Kartoffelgulasch mit Würstchen aus einem Topf

Von: Leckerkniff-Crew Aktualisiert am 8. Oktober 2026 Suppen & Eintöpfe

Tags: #kartoffeln #wuerstchen #eintopf #paprika #familienkueche

Kartoffelgulasch mit Wiener Würstchen, roter Paprika und Petersilie im tiefen Teller Pin it
Kartoffelgulasch mit Wiener Würstchen, roter Paprika und Petersilie im tiefen Teller

Kartoffelgulasch mit Würstchen bringt weiche Kartoffelstücke und saftige Wienerscheiben in einer kräftigen Paprikasoße zusammen. Rote Paprika gibt etwas Süße dazu. Majoran und eine kleine Menge Kümmel sorgen für die herzhafte Würze.

Für vier großzügige Portionen brauchst du einen großen Topf und ungefähr eine Stunde. Die Soße wird durch zerdrückte Kartoffeln sämig. Mehl und Sahne bleiben im Schrank, und die Würstchen kommen erst dazu, wenn die Kartoffeln gar sind.

Kartoffeln, Wiener und rote Paprika

Nimm vorwiegend festkochende Kartoffeln und bereits gegarte Wiener Würstchen. Für die hier beschriebene glutenfreie und milchfreie Zubereitung müssen auch Brühe und Würstchen entsprechend gekennzeichnet sein.

Kartoffeln, vier Wiener, rote Paprika und weitere Zutaten für Kartoffelgulasch
Kartoffeln, vier Wiener, rote Paprika und weitere Zutaten für Kartoffelgulasch
  • Kartoffeln. Sie machen den Eintopf sättigend und geben der Soße durch einige zerdrückte Stücke mehr Körper.
  • Zwiebeln und Knoblauch. Sie bilden die herzhafte Grundlage und werden vor dem Aufgießen angeschwitzt.
  • Rote Paprika. Ihre milden, süßlichen Stücke ergänzen die Kartoffeln.
  • Rapsöl und Tomatenmark. Das Öl dient zum Anschwitzen. Das kurz angeröstete Mark bringt einen kräftigeren Geschmack.
  • Edelsüßes Paprikapulver. Es würzt die Brühe und gibt ihr die warme, ziegelrote Farbe.
  • Majoran und Kümmel. Sie geben dem Kartoffelgulasch seine würzige Richtung, ohne die Paprika zu überdecken.
  • Gemüsebrühe. Sie ist die Kochflüssigkeit und sollte nicht zu salzig sein.
  • Wiener Würstchen. Ihre Scheiben werden am Ende im fertigen Kartoffelgulasch vollständig erhitzt.
  • Apfelessig und Petersilie. Ein kleiner Schuss Essig rundet die Soße ab. Petersilie kommt frisch auf die fertigen Portionen.

Vom Anschwitzen zum sämigen Eintopf

  1. Alles schneiden. Schäle die Kartoffeln und schneide sie in etwa 2 cm große Würfel. Würfle Zwiebeln und Paprika, hacke den Knoblauch und schneide die Wiener in etwa 1 cm dicke Scheiben.
  2. Gemüse anschwitzen. Erhitze das Öl bei mittlerer Hitze. Brate Zwiebeln und Paprika etwa 6 Minuten unter gelegentlichem Rühren an.
  3. Tomatenmark rösten. Rühre Knoblauch und Tomatenmark ein. Brate alles 1 Minute weiter, ohne es dunkel werden zu lassen.
  4. Paprika einrühren. Ziehe den Topf kurz von der Kochstelle. Rühre Paprikapulver, Majoran und Kümmel ein und gieße sofort die Brühe dazu.
  5. Kartoffeln garen. Gib die Kartoffeln hinein und bringe alles zum Kochen. Lass den Eintopf bei kleiner bis mittlerer Hitze mit leicht geöffnetem Deckel 20-25 Minuten sanft köcheln, bis die Kartoffeln weich sind.
  6. Soße binden. Zerdrücke etwa eine Kelle Kartoffelstücke in einer Schüssel mit der Gabel. Rühre sie zurück in den Topf und prüfe die Konsistenz.
  7. Würstchen erhitzen. Gib die Wienerscheiben hinzu und lass alles etwa 5 Minuten sanft köcheln. Auch die Wurststücke müssen an allen Stellen mindestens 70 °C für 2 Minuten erreichen.
  8. Abschmecken und anrichten. Rühre den Essig ein. Schmecke mit Salz und Pfeffer ab und verteile die gehackte Petersilie auf den Portionen.
Gemüse anschwitzen, Kartoffeln köcheln und zerdrücken, fertiges Kartoffelgulasch anrichten
Gemüse anschwitzen, Kartoffeln köcheln und zerdrücken, fertiges Kartoffelgulasch anrichten

Kartoffelgulasch mit Würstchen richtig binden

Die Kartoffelsorte beeinflusst, wie viele erkennbare Stücke am Ende im Topf bleiben. Die Universität von Minnesota beschreibt die Unterschiede beim Kochen. Festkochende Sorten behalten ihre Form besser. Mehlige Kartoffeln können in Suppen zerfallen. Vorwiegend festkochende Kartoffeln sind für diese Zubereitung eine praktische Wahl.

Schneide die Würfel möglichst gleich groß. Prüfe nach 20 Minuten ein größeres Stück mit einer Gabel. Es soll sich leicht teilen lassen und innen keinen festen Kern mehr haben. Erst dann zerdrückst du einen Teil der Kartoffeln.

Beginne mit einer Kelle und rühre das Kartoffelmus gründlich ein. Der Eintopf soll vom Löffel fließen, aber nicht wässrig wirken. Ist er noch zu dünn, zerdrücke etwas mehr Kartoffel. Wird er zu dick, gib schluckweise heißes Wasser dazu. So bleiben genug ganze Würfel erhalten, ohne dass du den gesamten Topfinhalt pürieren musst.

Paprikawürze ohne dunkle Röststellen

Das Tomatenmark bekommt eine kurze Minute im heißen Topf. Rühre dabei über den Boden, damit es sich mit dem Gemüse verbindet. Kleine rötliche Ansätze kannst du später mit der Brühe lösen. Schwarze Stellen sollten gar nicht erst entstehen.

Für das Paprikapulver ziehst du den Topf von der Kochstelle. Halte die Brühe schon bereit und gieße sie direkt nach dem Einrühren dazu. Eine lange Röstphase ist hier nicht vorgesehen. Auch auf einem Elektroherd lohnt es sich, den Topf wirklich auf eine freie Stelle zu setzen, statt nur die Platte auszuschalten.

Edelsüßes Paprikapulver bleibt die Grundlage. Wenn du Schärfe möchtest, ersetze einen halben Teelöffel davon durch rosenscharfes Pulver. Für eine rauchige Variante kannst du stattdessen einen halben Teelöffel geräuchertes Paprikapulver verwenden. Gib den Essig erst beim Abschmecken dazu. Der eine Teelöffel soll die kräftige Soße abrunden, ohne dass der Eintopf deutlich sauer schmeckt.

Welche Wurst in den Topf passt

Wiener Würstchen passen gut, weil sich ihre dünnen Scheiben gleichmäßig im Eintopf verteilen. Für dieses Rezept sind vier Stück mit zusammen etwa 320 g vorgesehen. Wiege bei anderen Größen die Gesamtmenge ab. Sechs kleine Wiener können genauso passen wie vier größere.

Bereits gegarte Bockwurst oder Fleischwurst kannst du in derselben Menge verwenden. Entferne bei Fleischwurst eine nicht essbare Hülle und schneide ebenfalls etwa 1 cm dicke Stücke. Das Rezept ist auf bereits gegarte Wurst ausgelegt. Rohe Bratwurst lässt sich deshalb nicht mit derselben kurzen Erhitzungszeit austauschen.

Für eine vegetarische Variante nimm eine pflanzliche Wurst und beachte deren Zubereitungshinweise. Je nach Produkt verändert sich auch die Allergenliste. Für die glutenfreie und milchfreie Grundversion prüfst du besonders die Angaben auf Wurst und Brühe. Brot ist als Beilage nicht nötig. Ein kleiner grüner Salat passt dazu, wenn du etwas Frisches neben dem warmen Eintopf möchtest.

Reste kühlen und gleichmäßig aufwärmen

Wenn du für den nächsten Tag mitkochst, fülle die übrigen Portionen nach dem Essen in mehrere flache Behälter. Lass den großen Topf nicht über Nacht auf dem Herd stehen. Nach den Hinweisen des Bundesinstituts für Risikobewertung sollen warme Speisen innerhalb weniger Stunden auf unter 7 °C abkühlen. Gekühlte Reste verbrauchst du innerhalb von 2-3 Tagen.

Zum Aufwärmen gibst du nur die benötigte Menge in einen Topf. Ein kleiner Schuss Wasser hilft, wenn die Soße inzwischen sehr dick geworden ist. Rühre auch am Boden und zwischen den Kartoffelstücken um. Erhitze alles an jeder Stelle für mindestens 2 Minuten auf 70 °C oder mehr. Prüfe im Zweifel mit einem Lebensmittelthermometer.

Rühre vorsichtig, damit die weichen Kartoffeln nicht vollständig zerfallen. Frische Petersilie kannst du erst nach dem Aufwärmen darübergeben. So lässt sich die Garnitur auch bei vorbereiteten Portionen getrennt aufbewahren.

Sämiges Kartoffelgulasch mit Wienerscheiben, roten Paprikastücken und Petersilie
Sämiges Kartoffelgulasch mit Wienerscheiben, roten Paprikastücken und Petersilie

Häufige Fragen

Welche Kartoffeln eignen sich für Kartoffelgulasch mit Würstchen?

Vorwiegend festkochende Kartoffeln passen gut zu diesem Rezept. Sie bleiben überwiegend als Stücke erhalten und lassen sich zum Binden teilweise zerdrücken. Mit festkochenden Kartoffeln funktioniert es ebenfalls, allerdings musst du möglicherweise etwas mehr davon zerdrücken.

Kann ich Fleischwurst statt Wiener Würstchen nehmen?

Ja, verwende 320 g bereits gegarte Fleischwurst und entferne eine nicht essbare Hülle. Schneide sie in ähnlich große Stücke wie die Wiener und erhitze sie erst zum Schluss vollständig im Eintopf. Bereits gegarte Bockwurst ist ebenfalls geeignet.

Wie lange müssen die Kartoffeln im Gulasch kochen?

Etwa 2 cm große Kartoffelwürfel brauchen in diesem Rezept ungefähr 20-25 Minuten ab dem erneuten Aufkochen. Sorte und Würfelgröße können die Zeit verändern. Prüfe ein größeres Stück mit der Gabel und gare weiter, wenn der Kern noch fest ist.

Kann ich das Kartoffelgulasch am Vortag zubereiten?

Ja, koche den Eintopf vollständig und kühle die übrigen Portionen zügig in flachen Behältern. Bewahre sie im Kühlschrank auf und verbrauche sie innerhalb von 2-3 Tagen. Beim Aufwärmen gelten die Temperaturhinweise im Abschnitt zur Aufbewahrung.

Ist dieses Kartoffelgulasch glutenfrei und milchfrei?

Die angegebene Zubereitung ist glutenfrei und milchfrei, wenn du entsprechend gekennzeichnete Würstchen und Gemüsebrühe verwendest. Mehl, Butter und Sahne werden nicht eingesetzt. Prüfe trotzdem die Zutatenlisten und Allergenhinweise der verwendeten Produkte.

Was mache ich, wenn die Soße zu dünn ist?

Zerdrücke noch einige vollständig gegarte Kartoffelstücke und rühre sie zurück in den Topf. Prüfe die Konsistenz nach gründlichem Umrühren, bevor du weitere Kartoffeln zerdrückst. Bei einer zu dicken Soße hilft dagegen ein kleiner Schuss heißes Wasser.

Quellen

Für die Erstellung und Qualitätssicherung der Inhalte wurden verlässliche Quellen verwendet.

Kartoffelgulasch mit Würstchen

Vorbereitungszeit:
20 Minuten
Aktive Zeit:
40 Minuten
Gesamtzeit:
60 Minuten
Portionen:
4
Kartoffelgulasch mit Wiener Würstchen, roter Paprika und Petersilie im tiefen Teller

Ein herzhafter Kartoffeleintopf mit Wiener Würstchen, roter Paprika und Majoran. Zerdrückte Kartoffelstücke machen die Soße sämig, ganz ohne Mehl oder Sahne.

Das brauchst du

  • Für die Kartoffel-Paprika-Grundlage

  • Zum Fertigstellen

So geht’s

1.

1. Zutaten vorbereiten: Die geschälten Kartoffeln in etwa 2 cm große Würfel schneiden. Zwiebeln schälen und würfeln. Paprika waschen, entkernen und in etwa 2 cm große Stücke schneiden. Knoblauch fein hacken. Wiener in etwa 1 cm dicke Scheiben schneiden und bis zur Verwendung gekühlt aufbewahren.

2.

2. Zwiebeln und Paprika anschwitzen: Rapsöl in einem großen Topf bei mittlerer Hitze erhitzen. Zwiebeln und Paprika darin etwa 6 Minuten unter gelegentlichem Rühren anschwitzen. Die Zwiebeln sollen weich werden, ohne dunkel zu bräunen.

3.

3. Tomatenmark kurz rösten: Knoblauch und Tomatenmark einrühren und etwa 1 Minute unter Rühren mitbraten. Nicht dunkel werden lassen.

4.

4. Würzen und aufgießen: Den Topf kurz von der Kochstelle ziehen. Paprikapulver, Majoran und Kümmel einrühren. Sofort mit den 900 ml Gemüsebrühe aufgießen und die Ansätze am Topfboden mit dem Kochlöffel lösen.

5.

5. Kartoffeln weich köcheln: Kartoffeln zugeben und alles aufkochen. Bei kleiner bis mittlerer Hitze mit leicht geöffnetem Deckel 20-25 Minuten sanft köcheln lassen. Gelegentlich umrühren. Die Kartoffeln müssen sich mit einer Gabel leicht teilen lassen. Bei Bedarf länger garen und etwas heißes Wasser ergänzen.

6.

6. Soße mit Kartoffeln binden: Etwa eine Kelle gegarte Kartoffelstücke herausnehmen und in einer Schüssel mit einer Gabel zerdrücken. Zurück in den Topf rühren. Für eine dickere Soße weitere Stücke zerdrücken. Falls die Soße zu dick ist, schluckweise heißes Wasser zugeben.

7.

7. Wiener vollständig erhitzen: Wienerscheiben zugeben und etwa 5 Minuten sanft mitköcheln lassen. Gelegentlich umrühren. Der Eintopf einschließlich der Wurststücke muss an allen Stellen mindestens 70 °C für 2 Minuten erreichen. Im Zweifel mit einem Lebensmittelthermometer prüfen und länger erhitzen.

8.

8. Abschmecken und servieren: Apfelessig einrühren. Mit Pfeffer und bei Bedarf bis zu 1/4 TL Salz abschmecken. Auf vier tiefe Teller verteilen und mit der gehackten Petersilie bestreuen.

Gut zu wissen

  1. Ergibt vier großzügige Hauptgerichtportionen ohne zusätzliche Beilage.
  2. Die Garzeit kann je nach Kartoffelsorte und Würfelgröße etwas länger ausfallen.
  3. Für die glutenfreie und milchfreie Zubereitung entsprechend gekennzeichnete Brühe und Würstchen verwenden.
  4. Nährwerte sind grobe Schätzwerte pro Portion ohne Beilagen. Die verwendeten Würstchen und die Brühe beeinflussen die Werte.

Benötigte Werkzeuge

  • Großer Kochtopf mit Deckel, etwa 4 Liter Fassungsvermögen
  • Schneidebrett und Küchenmesser
  • Sparschäler
  • Kochlöffel und Schöpfkelle
  • Kleine Schüssel und Gabel
  • Lebensmittelthermometer zum Prüfen der Erhitzung

Informationen zu Allergenen

Prüfe die Zutaten auf mögliche Allergene und frage medizinisches Fachpersonal, wenn du unsicher bist.
  • Sellerie in der angegebenen Gemüsebrühe.
  • Würstchen können Senf enthalten. Zutatenliste und Allergenkennzeichnung des verwendeten Produkts prüfen.

Nährwerte (pro Portion)

Bitte beachte, dass die Angaben ungefähre Werte sind und nicht als medizinischer Rat verwendet werden sollten.
  • Kalorien: 540
  • Fett gesamt: 28 g
  • Kohlenhydrate gesamt: 55 g
  • Protein: 17 g