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Nürnberger Rostbratwurst braucht keine aufwendige Soße. Ihre würzige Füllung passt zu säuerlichem Kraut und weichem Kartoffelstampf. Die kleinen Würste bekommen in der Pfanne eine gleichmäßige Bräunung, wenn du sie regelmäßig wendest und die Hitze im Blick behältst.
Hier bereitest du gekaufte rohe Rostbratwürste zu. Für vier Personen gibt es jeweils sechs Stück mit zwei warmen Beilagen. Kartoffeln und Kraut garen parallel, sodass du dich zum Schluss auf die Würste konzentrieren kannst.
Kleine Würste, milde Beilagen
Kaufe rohe Nürnberger Rostbratwürste und bereits gegartes Sauerkraut ohne weitere Würzzutaten. Mehligkochende Kartoffeln lassen sich für die Beilage leicht zu einem weichen Stampf zerdrücken.
- Nürnberger Rostbratwürste. Sie bringen die kräftige Würzung mit und brauchen kein zusätzliches Salz.
- Rapsöl. Eine kleine Menge hilft beim Anbraten und beim Anschwitzen der Zwiebel.
- Zwiebel. Sie gibt dem Sauerkraut eine milde Süße.
- Gegartes Sauerkraut. Seine Säure ergänzt die würzigen Würste und den milden Stampf.
- Mehligkochende Kartoffeln. Sie ergeben eine weiche Beilage mit kleinen lockeren Stückchen.
- Milch und Butter. Sie machen den Stampf geschmeidig.
- Muskatnuss. Eine kleine Prise würzt die Kartoffeln, ohne die Würste zu überdecken.
- Mittelscharfer Senf. Er kommt als würziger Klecks neben die fertigen Würste.
So wird alles gleichzeitig fertig
- Kartoffeln aufsetzen. Schäle 800 g Kartoffeln und schneide sie in etwa 2 cm große Stücke. Bedecke sie knapp mit Wasser und koche sie mit 1 TL Salz nach dem Aufkochen etwa 15-18 Minuten weich.
- Kraut schmoren. Würfle die Zwiebel und dünste sie in 1 TL Öl drei Minuten glasig. Gib 600 g gegartes Sauerkraut und 100 ml Wasser dazu. Lass es zugedeckt bei kleiner Hitze 15 Minuten köcheln.
- Würste braten. Verteile die übrigen 2 TL Öl auf zwei große Pfannen und erhitze sie auf mittlerer Stufe. Brate die 24 Würste etwa 10-12 Minuten mit regelmäßigem Wenden. Sie müssen im Inneren mindestens 70 °C für zwei Minuten erreichen. Prüfe das mit einem dünnen Fleischthermometer und verlängere die Garzeit bei Bedarf.
- Stampf zubereiten. Gieße die weichen Kartoffeln ab und lass sie eine Minute ausdampfen. Erwärme 160 ml Milch mit 30 g Butter im leeren Kartoffeltopf. Gib die Kartoffeln zurück und zerdrücke sie mit einem Stampfer. Würze mit Muskat und Pfeffer.
- Beilagen abschmecken. Rühre das Kraut um und lass überschüssige Flüssigkeit kurz ohne Deckel verdampfen. Schmecke Kraut und Stampf mit dem übrigen Salz nach Bedarf ab.
- Teller anrichten. Verteile Stampf und Sauerkraut auf vier Teller. Lege jeweils sechs vollständig gegarte Würste dazu und serviere pro Portion etwa 1 EL Senf.
Was Nürnberger Rostbratwurst auszeichnet
Die kleine Form gehört zur Spezialität. Die EU-Produktspezifikation für Nürnberger Rostbratwürste beschreibt Würste von 7-9 cm Länge und etwa 20-25 g Rohgewicht. Schweinefleisch und ein enger Schafsaitling gehören dazu. Majoran wird als charakteristische Würzung genannt. Die geschützte geografische Angabe bindet die Herstellung an das Stadtgebiet Nürnberg.
Für dieses Gericht kaufst du die fertigen Würste. Eine selbst gewürzte Bratwurstfüllung wäre eine andere Rezeptaufgabe. Achte beim Einkauf auch darauf, ob das Produkt roh oder bereits vorgebrüht ist. Der Ablauf hier ist auf rohe Würste ausgelegt. Sechs Stück pro Person ergeben mit Stampf und Kraut eine herzhafte Portion. Weil das einzelne Stückgewicht schwankt, sind 600 g für 24 Würste ein ungefährer Einkaufswert. Für die Nährwertschätzung ist das tatsächliche Packungsgewicht genauer als die Stückzahl.
Bräunung ohne verbrannte Stellen
Die Pfanne soll heiß genug sein, dass es beim Einlegen leise zischt. Stark rauchendes Öl ist ein Zeichen, die Hitze zu reduzieren. Die Würste liegen nebeneinander und bekommen rundherum Kontakt mit dem Pfannenboden. Wende sie ungefähr alle zwei Minuten. Zwei Pfannen verhindern, dass sich 24 Stück übereinander drängen.
Eine braune Oberfläche allein zeigt dir nicht zuverlässig, ob eine rohe Wurst vollständig gegart ist. Das BfR empfiehlt ausreichendes Erhitzen auf mindestens 70 °C für zwei Minuten an allen Stellen. Führe einen dünnen Temperaturfühler möglichst längs bis in die Mitte einer Wurst. Prüfe mehrere Stücke aus beiden Pfannen. Werden sie vor Erreichen der Temperatur schon dunkel, gare sie bei kleinerer Hitze weiter. Verwende für das Anrichten saubere Teller und eine saubere Zange.
Stampf und Kraut richtig abstimmen
Das Sauerkraut soll saftig bleiben, aber keine große Pfütze auf dem Teller bilden. Starte deshalb mit 100 ml Wasser und halte den Deckel beim Schmoren geschlossen. Falls das Kraut am Boden ansetzt, ergänze einen kleinen Schluck Wasser. Ist es am Ende zu feucht, lass es kurz offen köcheln. Die glasig gedünstete Zwiebel rundet den Geschmack ab. Zucker ist für diese Variante nicht vorgesehen.
Beim Stampf lohnt sich ein kurzer Moment Geduld nach dem Abgießen. Lass die Kartoffeln ausdampfen, bevor du Milch und Butter zugibst. Zerdrücke sie von Hand, damit kleine Stückchen bleiben. Ein Pürierstab ist dafür ungeeignet, weil der Stampf schnell klebrig werden kann. Gib die Milch lieber portionsweise zu, falls deine Kartoffeln weniger Flüssigkeit aufnehmen. Salze beide Beilagen erst nach dem Probieren nach. Sauerkraut und Würste bringen bereits Salz mit. Der Senf bleibt separat, damit jeder die Menge selbst bestimmen kann.
Reste kühlen und schonend aufwärmen
Portioniere übrig gebliebene Würste und Beilagen nach dem Essen in flache Behälter. Lass große Mengen nicht lange im warmen Topf stehen. Nach den Kühlhinweisen des BfR sollen gegarte Reste innerhalb weniger Stunden auf unter 7 °C abkühlen. Bewahre sie abgedeckt im Kühlschrank auf und verbrauche sie innerhalb von zwei bis drei Tagen. Beachte für ungegarte Würste die Lagerbedingungen und das Verbrauchsdatum auf der Packung.
Zum Aufwärmen bekommen Stampf und Kraut jeweils einen kleinen Schluck Wasser. Erwärme sie in getrennten Töpfen und rühre regelmäßig um. Die Würste kannst du bei mäßiger Hitze in der Pfanne erwärmen. Auch beim erneuten Erhitzen müssen alle Bestandteile mindestens 70 °C für zwei Minuten erreichen. Plane für Gäste lieber den Ablauf vor, statt fertige Würste lange warmzuhalten. Zwiebeln würfeln und Zutaten bereitstellen spart Zeit, ohne dass die gebräunte Wursthaut weich wird.
Häufige Fragen
- Wie lange muss Nürnberger Rostbratwurst in der Pfanne braten?
Für kleine rohe Würste kannst du bei mittlerer Hitze ungefähr 10-12 Minuten einplanen. Wende sie regelmäßig und beachte die Packungsangaben. Entscheidend ist das vollständige Durchgaren mit mindestens 70 °C im Inneren für zwei Minuten.
- Kann ich vorgebrühte Nürnberger statt roher Würste verwenden?
Ja, sie passen ebenfalls zu den Beilagen. Richte dich bei der Zubereitung nach der Verpackung, da die Bratzeit von der rohen Variante abweichen kann. Brate auch diese Würste bei mäßiger Hitze und wende sie regelmäßig.
- Warum platzen die kleinen Bratwürste auf?
Sehr starke Hitze kann dazu führen, dass die Hülle aufreißt. Reduziere die Temperatur, sobald die Würste zu schnell dunkel werden. Lass etwas Abstand zwischen ihnen und wende sie mit einer Zange ohne scharfe Kanten.
- Kann ich das Gericht ohne Milchprodukte zubereiten?
Ersetze die Butter durch eine milchfreie Margarine und die Milch durch einen ungesüßten Pflanzendrink. Gib die Flüssigkeit nach und nach zum Stampf. Prüfe zusätzlich die Zutatenliste der Würste auf Milchbestandteile.
- Wie lange halten sich die Reste?
Kühle die gegarten Bestandteile zügig in flachen Behältern und bewahre sie abgedeckt im Kühlschrank auf. Verbrauche sie innerhalb von zwei bis drei Tagen. Beim Aufwärmen müssen alle Bestandteile mindestens 70 °C für zwei Minuten erreichen.
- Was passt statt Kartoffelstampf dazu?
Kartoffelsalat oder ein kräftiges Bauernbrot passen gut zu Würsten und Kraut. Für eine kleinere Mahlzeit kannst du die Würste mit Senf im Brötchen servieren. Die angegebenen Nährwerte beziehen sich auf die vollständige Variante mit Kartoffelstampf.
Quellen
Für die Erstellung und Qualitätssicherung der Inhalte wurden verlässliche Quellen verwendet.
- https://eur-lex.europa.eu/legal-content/EN/TXT/?uri=CELEX%3A32013R0973
- https://www.bfr.bund.de/fragen-und-antworten/thema/lebensmittelinfektionen-im-privathaushalt-quellen-erkennen-risiken-vermeiden
- https://www.bfr.bund.de/fragen-und-antworten/thema/korrektes-kuehlen-von-lebensmitteln-im-privathaushalt