Pin it
Zimtwaffeln duften nach Butter und warmem Zimt. Hier backst du die dünne Gebäckvariante mit feinem Prägemuster. Nach dem Auskühlen bricht sie mit einem leisen Knacken und passt gut zum Nachmittagskaffee oder auf den Weihnachtsteller.
Du brauchst dafür ein Zimtwaffeleisen mit flachen Backmulden. Der Teig wird gekühlt und in kleinen Portionen gebacken. Eine einzelne Probewaffel hilft dir, Menge und Bräunung auf dein Gerät abzustimmen.
Butterteig mit Zimt und Vanille
Verwende weiche Butter und fein gemahlenen Ceylon-Zimt. Die Eier sollten Größe M haben, damit der Teig nicht unnötig weich wird.
- Butter. Gibt dem Gebäck seinen runden Geschmack und eine mürbe Textur.
- Zucker. Süßt den Teig und unterstützt die goldbraune Oberfläche.
- Vanillezucker. Ergänzt den Zimt mit einer milden Vanillenote.
- Eier. Verbinden die Zutaten und geben den dünnen Waffeln Halt.
- Weizenmehl Type 405. Bildet die Grundlage für den gut portionierbaren Teig.
- Ceylon-Zimt. Verteilt das Zimtaroma im gesamten Gebäck.
- Rapsöl. Dient zum hauchdünnen Einfetten der Backflächen, sofern dein Gerät das vorsieht.
- Puderzucker. Kommt erst nach dem Auskühlen als leichter Staub auf die Waffeln.
Zimtwaffeln portionsweise goldbraun backen
- Buttermasse rühren. Butter mit Zucker, Vanillezucker und Salz etwa 2 Minuten cremig rühren. Die Eier einzeln jeweils etwa 30 Sekunden unterrühren.
- Teig fertigstellen. Mehl und Zimt vermischen. Kurz unter die Buttermasse arbeiten, bis ein gleichmäßiger, weicher Teig entsteht.
- Teig kühlen. Die Schüssel abdecken und 30 Minuten in den Kühlschrank stellen. Der Teig soll anschließend mit den Händen portionierbar sein.
- Eisen vorbereiten. Das Zimtwaffeleisen nach Herstellerangabe vollständig vorheizen. Falls vorgesehen, die Backflächen mit wenig Rapsöl einpinseln.
- Portionen formen. Den Teig in etwa 48 Portionen von jeweils ungefähr 13 g teilen und zu kleinen Kugeln formen. Zunächst eine einzelne Portion als Probewaffel verwenden.
- Waffeln backen. Je eine Kugel mittig in jede flache Backmulde legen. Das Eisen vorsichtig schließen und ungefähr 2-3 Minuten backen, bis die Waffeln goldbraun und vollständig durchgebacken sind. Backdauer und Teigmenge nach der Probewaffel anpassen.
- Auslegen und bestäuben. Die Waffeln mit einem geeigneten Holz- oder Silikonheber herausnehmen. Einzeln auf einem Kuchengitter vollständig auskühlen lassen, mindestens 10 Minuten. Erst danach mit Puderzucker bestäuben.
Flache Backplatten machen den Unterschied
Für dieses Rezept brauchst du ein Eisen für dünnes Waffelgebäck. Seine flachen Backplatten drücken die kleine Teigportion zu einer dünnen Waffel mit Prägemuster auseinander. Ein tiefes belgisches Waffeleisen liefert mit demselben Teig eine andere Form und Dicke. Die angegebene Stückzahl passt dann ebenfalls nicht.
Beginne mit einer einzelnen Probewaffel. Läuft viel Teig über den Rand, verkleinere die nächste Portion. Bleiben große Bereiche der Mulde frei, nimm etwas mehr Teig. Öffne das Eisen nicht ständig während des Backens. Eine noch weiche Waffel kann dabei auseinanderreißen.
Wird die Oberfläche sehr schnell dunkel, reduziere bei einem regelbaren Gerät die Heizstufe. Bleibt das Gebäck blass, lass die nächste Portion länger backen. Die fertige Waffel soll durchgehend gebacken sein und nach dem Auskühlen fest brechen. Ein dicker, weicher Kern braucht mehr Backzeit oder eine kleinere Teigportion.
Zimt gleichmäßig im Teig verteilen
Mische den gemahlenen Zimt gründlich mit dem Mehl, bevor beides in die Buttermasse kommt. So bleiben keine dunklen Gewürznester zurück. Acht Gramm geben dieser Menge ein deutliches Zimtaroma. Vanillezucker bleibt im Hintergrund und soll den Zimt nicht überdecken.
Für das Rezept ist Ceylon-Zimt vorgesehen. Er enthält laut den Informationen des Bundesinstituts für Risikobewertung deutlich weniger Cumarin als Cassia-Zimt. Bei gemahlenem Zimt lässt sich die Sorte kaum am Aussehen erkennen. Achte deshalb auf die Bezeichnung auf der Packung.
Nach dem Kühlen darf der Teig noch leicht kleben. Forme die Portionen zügig mit kühlen Händen. Ist er dafür zu weich, stelle ihn weitere 10-15 Minuten kalt. Arbeite nicht vorschnell zusätzliches Mehl ein. Das verändert das Verhältnis von Butter zu Mehl und kann die Waffeln trockener machen.
Knusprig lagern statt weich stapeln
Lass jede Waffel vollständig auskühlen, bevor du sie verpackst. Auf dem Gitter kann die Feuchtigkeit entweichen. In einer geschlossenen Dose würden warme Waffeln dagegen Feuchtigkeit einschließen. Das feine Gebäck verliert dann seinen trockenen Biss.
Bewahre die ausgekühlten Waffeln in einer gut schließenden Dose an einem kühlen, trockenen Ort auf. Die Utah State University nennt Feuchtigkeit und Temperatur als entscheidende Faktoren bei der Lagerung trockener Lebensmittel. Lagere die Waffeln getrennt von weichen Plätzchen. Auch ein Apfelstück gehört hier nicht in die Dose.
Für die beste Knusprigkeit ist eine kleine Menge zum zeitnahen Verzehr sinnvoll. Als praktische Orientierung kannst du etwa eine Woche einplanen. Das ist keine geprüfte Haltbarkeitsangabe für diese Rezeptur. Sind die Waffeln lediglich weich geworden, kannst du sie bei 140 °C Ober-/Unterhitze etwa 3-5 Minuten aufbacken. Danach wieder offen auskühlen lassen.
Kleine Varianten für den Gebäcksteller
Die Waffeln schmecken pur oder mit einem dünnen Puderzuckerstaub. Bestäube nur die Menge, die du servieren möchtest. Auf dem Gebäcksteller passen sie zu schlichten Butterplätzchen oder dunkler Schokolade. Zu Kaffee und ungesüßtem Tee kommt das Zimtaroma gut zur Geltung.
Für eine leichte Zitrusnote kannst du die fein abgeriebene Schale einer halben unbehandelten Orange mit der Butter verrühren. Wasche die Orange vorher gründlich. Verwende nur die orangefarbene Schicht, denn die weiße Haut schmeckt bitter. Die restlichen Mengen bleiben gleich.
Butter lässt sich durch eine feste pflanzliche Backmargarine mit ähnlichem Fettgehalt ersetzen. Ein wasserreicher Brotaufstrich eignet sich weniger gut. Mit einer milchfreien Margarine wird die Variante milchfrei, enthält aber weiterhin Eier. Für ein Dessert kannst du die Waffeln direkt vor dem Essen neben Vanilleeis legen. Fülle sie nicht lange im Voraus mit Creme, wenn sie knusprig bleiben sollen.
Häufige Fragen
- Sind das weiche Frühstückswaffeln?
Nein, dieses Rezept ergibt dünne Zimtwaffeln in Gebäckform. Sie werden im speziellen Zimtwaffeleisen gebacken und erst nach dem Auskühlen knusprig. Für weiche Frühstückswaffeln brauchst du eine andere Teigzusammensetzung.
- Kann ich ein normales Waffeleisen verwenden?
Für die beschriebene dünne Form brauchst du flache Backplatten für Waffelgebäck. Ein tiefes Herz- oder belgisches Waffeleisen ergibt dickere Waffeln. Stückzahl und Backzeit dieses Rezepts lassen sich darauf nicht unverändert übertragen.
- Warum bleiben meine Zimtwaffeln weich?
Prüfe die Konsistenz erst nach dem vollständigen Auskühlen. Bleiben sie dann weich, waren die Portionen möglicherweise zu groß oder die Backzeit zu kurz. Auch warmes Stapeln und feuchte Lagerung nehmen dem Gebäck seine Knusprigkeit.
- Kann ich den Teig am Vortag vorbereiten?
Du kannst ihn abgedeckt bis zum nächsten Tag im Kühlschrank aufbewahren. Ist er danach sehr fest, lass ihn vor dem Portionieren kurz stehen. Nimm während des Backens nur die benötigte Menge heraus und halte den übrigen Teig gekühlt.
- Wie ersetze ich die Butter?
Verwende dieselbe Menge einer festen pflanzlichen Backmargarine mit ähnlichem Fettgehalt. Prüfe für eine milchfreie Variante die Zutatenliste der Margarine. Wegen der Eier ist diese Abwandlung weiterhin nicht vegan.
- Wie lange dauert das Backen einer größeren Menge?
Die Backzeit hängt von der Zahl der Mulden und der Heizleistung ab. Für etwa 48 kleine Waffeln sind bei vier gleichzeitig belegbaren Mulden ungefähr 40 Minuten eingeplant. Bei nur zwei Mulden brauchst du entsprechend länger, auch wenn die Zeit pro Durchgang gleich bleibt.