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Linsen mit Spätzle und Saitenwürstle bringen eine kräftige Linsensoße und weiche Eiernudeln auf einen Teller. Kleine Speckwürfel geben Würze. Rotweinessig setzt einen säuerlichen Akzent, ohne das Gericht zu überdecken.
Die Spätzle machst du hier selbst mit einer Presse. Während die Linsen köcheln, bleibt Zeit für den Teig und das Nudelwasser. Plane etwa 80 Minuten ein. Die genaue Garzeit hängt von deinen Linsen ab.
Braune Linsen und ein kräftiger Ansatz
Nimm ganze braune Linsen mit einer angegebenen Garzeit von etwa 30-45 Minuten. Fein gewürfeltes Gemüse verteilt sich gleichmäßig in der Soße und lässt den Linsen genug Platz auf dem Löffel.
- Braune Linsen. Sie bilden die Grundlage und sollen weich werden, ohne vollständig zu zerfallen.
- Geräucherter Bauchspeck. Kleine Würfel geben dem Ansatz eine herzhafte Würze.
- Zwiebel, Möhre und Knollensellerie. Das fein geschnittene Gemüse bringt eine milde Süße und ergänzt die Linsen.
- Gemüsebrühe und Lorbeer. Sie bilden die Kochflüssigkeit. Salzarm gewählte Brühe lässt Spielraum beim Abschmecken.
- Butter und Weizenmehl. Eine kleine Mehlschwitze bindet die Linsensoße. Mehl bildet außerdem die Grundlage der Spätzle.
- Eier. Sie geben den Spätzle Farbe und Biss.
- Rotweinessig und Zucker. Der Essig sorgt für Säure. Eine kleine Menge Zucker rundet sie ab.
- Saitenwürstle. Bereits gegarte Würstchen werden separat erhitzt und bleiben dadurch gut portionierbar.
Linsen mit Spätzle und Saitenwürstle
- Alles vorbereiten. 300 g Linsen verlesen und abspülen. Zwiebel, Möhre und Sellerie fein würfeln. 80 g Speck ebenfalls klein schneiden.
- Die Linsen ansetzen. Speck im Topf bei mittlerer Hitze 3 Minuten auslassen. Gemüse 5 Minuten mitdünsten. Linsen mit 1 l Brühe und einem Lorbeerblatt zugeben. Aufkochen und bei kleiner Hitze 30-45 Minuten mit leicht geöffnetem Deckel weich köcheln. Bei Bedarf heißes Wasser nachgießen.
- Den Spätzleteig schlagen. Währenddessen 300 g Mehl mit 3 Eiern, 1/2 TL Salz und zunächst 120 ml Wasser verrühren. Mit einem Kochlöffel 3-5 Minuten schlagen, bis der zähe Teig Blasen bildet. Bei Bedarf etwas mehr Wasser ergänzen. 15 Minuten ruhen lassen.
- Die Soße binden. Wenn die Linsen weich sind, 15 g Butter in einer kleinen Pfanne schmelzen. 15 g Mehl darin etwa 2 Minuten hellbraun rösten. Nach und nach etwa 150 ml Kochflüssigkeit aus dem Linsentopf einrühren. Zurück in den Topf geben und 5 Minuten köcheln lassen. Lorbeer entfernen und mit zunächst 2 EL Essig, Zucker, Salz und Pfeffer abschmecken.
- Die Spätzle garen. Einen großen Topf mit gesalzenem Wasser aufkochen. Teig in vier Portionen durch eine Spätzlepresse ins leicht kochende Wasser drücken. Sobald die Spätzle aufsteigen, noch 1-2 Minuten garen. Herausheben und in einer warmen Schüssel mit 15 g Butter vermengen.
- Die Würstchen erhitzen. Parallel dazu die bereits gegarten Saitenwürstle in einem separaten Topf mit 80-85 °C heißem Wasser etwa 8-10 Minuten erhitzen. Das Wasser soll nicht sprudelnd kochen. Die Würstchen müssen innen mindestens 70 °C für 2 Minuten erreichen. Abweichende Packungsangaben beachten.
- Gemeinsam anrichten. Die Linsensoße bei Bedarf mit etwas heißem Wasser lockern. Den übrigen Essig nach Geschmack ergänzen. Spätzle und Linsen auf vier tiefe Teller verteilen und je ein heißes Saitenwürstle dazulegen.
Essig kommt zu weichen Linsen
Probiere vor dem Abschmecken mehrere Linsen aus dem Topf. Sie sollen sich leicht zerdrücken lassen und keinen festen Kern mehr haben. Sind sie noch hart, brauchen sie weitere Kochzeit und ausreichend Flüssigkeit. Gieße bei Bedarf heißes Wasser in kleinen Mengen nach. Die Packungsangabe ist dabei hilfreicher als eine starre Minutenzahl.
Den Essig gibst du erst zu den weichen Linsen. Saure Zutaten können die Garzeit verlängern. Das erläutert auch die Zubereitungshilfe der North Dakota State University. Einweichen ist bei Linsen grundsätzlich nicht erforderlich.
Beginne mit zwei Esslöffeln Rotweinessig und rühre gründlich um. Probiere einen Löffel Soße zusammen mit etwas Spätzle. So beurteilst du die Säure im fertigen Gericht. Der dritte Esslöffel bleibt eine Geschmacksentscheidung. Salz ergänzt du ebenfalls zum Schluss, weil Speck und Brühe bereits Würze mitbringen.
Sämige Soße ohne Mehlklumpen
Die Linsen sollen in einer gebundenen Soße liegen und sich trotzdem leicht schöpfen lassen. Prüfe deshalb vor der Mehlschwitze die Flüssigkeitsmenge. Ist der Topfinhalt schon sehr dick, ergänze zunächst etwas heißes Wasser. Eine trockene Linsenmasse braucht keine zusätzliche Bindung.
Für die Mehlschwitze schmilzt du die Butter bei mittlerer Hitze. Rühre das Mehl ohne Pause, bis es leicht hellbraun wird. Es soll angenehm geröstet riechen. Dunkle oder schwarze Stellen sind ein Zeichen für zu viel Hitze. Nimm die Pfanne dann sofort vom Herd.
Gib die heiße Kochflüssigkeit zuerst schluckweise dazu und rühre jeden Schluck glatt. Erst danach kommt mehr Flüssigkeit hinein. Die fertige Mischung lässt sich gleichmäßig unter die Linsen rühren. Lass die Soße anschließend fünf Minuten leise köcheln. Sie darf etwas lockerer wirken als gewünscht, denn beim Stehen wird sie häufig dicker. Nachgießen ist leichter als nachträgliches Entklumpen.
Spätzle brauchen zähen Teig
Spätzleteig ist deutlich weicher als ein Teig zum Ausrollen. Er soll aber nicht wie Pfannkuchenteig vom Löffel fließen. Hebe den Kochlöffel an. Der Teig sollte langsam in einem breiten, schweren Band zurück in die Schüssel fallen. Bleibt er als fester Klumpen hängen, ergänze Wasser esslöffelweise. Für dieses Rezept reichen meistens 120-150 ml.
Nach der Ruhezeit rührst du den Teig noch einmal kräftig durch. Arbeite mit kleinen Portionen, damit das Wasser nach dem Einpressen rasch wieder leicht kocht. Löse zusammenhängende Spätzle vorsichtig mit dem Schaumlöffel. Nach dem Aufsteigen bekommen sie noch ein bis zwei Minuten Garzeit.
Eine Presse ergibt längliche Spätzle und passt zur beschriebenen Zubereitung. Ein Hobel funktioniert ebenfalls, macht aber eher kurze Formen. Wenn du gekaufte Spätzle verwenden möchtest, ersetze den gesamten Teig durch etwa 600 g frische Spätzle. Bereite sie nach Packungsangabe zu und vermenge sie anschließend mit der vorgesehenen Butter.
Reste getrennt kühlen und aufwärmen
Bewahre Linsen und Spätzle möglichst getrennt auf. Sonst ziehen die Spätzle Flüssigkeit aus der Soße und werden weich. Teile größere Restmengen zum zügigen Abkühlen auf flache Behälter auf. Verschließe sie für die Lagerung und stelle sie zeitnah in den Kühlschrank. Lass den vollen Topf nicht über Nacht auf dem Herd stehen.
Das Bundesinstitut für Risikobewertung empfiehlt für vorgekochte Mahlzeiten höchstens 7 °C im Kühlschrank, besser 5 °C. Verbrauche die Reste innerhalb von zwei bis drei Tagen. Beim Aufwärmen sollen alle Bestandteile mindestens 70 °C für zwei Minuten erreichen.
Erwärme die Linsen unter Rühren mit etwas Wasser. Spätzle kannst du mit wenig Wasser zugedeckt in einer Pfanne erhitzen. Auch die Würstchen müssen vollständig heiß werden. Für einen vorbereiteten nächsten Tag lässt sich die Linsensoße gut separat kochen. Frische Spätzle und Würstchen bereitest du dann kurz vor dem Essen zu.
Häufige Fragen
- Welche Linsen eignen sich für Linsen mit Spätzle?
Nimm ganze braune Linsen oder Tellerlinsen und beachte ihre angegebene Garzeit. Sie sollen weich werden und noch als einzelne Linsen erkennbar bleiben. Rote geschälte Linsen ergeben eine deutlich weichere Konsistenz und passen weniger zu dieser Version.
- Kann ich Rotweinessig ersetzen?
Ja, milder Apfelessig oder Weißweinessig funktioniert ebenfalls. Beginne mit zwei Esslöffeln und schmecke danach nach. Balsamico bringt mehr Süße und verändert den Geschmack deutlich.
- Warum sind meine Linsen noch hart?
Die Garzeit unterscheidet sich je nach Sorte und Lagerdauer. Prüfe, ob noch genug Flüssigkeit im Topf ist, und köchle weiter. Gib den Essig erst dazu, wenn die Linsen weich sind.
- Kann ich das Gericht vegetarisch zubereiten?
Lass Speck und Saitenwürstle weg. Dünste das Gemüse stattdessen in einem Esslöffel Öl an und verwende Gemüsebrühe. Die Spätzle enthalten weiterhin Eier und Butter. Diese Variante ist deshalb vegetarisch, aber nicht vegan.
- Kann ich Linsen und Spätzle einfrieren?
Ja, friere die abgekühlten Bestandteile getrennt und portionsweise ein. Taue sie im Kühlschrank auf und erhitze sie anschließend vollständig. Ergänze bei den Linsen etwas Wasser, damit die Soße wieder gut schöpfbar wird.
- Wie verhindere ich, dass Saitenwürstle platzen?
Erhitze bereits gegarte Saitenwürstle in heißem Wasser, das nicht sprudelnd kocht. Stich die Haut nicht ein. Beachte die Packungsangabe und prüfe bei Unsicherheit die Kerntemperatur.