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Hühnersuppe mit Nudeln und Gemüse braucht vor allem einen großen Topf und etwas Geduld. Während das Suppenhuhn leise köchelt, entsteht eine kräftige Brühe mit mildem Zwiebelaroma. Später kommen zarte Fleischstücke und frisches Gemüse dazu.
Die Nudeln kochst du separat. So lässt sich jede Schale nach Wunsch füllen und die restliche Suppe bleibt auch für den nächsten Tag gut portionierbar. Plane ungefähr dreieinhalb Stunden ein. Die meiste Zeit arbeitet der Herd.
Suppenhuhn, Wurzelgemüse und feine Eiernudeln
Nimm ein küchenfertiges Suppenhuhn und festes Gemüse ohne welke Stellen. Teile das Gemüse vor dem Kochen in eine grobe Portion für die Brühe und eine fein geschnittene Portion für die Einlage.
- Suppenhuhn. Liefert die Grundlage der Brühe und das Fleisch für die Einlage.
- Zwiebel. Gibt der Brühe ein mildes, herzhaftes Aroma.
- Möhren. Bringen leichte Süße und orange Farbtupfer in die fertige Suppe.
- Knollensellerie. Ergänzt die Brühe mit kräftigem Wurzelgemüsearoma.
- Lauch. Würzt den Ansatz und bleibt als frische Einlage angenehm weich.
- Lorbeer und Pfefferkörner. Würzen die Brühe zurückhaltend und werden später ausgesiebt.
- Feine Eiernudeln. Machen die Suppe sättigender und lassen sich separat gut portionieren.
- Petersilie. Kommt frisch gehackt auf die gefüllten Suppenschalen.
Vom Suppenhuhn zur gefüllten Schale
- Gemüse aufteilen. Putze das Gemüse. Schneide 150 g Möhren, 150 g Sellerie und 100 g Lauch grob für den Ansatz. Schneide das übrige Gemüse klein und stelle es abgedeckt kalt.
- Brühe ansetzen. Gib das nicht abgewaschene Huhn mit halbierter Zwiebel, grobem Gemüse, Lorbeer, Pfefferkörnern und 1 TL Salz in einen großen Topf. Gieße etwa 2,5 l kaltes Wasser an und bringe alles langsam zum Kochen.
- Leise köcheln lassen. Schöpfe aufsteigenden Schaum ab und reduziere die Hitze. Gare das Huhn etwa 120-150 Minuten mit leicht geöffnetem Deckel. Das Fleisch soll sich leicht vom Knochen lösen und an allen Stellen mindestens 70 °C für zwei Minuten erreichen.
- Brühe abseihen. Hebe das Huhn auf eine saubere Platte. Gieße die Brühe durch ein feines Sieb und entsorge die ausgekochten Zutaten. Fülle die Brühe bei Bedarf mit heißem Wasser auf 2,2 l auf.
- Fleisch lösen. Lass das Huhn etwa zehn Minuten abkühlen. Entferne Haut und Knochen gründlich und zupfe das Fleisch in mundgerechte Stücke.
- Einlage garen. Koche Möhren und Sellerie in der Brühe etwa zehn Minuten sanft. Gib den Lauch dazu und gare alles weitere fünf Minuten bis zum gewünschten Biss.
- Nudeln separat kochen. Koche die Eiernudeln währenddessen in einem zweiten Topf mit gesalzenem Wasser nach Packungsangabe. Gieße sie ab und verteile sie auf sechs Schalen.
- Suppe fertigstellen. Gib das Fleisch zurück in die Brühe und erhitze es gründlich. Schmecke mit dem restlichen Salz ab. Schöpfe die Suppe über die Nudeln und streue Petersilie darüber.
Ruhige Hitze für eine kräftige Brühe
Nach dem ersten Aufkochen braucht der Topf nur noch wenig Hitze. An der Oberfläche sollen kleine Bläschen aufsteigen. Ständiges sprudelndes Kochen ist unnötig und bewegt die Zutaten stark durch den Topf. Auch die Universität Minnesota beschreibt langsames Köcheln über zwei bis drei Stunden als Grundlage ihrer Hühnersuppe. Die genaue Dauer hängt vom verwendeten Geflügel ab.
Prüfe gegen Ende, ob sich das Fleisch an den Schenkeln leicht lösen lässt. Ein älteres Suppenhuhn kann länger brauchen. Halte den Deckel leicht geöffnet und ergänze heißes Wasser, falls das Huhn nicht mehr weitgehend bedeckt ist. Nach dem Abseihen beurteilst du die Brühe erneut. Schmeckt sie dünn, lass sie vor dem Auffüllen etwas einkochen. Ist sie kräftig und deutlich reduziert, ergänze Wasser bis zur angegebenen Menge. Erst danach folgt die endgültige Salzmenge.
Das Huhn sauber und vollständig garen
Bereite Gemüse und Petersilie vor, bevor du das rohe Huhn auspackst. Wasche das Geflügel nicht ab. Das Bundesinstitut für Risikobewertung empfiehlt die direkte Verarbeitung ohne Abwaschen. Reinige Hände und Arbeitsflächen nach dem Kontakt mit rohem Geflügel. Für das gegarte Huhn brauchst du eine saubere Platte und sauberes Besteck.
Die lange Kochzeit hilft bei der Planung. Entscheidend bleibt aber die Temperatur im Fleisch. Es muss an allen Stellen mindestens 70 °C für zwei Minuten erreichen. Prüfe mit einem Fleischthermometer an den dicksten Stellen von Brust und Schenkel, ohne den Knochen zu berühren. Leicht lösbares Fleisch ist ein Hinweis auf die gewünschte Zartheit. Beim Zupfen kontrollierst du jedes Stück auf kleine Knochen und Knorpel. Die Haut kommt in dieser Variante nicht zurück in die Suppe.
Hühnersuppe mit Nudeln und Gemüse abschmecken
Das Gemüse aus dem ersten Ansatz hat seine Aufgabe erfüllt. Siebe es aus und verwende für die Einlage die zurückgelegte frische Portion. Schneide Möhren in ungefähr 5 mm dünne Scheiben und Sellerie in kleine Würfel. So lassen sich beide gut vom Löffel essen. Lauch braucht weniger Zeit und kommt erst später dazu. Probiere eine Möhrenscheibe, bevor du das Fleisch zurückgibst. Sie soll weich genug zum Essen sein und noch ihre Form halten.
Die Eiernudeln bekommen ihren eigenen Topf. Dadurch kannst du die Menge pro Schale steuern. Für eine kleinere Portion nimmst du weniger Nudeln und schöpfst mehr Brühe darüber. Zum Abschmecken verrührst du zunächst wenig zusätzliches Salz in der fertigen Suppe. Probiere dann einen Löffel mit etwas Gemüse und Fleisch. Die Brühe allein kann kräftiger schmecken als die komplette Portion. Frische Petersilie kommt unmittelbar vor dem Servieren dazu. Brot passt dazu, ist bei der angegebenen Nudelmenge aber keine notwendige Beilage.
Reste zügig kühlen und getrennt lagern
Fülle übrig gebliebene Suppe zeitnah in mehrere flache Behälter. Ein voller großer Topf kühlt deutlich langsamer ab. Ein kaltes Wasserbad kann beim Abkühlen helfen. Stelle die Behälter anschließend zügig in den Kühlschrank und lagere die Suppe abgedeckt. Lass sie nicht über Nacht auf dem Herd stehen. Die BfR-Hinweise zum Kühlen und Aufwärmen nennen flache Schalen und den Verbrauch gegarter Reste innerhalb von zwei bis drei Tagen. Der Kühlschrank sollte höchstens 7 °C haben, besser unter 5 °C.
Bewahre gekochte Nudeln separat auf und kühle auch sie zügig. Erhitze beim nächsten Essen nur die benötigte Portion. Rühre dabei um und achte darauf, dass Suppe und Einlagen überall mindestens 70 °C für zwei Minuten erreichen. Zum Einfrieren eignen sich portionierte Brühe, Fleisch und Gemüse ohne Nudeln. Taue die Portion im Kühlschrank auf und koche dazu frische Nudeln.
Häufige Fragen
- Kann ich statt eines Suppenhuhns Hähnchenschenkel verwenden?
Ja. Nimm etwa 1,5 kg Hähnchenschenkel mit Haut und Knochen. Prüfe die Zartheit schon nach ungefähr 60 Minuten und gare bei Bedarf weiter. Auch hier muss das Fleisch an allen Stellen mindestens 70 °C für zwei Minuten erreichen.
- Warum werden die Nudeln nicht direkt in der Suppe gekocht?
Separat gekochte Nudeln lassen sich besser portionieren und getrennt aufbewahren. Bleiben sie lange in der Brühe, nehmen sie weitere Flüssigkeit auf und werden weicher. Für sofortiges Servieren kannst du sie auch direkt garen. Halte dann heißes Wasser zum Ausgleichen der Flüssigkeitsmenge bereit.
- Kann ich die Hühnersuppe am Vortag vorbereiten?
Ja. Bereite Brühe, Fleisch und Gemüse vor und kühle die Suppe zügig in flachen Behältern. Bewahre sie abgedeckt im Kühlschrank auf und verbrauche sie innerhalb von zwei bis drei Tagen. Koche die Nudeln möglichst erst zum Servieren.
- Wie gelingt die Suppe glutenfrei?
Ersetze die Eiernudeln durch ausdrücklich glutenfreie Suppennudeln, beispielsweise aus Reis oder Mais. Koche sie separat nach Packungsangabe. Die übrigen Zutaten dieses Rezepts enthalten von sich aus kein Gluten. Prüfe trotzdem die Kennzeichnung der verwendeten Produkte.
- Warum schmeckt meine Hühnerbrühe noch dünn?
Vielleicht war die Wassermenge für das Huhn zu groß oder die Brühe ist kaum eingekocht. Lass die abgeseihte Brühe ohne Einlage offen etwas reduzieren und probiere erneut. Gib erst danach zusätzliches Salz dazu. Bereits enthaltenes Salz wird beim Einkochen ebenfalls konzentrierter.
- Welches Gemüse kann ich austauschen?
Du kannst einen Teil der Möhren oder des Selleries durch Pastinake oder Petersilienwurzel ersetzen. Schneide festes Wurzelgemüse ähnlich klein und prüfe den Biss beim Garen. Wenn du Sellerie wegen einer Allergie weglässt, ersetze auch die Sellerieportion im Brühenansatz.