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Bratwurst mit Sauerkraut lebt vom Zusammenspiel auf dem Teller. Die Wurst bekommt eine kräftig gebräunte Hülle. Das Kraut bleibt saftig und angenehm säuerlich.
Ein kleiner Apfel und weich gedünstete Zwiebel runden das Sauerkraut ab. Du brauchst weder Wein noch Speck. Während das Kraut im Topf schmort, garen die Bratwürste daneben in der Pfanne.
Kraut, Apfel und kräftige Bratwürste
Nimm naturbelassenes Sauerkraut aus Glas oder Dose ohne fertige Wein- oder Speckwürzung. Für die angegebene Garzeit passen rohe Schweinebratwürste von etwa 150 g pro Stück.
- Schweinebratwurst. Sie liefert den herzhaften Geschmack und die gebräunte Hülle.
- Sauerkraut. Seine feinen Kohlstreifen bringen Säure und bleiben beim sanften Schmoren saftig.
- Zwiebel. Weich gedünstet mildert sie den kräftigen Krautgeschmack.
- Apfel. Kleine Würfel geben eine dezente Süße und werden im Topf weich.
- Rapsöl. Eine Hälfte dient zum Dünsten, die andere zum Braten.
- Kümmel und Lorbeer. Sie würzen das Kraut ohne zusätzliche Fertigwürzung.
- Mittelscharfer Senf. Ein kleiner Klecks ergänzt die Bratwurst beim Servieren.
Bratwurst mit Sauerkraut parallel zubereiten
- Gemüse vorbereiten. Lass das Sauerkraut kurz abtropfen, ohne es auszudrücken. Würfle die geschälte Zwiebel und den gewaschenen, entkernten Apfel klein.
- Zwiebel weich dünsten. Erhitze einen Esslöffel Öl im Topf. Dünste die Zwiebel bei mittlerer Hitze etwa 4 Minuten und gib den Apfel für eine weitere Minute dazu.
- Kraut sanft schmoren. Füge Sauerkraut, 200 ml Wasser, Kümmel und Lorbeer hinzu. Lass alles aufkochen und anschließend zugedeckt bei kleiner Hitze 20 Minuten schmoren. Rühre gelegentlich um.
- Bratwürste garen. Erhitze den übrigen Esslöffel Öl in einer großen Pfanne bei mittlerer Hitze. Brate die Würste insgesamt etwa 18-22 Minuten und wende sie regelmäßig mit einer Zange. Sie müssen im Kern mindestens 70 °C erreichen und diese Temperatur mindestens 2 Minuten halten. Prüfe das mit einem Fleischthermometer und verlängere die Garzeit bei Bedarf.
- Kraut abschmecken. Entferne das Lorbeerblatt. Würze mit Pfeffer und bei Bedarf mit wenig Salz. Lass überschüssige Flüssigkeit 2-3 Minuten ohne Deckel verdampfen.
- Direkt anrichten. Verteile das saftige Kraut auf vier Teller. Lege jeweils eine Bratwurst daneben und gib einen Teelöffel Senf dazu.
Bräunung braucht eine ruhige Pfanne
Eine sehr heiße Pfanne färbt die Wursthülle schnell dunkel. Bei einer dicken rohen Bratwurst kann das Innere dann noch nicht ausreichend gegart sein. Beginne deshalb mit mittlerer Hitze. Die Würste sollen gleichmäßig brutzeln, ohne dass das Öl raucht. Wende sie alle paar Minuten mit einer Zange und lasse zwischen den Würsten etwas Platz.
Wird die Hülle früh dunkel, reduziere die Hitze. Gib vorsichtig zwei Esslöffel Wasser dazu und lege für einige Minuten einen Deckel auf. Nimm ihn zum Schluss wieder ab, damit die Oberfläche trockener wird. Die Farbe allein zeigt den Garzustand nicht zuverlässig an. Das BfR empfiehlt ausreichendes Durcherhitzen auf mindestens 70 °C für zwei Minuten an allen Stellen. Prüfe den Kern der dicksten Wurst mit einem Fleischthermometer.
Säure abstimmen, Feuchtigkeit behalten
Sauerkraut schmeckt je nach Produkt unterschiedlich kräftig. Probiere vor dem Kochen eine kleine Menge mit einer sauberen Gabel. Ist es angenehm säuerlich, genügt kurzes Abtropfen. Drücke die Kohlstreifen nicht trocken aus. Die verbliebene Flüssigkeit gehört zum Geschmack und hilft beim Schmoren.
Bei ausgesprochen saurem Kraut kannst du einen Teil kurz mit kaltem Wasser abspülen und wieder untermischen. So lässt sich die Säure vorsichtig reduzieren. Der Apfel rundet sie zusätzlich ab. Wähle dafür einen süßlichen Apfel und schneide ihn klein, damit er in der angegebenen Zeit weich wird.
Nach 20 Minuten soll das Kraut weich sein und noch etwas Biss haben. Auf dem Topfboden darf ein wenig Flüssigkeit stehen. Ein trockener Boden verlangt einen kleinen Schluck Wasser. Eine größere Flüssigkeitsmenge lässt du am Schluss ohne Deckel verdampfen. Salz kommt erst nach dem Probieren dazu.
Andere Würste, passende Beilagen
Das Rezept ist auf vier große rohe Schweinebratwürste ausgelegt. Kleine Nürnberger lassen sich ebenfalls verwenden, brauchen aber eine kürzere Garzeit. Orientiere dich an den Packungsangaben und prüfe auch hier die Kerntemperatur. Vorgebrühte Bratwürste bereitest du nach den Hinweisen auf ihrer Verpackung zu. Übernimm die Zeit für rohe Würste nicht unverändert.
Wenn du Kümmel nicht magst, lass ihn weg. Das Kraut schmeckt mit Apfel, Zwiebel und Lorbeer auch ohne ihn rund. Für eine vegetarische Variante ersetzt du die Schweinebratwurst durch passende pflanzliche Würste und beachtest deren Zubereitungshinweise. Die Nährwerte verändern sich dabei.
Zum fertigen Teller passen Salzkartoffeln oder ein einfaches Kartoffelpüree. Eine Scheibe kräftiges Brot ist praktisch, wenn du keinen weiteren Topf aufsetzen möchtest. Diese Beilagen sind in den Mengen und Nährwerten des Rezepts nicht enthalten. Den Senf kannst du separat reichen, damit jeder selbst nachwürzt.
Reste kühlen und gründlich aufwärmen
Du kannst das Kraut am Vortag zubereiten und die Würste erst kurz vor dem Essen braten. Fülle das gekochte Kraut zum Abkühlen in flache Behälter. Auch Reste vom fertigen Gericht solltest du zügig kühlen. Lass einen großen gefüllten Topf nicht stundenlang auf dem Herd stehen.
Die Kühlhinweise des BfR empfehlen, Essensreste innerhalb weniger Stunden auf unter 7 °C abzukühlen und innerhalb von zwei bis drei Tagen zu verbrauchen. Stelle den Kühlschrank möglichst auf unter 5 °C ein. Bewahre Wurst und Kraut in geschlossenen Behältern auf.
Erwärme das Kraut mit einem kleinen Schluck Wasser und rühre mehrfach um. Die Würste kannst du in einer Pfanne mit etwas Wasser zugedeckt erhitzen. Beim Aufwärmen müssen alle Stellen erneut mindestens 70 °C für zwei Minuten erreichen. Prüfe besonders das Innere der Würste.
Häufige Fragen
- Wie lange muss Sauerkraut aus dem Glas kochen?
Für dieses Rezept schmorst du es nach dem Aufkochen etwa 20 Minuten zugedeckt. Es soll weich werden und noch etwas Biss behalten. Beachte zusätzlich die Zubereitungshinweise auf dem Glas.
- Kann ich vorgebrühte Bratwürste verwenden?
Ja, das Kraut bleibt unverändert. Bereite die vorgebrühten Würste nach den Packungsangaben zu, da sie eine andere Garzeit benötigen können. Die angegebenen 18-22 Minuten gelten als Orientierung für große rohe Schweinebratwürste.
- Was mache ich, wenn das Sauerkraut zu sauer ist?
Spüle vor dem Kochen einen Teil des Krauts kurz ab und mische ihn wieder unter. Der süßliche Apfel mildert den Gesamteindruck zusätzlich. Gib nicht sofort Zucker dazu, sondern probiere das fertig geschmorte Kraut zuerst.
- Kann ich Bratwurst mit Sauerkraut vorbereiten?
Bereite das Kraut am Vortag zu und kühle es zügig in einem flachen Behälter. Die Bratwürste brätst du möglichst frisch. Erhitze vorbereitetes Kraut vor dem Servieren überall auf mindestens 70 °C für zwei Minuten.
- Ist das Rezept glutenfrei und ohne Milchprodukte?
Ja, wenn du die im Rezept angegebenen Bratwürste ohne glutenhaltige Zutaten und Milchbestandteile sowie glutenfreien Senf verwendest. Prüfe die Zutatenlisten der konkreten Produkte. Brot oder Kartoffelpüree als zusätzliche Beilage müssen gesondert berücksichtigt werden.
- Welche Beilage passt dazu?
Salzkartoffeln nehmen die Flüssigkeit vom Kraut gut auf. Kartoffelpüree passt ebenfalls, wenn du eine weichere Beilage möchtest. Für ein unkompliziertes Essen reicht auch eine Scheibe kräftiges Brot.