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Fluffiges Toastbrot selber backen klappt auch ohne spezielle Toastbrotform. Dieses Brot bekommt eine leicht gewölbte Oberfläche, eine dünne goldbraune Kruste und eine feine Krume. Milch und Butter geben ihm einen milden Geschmack, der zu Marmelade ebenso passt wie zu Käse.
Die eigentliche Arbeit dauert etwa 25 Minuten. Dazu kommen zwei Gehphasen, die Backzeit und das Auskühlen. Plane bis zum ersten sauberen Anschnitt ungefähr fünf Stunden ein. Einen Teil kannst du anschließend scheibenweise einfrieren.
Milch und Butter für weiche Scheiben
Nimm Weizenmehl Type 550 und weiche Butter, die sich leicht eindrücken lässt. Die Milch soll beim Anrühren nur lauwarm sein, damit der Hefeteig langsam und gleichmäßig aufgehen kann.
- Weizenmehl Type 550. Bildet die Grundlage für einen elastischen Teig und eine feinporige Krume.
- H-Vollmilch. Gibt dem Brot einen milden Milchgeschmack und unterstützt die Bräunung.
- Wasser. Ergänzt die Milch, damit der Teig weich genug zum Kneten bleibt.
- Frische Hefe. Lockert den Teig während der beiden Gehphasen.
- Zucker. Rundet den Geschmack ab, ohne das Brot zu einem süßen Gebäck zu machen.
- Salz. Gibt dem milden Brot seine Würze.
- Butter. Kommt in den Teig, an die Form und dünn auf die frisch gebackene Kruste.
Vom weichen Teig zum goldenen Laib
- Hefe einrühren. Erwärme 300 ml Milch mit 50 ml Wasser auf etwa 25-30 °C. Rühre 12 g frische Hefe und 15 g Zucker ein. Gib die Mischung zu 500 g Mehl und 10 g Salz.
- Elastisch kneten. Knete zunächst 5 Minuten auf niedriger Stufe. Arbeite 40 g weiche Butter portionsweise ein und knete weitere 5-8 Minuten. Der Teig soll glatt und dehnbar sein.
- Volumen gewinnen lassen. Decke die Schüssel ab und lass den Teig bei etwa 22-25 °C für 60-90 Minuten gehen. Sein Volumen soll sich ungefähr verdoppeln.
- Den Laib formen. Fette die Kastenform mit 5 g Butter. Drücke den Teig sanft zu einem Rechteck und rolle ihn zu einem Laib auf. Lege ihn mit der Naht nach unten hinein.
- In der Form aufgehen lassen. Decke den Teig locker ab und lass ihn weitere 40-60 Minuten gehen. Die Mitte soll ungefähr den Formrand erreichen. Heize rechtzeitig auf 190 °C Ober-/Unterhitze vor.
- Goldbraun backen. Backe das Brot auf der unteren Schiene 40-45 Minuten. Decke es bei starker Bräunung nach etwa 25 Minuten locker mit Alufolie ab.
- Ausformen und auskühlen. Lass das Brot 5 Minuten in der Form stehen. Stürze es auf ein Gitter und bestreiche die Oberseite mit den übrigen 5 g Butter. Lass es mindestens 2 Stunden vollständig auskühlen.
Fluffiges Toastbrot selber backen ohne Zusatzmehl
Der Teig darf anfangs an den Fingern kleben. Schütte deshalb nicht sofort weiteres Mehl dazu. Knete erst die angegebene Zeit und prüfe dann seine Beschaffenheit. Er soll sich größtenteils vom Schüsselrand lösen, am Boden aber noch leicht haften. Ein sehr fester Teig lässt sich zwar bequem anfassen, ergibt jedoch eher kompakte Scheiben.
Ziehe zur Kontrolle ein kleines Teigstück langsam auseinander. Lässt es sich zu einer dünnen Haut dehnen, ist es ausreichend geknetet. Reißt es sofort, knete noch 2 Minuten und prüfe erneut. Die Backgrundlagen der Utah State University erklären, wie Kneten das elastische Glutengerüst entwickelt, das die Gärgase festhält. Dort wird auch ein weicher statt steifer Brotteig empfohlen.
Beim Formen genügt eine hauchdünn bemehlte Arbeitsfläche. Entferne überschüssiges Mehl, bevor du den Laib aufrollst.
Die zweite Gare entscheidet die Höhe
Nach dem ersten Aufgehen drückst du den Teig mit den Handflächen sanft flach. Größere Luftblasen sollen verschwinden, damit die Scheiben später keine einzelnen riesigen Löcher haben. Forme ein Rechteck von ungefähr 22 x 30 cm. Rolle es von der kurzen Seite her auf und drücke die Naht zusammen. Der fertige Laib passt längs in die Form.
Beobachte bei der zweiten Gare die Höhe und die Oberfläche. Der Teig soll sichtbar aufgepolstert sein. Drücke ihn mit einem leicht bemehlten Finger etwa einen halben Zentimeter ein. Kommt die Delle langsam und nur teilweise zurück, ist ein guter Zeitpunkt zum Backen erreicht. Springt sie sofort zurück, braucht er noch etwas Zeit.
Heize den Ofen während der letzten 20 Minuten der Gehphase vor. Eine normale offene Kastenform ergibt eine gewölbte Oberseite. Eckige Scheiben erfordern eine passende Form mit Deckel und eine darauf abgestimmte Teigmenge.
Mehlwechsel und milchfreie Varianten
Mit Weizenmehl Type 550 bleibt die Grundversion gut überschaubar. Type 405 ist eine mögliche Alternative. Halte dann zunächst 20 ml Wasser zurück und gib sie beim Kneten nur dazu, wenn der Teig zu fest wirkt. Beurteile die Konsistenz erst nach einigen Minuten. Unterschiedliche Mehle nehmen Flüssigkeit unterschiedlich auf.
Für eine Variante mit mehr Vollkorn kannst du zunächst 100 g des Mehls durch Weizenvollkornmehl ersetzen. Ergänze bei Bedarf 10-20 ml Wasser. Die Scheiben werden etwas kräftiger und meist weniger luftig. Ersetze für den ersten Versuch nicht die gesamte Mehlmenge.
Für eine milchfreie Variante kannst du ungesüßten Pflanzendrink und eine feste pflanzliche Butteralternative verwenden. Nutze sie auch zum Fetten und Bestreichen. Geschmack und Bräunung können sich verändern. Die Grundversion hier enthält Milch und ist vegetarisch, aber nicht vegan. Eine glutenfreie Mehlmischung lässt sich nicht einfach im gleichen Verhältnis einsetzen.
Sauber schneiden und portionsweise einfrieren
Lass den Laib offen auf einem Gitter auskühlen. Verpackst du ihn warm, sammelt sich Feuchtigkeit an der Kruste. Zum Schneiden eignet sich ein scharfes Brotmesser mit Wellenschliff. Säge mit wenig Druck und schneide ungefähr 20 Scheiben. So bleibt die weiche Krume möglichst ungedrückt.
Bewahre die Menge für die nächsten 1-2 Tage gut verpackt bei Raumtemperatur auf. Friere den Rest nach dem Auskühlen möglichst früh ein. Die Iowa State University empfiehlt für Brot Raumtemperatur bei baldiger Verwendung und luftdichte Gefrierverpackungen für längere Lagerung. Kühlschranklagerung kann die Textur verschlechtern.
Lege kleine Stücke Backpapier zwischen die Scheiben und drücke überschüssige Luft aus dem Gefrierbeutel. Als praktische Vorratsplanung kannst du das Brot innerhalb von 2-3 Monaten verbrauchen. Einzelne Scheiben lassen sich direkt gefroren toasten. Beginne mit einer mittleren Einstellung und röste bei Bedarf kurz nach.
Häufige Fragen
- Kann ich Trockenhefe statt frischer Hefe verwenden?
Ja. Verwende etwa 4 g Trockenhefe statt 12 g frischer Hefe und beachte die Hinweise auf der Packung zum Einrühren. Die Gehzeiten können abweichen. Entscheidend sind das verdoppelte Teigvolumen und die Reife in der Form.
- Welche Kastenform brauche ich für dieses Toastbrot?
Verwende eine Metallkastenform mit ungefähr 25 x 11 x 8 cm Innenmaßen und etwa 2 Litern Fassungsvermögen. Eine deutlich kleinere Form kann überlaufen. In einer offenen Form bekommt das Brot eine gewölbte Oberseite.
- Warum wird mein selbst gebackenes Toastbrot kompakt?
Prüfe zuerst, ob du zusätzlich viel Mehl eingearbeitet hast und ob der Teig ausreichend geknetet wurde. Auch eine zu kurze Gare kann kompakte Scheiben ergeben. Lass den Teig nach seinen sichtbaren Reifezeichen aufgehen und halte ihn weich.
- Kann ich den Teig schon am Vorabend vorbereiten?
Für die Vorbereitung am Vorabend ist es bei dieser Rezeptfassung unkomplizierter, das Brot fertig zu backen. Lass es vollständig auskühlen und verpacke es anschließend. Eine lange kalte Teigführung würde eine angepasste Hefemenge und einen anderen Zeitplan benötigen.
- Lässt sich das Toastbrot vegan backen?
Du kannst Milch durch ungesüßten Pflanzendrink und Butter durch eine feste pflanzliche Alternative ersetzen. Verwende die Alternative auch für die Form und die Oberfläche. Die hier angegebene Grundversion und ihre Nährwertschätzung beziehen sich auf Milch und Butter.
- Wie friere ich Toastbrot ein, ohne dass die Scheiben zusammenkleben?
Schneide das vollständig ausgekühlte Brot und lege kleine Stücke Backpapier zwischen die Scheiben. Verpacke sie luftdicht in einem Gefrierbeutel. So kannst du einzelne Scheiben entnehmen und direkt gefroren toasten.
- Wozu passt das milde Toastbrot?
Die leichte Süße passt zu Butter und Marmelade sowie zu herzhaften Sandwiches. Für überbackene Toasts kannst du die Scheiben vorher kurz anrösten. Etwas trockenere Scheiben eignen sich auch für Arme Ritter oder knusprige Brotwürfel.