die Garzeit. Laut BfR-Hinweisen speziell zu Fondue und Raclette soll Fleisch im Kern mindestens zwei Minuten lang 70 °C erreichen. Prüfe mit einem sauberen dünnen Fühler und gare bei Bedarf länger.
Die Fonduegabel bleibt ein Garwerkzeug. Rohfleischteller kommen nicht mit Brot oder Soßen in Kontakt. Reinige Hände und Arbeitsgeräte nach der Fleischvorbereitung. Am Tisch helfen kleine Nachfüllportionen aus dem Kühlschrank. So steht nicht die gesamte Fleischmenge während des Abends ungekühlt herum. Stelle Hähnchen außerdem in einer eigenen Schale bereit. Jeder Gast bekommt einen sauberen Essteller, auf dem ausschließlich fertiges Essen landet.
Fünf Soßen mit klaren Unterschieden
Rühre die Soßen vor dem Schneiden des Fleisches an. Die Knoblauchsoße schmeckt zunächst mild und wird beim Durchziehen kräftiger. Eine kleine Zehe reicht für diese Menge. Der Kräuterquark bleibt bewusst dicker. Verrühre ihn gründlich mit dem Joghurt, bevor du die fein geschnittenen Kräuter zugibst. So verteilen sie sich gleichmäßig.
Die Cocktailsoße erhält ihre Süße vom Ketchup. Probier sie zuerst ohne weitere Süßung. Im Curry-Dip rundet ein Teelöffel Honig die Gewürzmischung ab. Verwende mildes Currypulver, wenn du keine scharfe Soße möchtest. Bei der Honig-Senf-Soße bleibt der Senf deutlich erkennbar. Ist eine Soße zu dick, rühre einen Teelöffel kaltes Wasser ein. Serviere alle fünf in kleinen Schälchen mit eigenen Löffeln. Für größere Runden kannst du die Soßenmengen verdoppeln und einen Teil bis zum Nachfüllen im Kühlschrank lassen.
Vorbereiten, nachfüllen und Reste aufbewahren
Du kannst die fünf Soßen am Vorabend anrühren und sofort abgedeckt kühlen. Schneide das Fleisch möglichst am Tag des Essens. Stelle jeweils nur kleine Mengen auf den Tisch und fülle aus gekühlten Vorräten nach. Schneide das Baguette zuletzt, damit die Schnittflächen nicht unnötig austrocknen. Ein Blattsalat passt dazu, gehört aber mit eigenem Besteck abseits der Rohfleischschalen auf den Tisch.
Bewahre nur Soßen auf, die sauber entnommen und nicht mit rohem Fleisch berührt wurden. Für gegarte Fleischreste und die abschließend aufgekochte Brühe gilt die behördliche Empfehlung zum schnellen Abkühlen. Verteile sie in kleine Behälter und stelle sie innerhalb von ein bis zwei Stunden in den Kühlschrank bei höchstens 5 °C. Verbrauche sie innerhalb von 48 Stunden. Ungekühlte Tischreste oder verunreinigte Soßen werden entsorgt.
Häufige Fragen
- Wie viel Fleisch brauche ich für ein Fondue?
Dieses Rezept verwendet 225 g rohes Fleisch pro Person. Mit Baguette und fünf Soßen ergibt das eine großzügige Hauptmahlzeit. Für sechs Personen kannst du die Fleischmenge auf insgesamt 1,35 kg erhöhen.
- Kann ich das Fondue nur mit Rindfleisch machen?
Ja, ersetze Schweinefilet und Hähnchen durch dieselbe Menge zarte Rinderhüfte oder Rinderfilet. Schneide weiterhin etwa 2 cm große Würfel. Auch diese Variante wird nach der beschriebenen Kerntemperatur vollständig durchgegart.
- Wie lange müssen die Fleischstücke garen?
Für 2 cm große Würfel sind etwa 4-6 Minuten in leicht siedender Brühe oder 3-5 Minuten in 175-180 °C heißem Öl eine Orientierung. Entscheidend ist die Kontrolle im Kern, nicht die Uhr. Halte mindestens 70 °C für zwei Minuten und verlängere die Garzeit bei Bedarf.
- Welche Soßen kann ich am Vortag vorbereiten?
Alle fünf Soßen lassen sich am Vorabend anrühren und sofort abgedeckt kühlen. Kräuter vorher gut trocknen, damit der Quark nicht wässrig wird. Stelle nur kleine Portionen auf den Tisch und lasse den übrigen Vorrat gekühlt.
- Lässt sich das Fleischfondue glutenfrei zubereiten?
Verwende glutenfreies Brot und prüfe Brühe, Senf, Ketchup sowie die Gewürzmischung auf entsprechende Kennzeichnung. Die hier aufgeführte Grundversion enthält durch das Baguette Gluten. Achte auch auf getrennte Brotkörbe und sauberes Besteck.
- Kann ich die Fonduebrühe anschließend als Suppe essen?
Ja, wenn du die Brühe nach der letzten Fleischrunde nochmals sprudelnd aufkochst und lose Fleischstücke vollständig gar sind. Schmecke sie erst danach ab. Für spätere Verwendung zügig in kleinen Behältern abkühlen und innerhalb von 48 Stunden gekühlt verbrauchen.
Quellen
Für die Erstellung und Qualitätssicherung der Inhalte wurden verlässliche Quellen verwendet.
- https://www.bfr.bund.de/presseinformation/fondue-und-raclette-so-lassen-sich-lebensmittelinfektionen-bei-der-zubereitung-vermeiden
- https://www.maff.go.jp/j/heya/sodan/1503/01.html
- https://www.usfa.fema.gov/downloads/pdf/publications/fire_safety_trailer_curriculum.pdf
- https://www.gov.uk/government/publications/how-to-chill-freeze-and-defrost-food-safely/how-to-chill-freeze-and-defrost-food-safely