Eierlikör mit Sahne und echter Vanille

Von: Leckerkniff-Crew Aktualisiert am 6. Oktober 2026 Desserts & Süßes

Tags: #eierlikör #vanille #sahne #wasserbad #dessert

Cremiger gelber Eierlikör mit feinen Vanillepünktchen in zwei kleinen Gläsern Pin it
Cremiger gelber Eierlikör mit feinen Vanillepünktchen in zwei kleinen Gläsern

Eierlikör soll weich über die Zunge laufen und deutlich nach Vanille schmecken. Diese Variante mit Sahne und Milch bleibt gießfähig. Sie passt ins kleine Likörglas und lässt sich auch über ein Dessert geben.

Du erhitzt die Eigelbmischung im Wasserbad und rührst den Wodka erst nach dem Abkühlen ein. Plane etwa 30 Minuten für die Vorbereitung und Zubereitung ein. Dazu kommen ungefähr 15 Minuten zum Abkühlen und mindestens zwei Stunden im Kühlschrank.

Eigelb, Sahne und echte Vanille

Nimm frische, gekühlte Eier mit unbeschädigter Schale und Sahne mit 30 % Fett. Ein neutraler Wodka lässt den Eigelb- und Vanillegeschmack im Vordergrund.

Eigelb, Zucker, Vanille, Sahne, Milch und Wodka für selbstgemachten Eierlikör
Eigelb, Zucker, Vanille, Sahne, Milch und Wodka für selbstgemachten Eierlikör
  • Eigelb. Sechs Eigelb geben dem Likör seine gelbe Farbe und eine cremige Grundlage.
  • Zucker. Feiner Haushaltszucker süßt die Mischung und löst sich beim Erwärmen auf.
  • Vanilleschote. Das Mark einer halben Schote bringt Vanillearoma und kleine dunkle Pünktchen.
  • Sahne. Sie macht den Likör vollmundig und weich.
  • Vollmilch. Sie hält die Sahnebasis etwas leichter und besser gießfähig.
  • Wodka. Eine Sorte mit 40 % vol liefert die alkoholische Komponente ohne ausgeprägtes eigenes Aroma.

Eierlikör behutsam im Wasserbad zubereiten

  1. Alles bereitstellen. Reinige zwei lebensmittelechte Flaschen mit jeweils mindestens 500 ml Fassungsvermögen samt Verschlüssen gründlich. Stelle eine große Schüssel mit Eiswasser bereit.
  2. Die Grundlage verrühren. Verrühre sechs Eigelb mit 150 g Zucker und dem Mark einer halben Vanilleschote in einer hitzefesten Schüssel. Arbeite ruhig mit dem Schneebesen, damit wenig Schaum entsteht.
  3. Sahne und Milch einarbeiten. Rühre 200 ml Sahne und 100 ml Vollmilch ein. Die Mischung soll gleichmäßig sein.
  4. Kontrolliert erhitzen. Setze die Schüssel über leicht siedendes Wasser. Ihr Boden darf das Wasser nicht berühren. Rühre etwa 10-15 Minuten durchgehend, bis die Mischung überall 72-75 °C erreicht. Prüfe mit einem Küchenthermometer an mehreren Stellen und vermeide den Kontakt zur Schüssel.
  5. Rasch abkühlen. Nimm die Schüssel herunter und stelle sie ins Eiswasser. Rühre mit einem sauberen Löffel etwa 10-15 Minuten, bis die Mischung höchstens 30 °C warm ist. Lass kein Wasser hineingelangen.
  6. Wodka einrühren. Rühre 300 ml Wodka mit 40 % vol nach und nach ein. Gieße den Likör durch ein sauberes feines Sieb in einen Ausgießkrug.
  7. Abfüllen und kühlen. Fülle ihn in die vorbereiteten Flaschen und verschließe sie. Stelle sie sofort bei höchstens 4 °C in den Kühlschrank. Kühle mindestens zwei Stunden und schwenke die Flasche vor dem Ausschenken.
Eierlikör vom Verrühren über das Wasserbad bis zum Servieren in kleinen Gläsern
Eierlikör vom Verrühren über das Wasserbad bis zum Servieren in kleinen Gläsern

Rühren statt auf die Uhr vertrauen

Im Wasserbad lässt sich die Wärme besser dosieren als direkt auf einer heißen Herdplatte. Trotzdem braucht die Mischung deine Aufmerksamkeit. Fahre beim Rühren regelmäßig am Schüsselrand und über den Boden entlang. Dort setzt sich die Masse zuerst an. Das Wasser darunter soll leicht sieden. Sprudelndes Kochen bringt unnötig viel Hitze an die Schüssel.

Die Zeitangabe ist nur eine Orientierung. Schüsselmaterial und Herdleistung verändern die Aufheizzeit deutlich. Entscheidend ist die gemessene Temperatur der gut durchgerührten Mischung. Das FDA-Merkblatt zur Zubereitung eihaltiger Speisen nennt 160 °F, also rund 71 °C, für erhitzte Ei-Flüssigkeits-Mischungen. Hier liegt der Zielbereich bei 72-75 °C. Nimm die Schüssel anschließend sofort aus dem Wasserbad. Die Grundlage darf leicht cremig wirken und dünn am Löffel haften. Warte nicht auf eine feste Puddingkonsistenz.

Wenn der Likör zu dick wird

Direkt nach dem Einrühren des Wodkas wirkt der Likör dünner als später aus dem Kühlschrank. Beurteile seine Konsistenz deshalb erst nach der Kühlzeit. Schwenke die geschlossene Flasche langsam. So wird die Mischung wieder gleichmäßig, ohne dass eine dicke Schaumschicht entsteht. Zum Ausschenken eignet sich eine Flasche mit etwas weiterem Hals besser als eine sehr schmale Dekoflasche.

Kleine feste Teilchen können von anhaftendem Eiweiß stammen. Das feine Sieb fängt sie auf. Größere gelbe Flocken sprechen dagegen für zu starke Hitze. Ziehe die Schüssel bei den ersten Anzeichen sofort vom Wasserbad. Sieben kann einzelne Teilchen entfernen. Eine deutlich geronnene Masse bekommt dadurch ihre glatte Konsistenz aber nicht vollständig zurück. Verdünne eine dicke Charge nicht einfach mit zusätzlicher Milch. Das verändert Geschmack und Zusammensetzung. Bereite beim nächsten Mal dieselben Mengen zu und kontrolliere die Temperatur früher.

Rum, Vanille und passende Begleiter

Wodka schmeckt zurückhaltend und passt zu einer klaren Vanillenote. Du kannst die 300 ml durch dieselbe Menge Rum mit ebenfalls 40 % vol ersetzen. Weißer Rum bleibt meist dezenter. Brauner Rum gibt dem Likör ein kräftigeres eigenes Aroma und kann seine Farbe etwas verändern. Verwende keine gesüßte Rum-Spirituose als stillen Austausch. Damit verändern sich auch Süße und Alkoholgehalt.

Bei der Vanille lohnt sich eine sparsame Hand. Eine halbe Schote reicht für diese Menge. Kratze nur das Mark heraus und bewahre die leere Schote für eine andere Verwendung auf. Der fertige Likör braucht keine zusätzliche Garnitur. Serviere ihn gut gekühlt in kleinen Gläsern. Als Dessertzugabe passt ein wenig davon zu Vanilleeis, Schokoladenpudding oder einem Stück schlichtem Rührkuchen. Gib ihn erst beim Servieren dazu. So bleibt sein Geschmack deutlich und du kannst jede Portion separat bemessen.

Kleine Flaschen und kurze Lagerung

Dieser Ansatz ist für den Kühlschrank gedacht. Reinige Flaschen, Verschlüsse, Trichter und Sieb gründlich und fasse die Innenseiten danach nicht mehr an. Auch Hände und Arbeitsflächen brauchen nach dem Kontakt mit rohem Ei eine gründliche Reinigung. Entsprechende Hinweise stehen in den FDA-Empfehlungen zum Umgang mit Eiern.

Kühle die erhitzte Grundlage zügig im Eiswasser ab. Nach dem Abfüllen gehören die Flaschen sofort zurück in den Kühlschrank. Die FDA nennt höchstens 4 °C für die Kühlschranklagerung. Für dieses nicht auf Haltbarkeit geprüfte Rezept ist ein Verbrauch innerhalb von drei Tagen eine bewusst kurze Empfehlung. Die FDA nennt für gekochte Eierspeisen allgemein drei bis vier Tage. Das ist keine Untersuchung dieses Likörs. Bereite bei Bedarf nur die halbe Menge zu und transportiere verschenkte Flaschen gekühlt.

Zwei kleine Gläser mit cremigem Eierlikör auf einem cremefarbenen Teller
Zwei kleine Gläser mit cremigem Eierlikör auf einem cremefarbenen Teller

Häufige Fragen

Kann ich Eierlikör ohne Kondensmilch machen?

Ja. Dieses Rezept verwendet Sahne, Vollmilch und Zucker statt Kondensmilch. Tausche diese Zutaten nicht einfach mengenmäßig gegen gesüßte Kondensmilch aus, da sich Süße und Konsistenz deutlich verändern.

Kann ich Rum statt Wodka verwenden?

Ja, ersetze die 300 ml Wodka durch 300 ml Rum mit ebenfalls 40 % vol. Rum bringt mehr eigenes Aroma mit. Die Temperaturführung und die kurze gekühlte Lagerung bleiben gleich.

Wie lange hält sich dieser selbstgemachte Eierlikör?

Verbrauche diesen Ansatz innerhalb von drei Tagen und lagere ihn durchgehend bei höchstens 4 °C. Diese kurze Empfehlung ist keine geprüfte Haltbarkeitsangabe für die Rezeptur. Fülle nur die benötigte Menge ins Glas und stelle die Flasche gleich wieder kalt.

Warum wird mein Eierlikör flockig?

Meist wurde die Eigelbmischung zu heiß oder am Schüsselrand nicht ausreichend gerührt. Nimm sie beim Erreichen von 72-75 °C sofort aus dem Wasserbad. Ein Sieb entfernt kleine Teilchen, kann eine stark geronnene Mischung aber nicht vollständig glätten.

Ist das Rezept glutenfrei und vegetarisch?

Die angegebenen Zutaten sind vegetarisch und glutenfrei. Verwende reinen, nicht aromatisierten Wodka und prüfe bei Zusätzen die Zutatenliste. Durch Eigelb, Sahne und Milch ist der Likör weder vegan noch milchfrei.

Kann ich den Eierlikör am Vortag vorbereiten?

Ja, das passt gut zur nötigen Kühlzeit. Bereite ihn wie beschrieben zu und lagere ihn sofort gekühlt. Die drei Tage bis zum Verbrauch zählen ab der Herstellung.

Kann ich nur die halbe Menge zubereiten?

Ja. Verwende drei Eigelb und halbiere alle übrigen Mengen. Nimm eine kleinere Schüssel und messe weiterhin die Temperatur, denn die kleinere Menge kann schneller warm werden.

Quellen

Für die Erstellung und Qualitätssicherung der Inhalte wurden verlässliche Quellen verwendet.

Eierlikör selber machen mit Sahne und Vanille

Vorbereitungszeit:
15 Minuten
Aktive Zeit:
15 Minuten
Gesamtzeit:
30 Minuten
Portionen:
20
Cremiger gelber Eierlikör mit feinen Vanillepünktchen in zwei kleinen Gläsern

Cremiger Eierlikör aus einer behutsam erhitzten Eigelb-Sahne-Mischung mit echter Vanille und Wodka. Ergibt etwa 800 ml.

Das brauchst du

  • Für die Eigelb-Sahne-Grundlage

  • Zum Fertigstellen

So geht’s

1.

1. Flaschen und Kühlbad vorbereiten: Zwei lebensmittelechte Flaschen mit jeweils mindestens 500 ml Fassungsvermögen und ihre Verschlüsse gründlich reinigen. Trichter, Sieb und Ausgießkrug ebenfalls reinigen. Eine große Schüssel mit Eiswasser bereitstellen. In einem Topf wenige Zentimeter Wasser zum leichten Sieden bringen.

2.

2. Eigelb mit Zucker verrühren: Eigelb, Zucker und Vanillemark in einer hitzefesten Schüssel mit einem Schneebesen glatt verrühren. Nicht schaumig aufschlagen.

3.

3. Sahne und Milch einarbeiten: Sahne und Milch nach und nach einrühren, bis eine gleichmäßige Mischung entstanden ist.

4.

4. Im Wasserbad erhitzen: Die Schüssel über das leicht siedende Wasser setzen. Der Schüsselboden darf das Wasser nicht berühren. Unter ständigem Rühren etwa 10-15 Minuten erhitzen, bis die gut durchgerührte Mischung überall 72-75 °C erreicht. Mit einem Küchenthermometer an mehreren Stellen prüfen, ohne die Schüssel zu berühren. Nicht kochen lassen und anschließend sofort vom Wasserbad nehmen.

5.

5. Grundlage rasch abkühlen: Die Schüssel ins vorbereitete Eiswasser stellen. Mit einem sauberen Löffel etwa 10-15 Minuten rühren, bis die Mischung höchstens 30 °C warm ist. Bei Bedarf das Kühlwasser erneuern. Kein Wasser in die Eigelbmischung gelangen lassen.

6.

6. Wodka einrühren und sieben: Den Wodka nach und nach gründlich einrühren. Den Likör durch ein sauberes feines Sieb in einen Ausgießkrug gießen.

7.

7. Abfüllen und kalt stellen: Den Likör in die vorbereiteten Flaschen füllen und verschließen. Sofort bei höchstens 4 °C in den Kühlschrank stellen und mindestens zwei Stunden kühlen. Vor dem Ausschenken langsam schwenken. Innerhalb von drei Tagen ab Herstellung verbrauchen.

Gut zu wissen

  1. Ergibt etwa 800 ml, entsprechend ungefähr 20 kleinen Portionen à 40 ml.
  2. Zusätzlich etwa 15 Minuten Abkühlzeit und mindestens zwei Stunden Kühlzeit einplanen.
  3. Enthält Alkohol. Nur für Erwachsene.
  4. Durchgehend bei höchstens 4 °C lagern und innerhalb von drei Tagen verbrauchen. Die Haltbarkeit dieser Rezeptur wurde nicht geprüft.
  5. Nährwerte sind grobe Schätzungen je Portion bei 20 Portionen. Die Kalorien berücksichtigen auch den Alkohol.

Benötigte Werkzeuge

  • Topf und passende hitzefeste Schüssel für ein Wasserbad
  • Schneebesen und sauberer Rührlöffel
  • Küchenthermometer
  • Große Schüssel für das Eiswasser
  • Feines Sieb, Ausgießkrug und Trichter
  • Zwei lebensmittelechte Flaschen mit Verschluss und jeweils mindestens 500 ml Fassungsvermögen

Informationen zu Allergenen

Prüfe die Zutaten auf mögliche Allergene und frage medizinisches Fachpersonal, wenn du unsicher bist.
  • Ei
  • Milch einschließlich Laktose

Nährwerte (pro Portion)

Bitte beachte, dass die Angaben ungefähre Werte sind und nicht als medizinischer Rat verwendet werden sollten.
  • Kalorien: 110
  • Fett gesamt: 4 g
  • Kohlenhydrate gesamt: 8 g
  • Protein: 2 g