Pin it
Sächsische Eierschecke mit drei Schichten bringt unterschiedliche Texturen auf die Kuchengabel. Unten liegt ein dünner Mürbeteigboden. Darüber sitzt eine saftige Quarkfüllung mit etwas Zitrone. Die obere Schicht wird durch untergehobenen Eischnee locker und bekommt beim Backen eine goldbraune Oberfläche.
Diese Variante kommt ohne Hefe und ohne Rosinen aus. Du kochst den Vanillepudding selbst aus Milch und Speisestärke. Backe den Kuchen am besten am Vortag, damit die Füllung vor dem Anschneiden vollständig durchkühlen kann.
Was Boden, Quark und Schecke brauchen
Verwende festen Magerquark und gieße sichtbar abgesetzte Molke vor dem Abwiegen ab. Für den Boden brauchst du kalte Butter, während die Butter für die Schecke im warmen Pudding schmilzt.
- Weizenmehl Type 405. Es bildet den dünnen Mürbeteigboden.
- Butter. Sie macht den Boden mürbe und die obere Schicht geschmeidig.
- Zucker. Er süßt alle drei Schichten und wird für die Schecke auf Pudding und Eischnee verteilt.
- Eier. Ganze Eier binden Boden und Quarkfüllung. Die vier Eier für die Haube werden getrennt.
- Magerquark. Er gibt der mittleren Schicht ihre milde Säure und saftige Konsistenz.
- Vollmilch und Maisstärke. Daraus entsteht der Pudding für die Schecke. Etwas Stärke bindet außerdem die Quarkfüllung.
- Vanilleextrakt. Er aromatisiert Quark und Pudding ohne zusätzliches Puddingpulver.
- Zitronenabrieb. Eine kleine Menge bringt Frische in die Quarkschicht.
Sächsische Eierschecke mit drei Schichten backen
- Teig kühlen. Mehl, Zucker und Salz mit kalter Butter und einem Ei kurz verkneten. Den flach gedrückten Teig 30 Minuten kalt stellen.
- Pudding kochen. Stärke mit einem Teil der kalten Milch glatt rühren. In die heiße Milch mit Zucker einrühren und eine Minute unter Rühren köcheln lassen. Butter und Vanille zugeben und den Pudding auf handwarm abkühlen lassen.
- Boden vorbacken. Den Teig in eine vorbereitete 26-cm-Springform drücken und mehrfach einstechen. Bei 180 °C Ober-/Unterhitze auf der unteren mittleren Schiene zwölf Minuten vorbacken. Danach die Temperatur auf 160 °C senken.
- Quarkfüllung rühren. Quark mit Zucker, zwei Eiern, Stärke, Vanille und Zitronenabrieb glatt rühren. Vermeide langes Aufschlagen.
- Eigelb einarbeiten. Vier Eier trennen. Die Eigelbe einzeln unter den handwarmen Pudding rühren.
- Eischnee unterheben. Eiweiß in einer fettfreien Schüssel aufschlagen und den restlichen Zucker nach und nach einrieseln lassen. Ein Drittel des glänzenden Eischnees in den Pudding rühren. Den Rest behutsam unterheben.
- Schichten backen. Quarkfüllung auf dem Boden verstreichen und die Scheckenmasse darüber verteilen. Bei 160 °C etwa 60-70 Minuten backen. Die Mitte darf sanft zittern, aber nicht flüssig schwappen. Prüfe im Zweifel die Kerntemperatur. Alle Stellen sollen mindestens zwei Minuten lang 70 °C erreichen.
- Durchkühlen lassen. Den Kuchen 15 Minuten im ausgeschalteten Ofen bei leicht geöffneter Tür stehen lassen. Anschließend etwa 60 Minuten auf einem Gitter abkühlen lassen und noch lauwarm in den Kühlschrank stellen. Mindestens vier Stunden durchkühlen lassen, bevor du ihn aus der Form löst.
Die Schecke bleibt luftig
Bereite die Puddingmasse vollständig vor, bevor du das Eiweiß aufschlägst. Der fertige Eischnee sollte direkt verarbeitet werden. Der Pudding muss dabei handwarm sein und sich glatt rühren lassen. Heißen Pudding erst abkühlen lassen. Ist er bereits fest geworden, rühre ihn vor der Zugabe der Eigelbe mit dem Schneebesen geschmeidig.
Trenne jedes Ei zunächst über einer kleinen Schale. So gerät bei einem beschädigten Eigelb nicht gleich die ganze Eiweißmenge in Gefahr. Fett und Eigelbreste verringern das erreichbare Schaumvolumen. Das erläutert die Backanleitung der University of Illinois Extension im Abschnitt über Eischnee.
Schlage das Eiweiß glänzend und standfest. Es soll keine trockenen Flocken bilden. Das erste Drittel lockert die dicke Puddingmasse auf. Hebe den übrigen Schnee mit einem Teigschaber von unten nach oben unter. Höre auf, sobald keine großen weißen Nester mehr sichtbar sind.
Bräunung sagt nicht alles
Die obere Schicht kann schon goldbraun sein, während die Mitte noch zu weich ist. Backe deshalb auf der unteren mittleren Schiene und lasse die Ofentür während der ersten 40 Minuten geschlossen. Wird die Oberfläche anschließend zu dunkel, lege Alufolie locker darüber. Sie darf weder die Haube berühren noch an die Heizelemente gelangen.
Prüfe gegen Ende durch einen kleinen Ruck an der Form, wie sich die Mitte bewegt. Ein leichtes Zittern ist etwas anderes als eine flüssige Welle. Bei einer noch schwappenden Füllung verlängerst du die Backzeit in Schritten von fünf Minuten. Ein Lebensmittelthermometer hilft, wenn du unsicher bist.
Die Haube darf beim Abkühlen etwas absinken. Versuche nicht, sie durch eine höhere Backtemperatur dauerhaft aufzutürmen. Auch kleine Oberflächenrisse sind kein Grund, den Kuchen weiterzubacken. Entscheidend sind eine gegarte Mitte und eine später gut gekühlte Füllung.
Rosinen und andere kleine Änderungen
Die Grundversion bleibt ohne Rosinen. Wenn du sie magst, kannst du 60 g gewaschene und gründlich trocken getupfte Rosinen unter die Quarkfüllung rühren. Verteile sie dort gleichmäßig. Sie gehören nicht in die luftige Scheckenmasse. Die Nährwertschätzung bezieht sich auf die Version ohne Rosinen.
Für einen milderen Quarkgeschmack kannst du Magerquark durch dieselbe Menge Quark mit 20 Prozent Fett in der Trockenmasse ersetzen. Gieße auch hier sichtbare Molke ab. Sehr weiche oder flüssige Quarkalternativen solltest du nicht einfach übernehmen. Die angegebenen Stärke- und Flüssigkeitsmengen sind auf normalen Speisequark abgestimmt.
Lass den Zitronenabrieb weg, wenn du die Vanille deutlicher schmecken möchtest. Zusätzlichen Zitronensaft brauchst du nicht. Serviere die Stücke pur und stelle bei Bedarf frische Beeren separat dazu. Eine dicke Sahnehaube würde die zarte obere Schicht verdecken. Für die Kaffeetafel reichen zwölf normale Kuchenstücke aus dieser Form.
Kalt stellen und sauber schneiden
Plane den Kuchen für den Vortag ein. Nach der kurzen Ruhe im ausgeschalteten Ofen kommt die Form auf ein Gitter. Stelle sie nach etwa einer Stunde noch lauwarm in den Kühlschrank. Lass die Eierschecke dort mindestens vier Stunden durchkühlen. Decke sie erst ab, wenn sie kalt ist, damit sich weniger Kondenswasser auf der Oberfläche sammelt.
Bewahre den Kuchen bei höchstens 7 °C auf und verbrauche ihn innerhalb von zwei bis drei Tagen. Diese Hinweise folgen den BfR-Empfehlungen zum Erhitzen, Abkühlen und Lagern.
Löse den kalten Rand mit einem dünnen Messer von der Form. Schneide anschließend mit einem scharfen Messer ohne starken Druck. Wische die Klinge zwischen den Schnitten sauber. Nimm nur die benötigten Stücke kurz vor dem Servieren heraus. Warm lässt sich die Füllung deutlich schlechter portionieren.
Häufige Fragen
- Was sind die drei Schichten dieser Eierschecke?
Unten liegt ein dünner Mürbeteigboden. Die mittlere Schicht besteht aus Quark, Eiern und etwas Stärke. Oben sitzt die Schecke aus gekochtem Vanillepudding, Butter, Eigelb und untergehobenem Eischnee.
- Kann ich Vanillepuddingpulver statt Maisstärke verwenden?
Für die obere Schicht kannst du 35 g ungesüßtes Vanillepuddingpulver zum Kochen statt 35 g Maisstärke verwenden. Lass dann den Vanilleextrakt dieser Schicht weg. Instantpulver und bereits gesüßte Mischungen sind kein direkter Ersatz.
- Warum fällt die Eierschecke nach dem Backen zusammen?
Ein leichtes Absinken der luftigen Haube ist beim Abkühlen zu erwarten. Starkes Einsacken kann auf eine noch unzureichend gegarte Mitte oder viel verlorene Luft beim Unterheben hinweisen. Prüfe die Mitte vor dem Herausnehmen und verarbeite den Eischnee zügig.
- Kann ich die Eierschecke am Vortag backen?
Ja, dafür eignet sich diese Variante gut. Lass sie nach dem Backen wie beschrieben abkühlen und stelle sie anschließend in den Kühlschrank. Über Nacht wird die Füllung schnittfest und lässt sich am nächsten Tag sauber portionieren.
- Wie lange hält sich die Eierschecke?
Bewahre sie abgedeckt bei höchstens 7 °C im Kühlschrank auf. Verbrauche sie innerhalb von zwei bis drei Tagen. Stelle die übrigen Stücke nach dem Servieren wieder zügig kalt.
- Ist diese Eierschecke vegetarisch oder glutenfrei?
Die Grundversion ist vegetarisch und enthält keine Gelatine. Durch Weizenmehl ist sie nicht glutenfrei. Eier und Milchprodukte gehören zu allen wesentlichen Rezeptschritten, daher ist sie auch nicht vegan oder milchfrei.
- Was passt zur Eierschecke?
Kaffee oder ungesüßter schwarzer Tee passen zur süßen Vanillehaube. Frische Beeren kannst du separat dazu reichen. Serviere den Kuchen gekühlt oder nach einer kurzen Standzeit, damit die Schichten ihre Form behalten.